Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 450 cc → 449 cc
- Leistung
- 62.0 ch (45.6 kW) → 56.0 ch @ 8500 tr/min (41.2 kW)
- Drehmoment
- — → 50.5 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps → Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- liquide → Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5 : 1 → 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 96 x 62.1 mm → 96.0 x 62.1 mm (3.8 x 2.4 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 44 mm → Injection. Programmed Fuel Injection (PGM-FI), 46mm throttle body
- Steuerung
- — → Single Overhead Cams (SOHC)
- Zündung
- — → Full transistor with electronic advance
- Rahmen
- Double poutre et simple berceau dédoublé en aluminium → Double poutre, simple berceau dédoublé en aluminium
- Getriebe
- boîte à 5 rapports → 5-speed
- Endantrieb
- Chaîne → Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 49 mm, déb : 310 mm → 48mm inverted KYB Air-Oil-Separate (AOS) with rebound and compression-damping adjustability
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 310 mm → Pro-Link KYB single shock with spring preload, rebound damping adjustability, and compression damping adjustment separated into low-speed and high-speed
- Federweg vorne
- — → 310 mm (12.2 inches)
- Federweg hinten
- — → 318 mm (12.5 inches)
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons → Double disc
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston → Single disc
- Vorderreifen
- 80/100-21 → 80/100-21
- Vorderreifendruck
- 1.00 bar → —
- Hinterreifen
- 120/80-19 → 120/80-19
- Hinterreifendruck
- 1.00 bar → —
- Sitzhöhe
- 961.00 mm → 955.00 mm
- Radstand
- — → 1491.00 mm
- Bodenfreiheit
- — → 333.00 mm
- Tankinhalt
- 6.30 L → 5.68 L
- Gewicht
- 113.00 kg → 108.00 kg
- Trockengewicht
- 108.50 kg → —
- Neupreis
- 10 349 € → 8 490 €
Motor
- Hubraum
- 449 cc
- Leistung
- 56.0 ch @ 8500 tr/min (41.2 kW)
- Drehmoment
- 50.5 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 96.0 x 62.1 mm (3.8 x 2.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Programmed Fuel Injection (PGM-FI), 46mm throttle body
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
- Zündung
- Full transistor with electronic advance
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre, simple berceau dédoublé en aluminium
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- 48mm inverted KYB Air-Oil-Separate (AOS) with rebound and compression-damping adjustability
- Hinterradaufhängung
- Pro-Link KYB single shock with spring preload, rebound damping adjustability, and compression damping adjustment separated into low-speed and high-speed
- Federweg vorne
- 310 mm (12.2 inches)
- Federweg hinten
- 318 mm (12.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 120/80-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 955.00 mm
- Radstand
- 1491.00 mm
- Bodenfreiheit
- 333.00 mm
- Tankinhalt
- 5.68 L
- Gewicht
- 108.00 kg
- Neupreis
- 8 490 €
Übersicht
Was trennt eine gute 450er-Cross von einer Maschine, die einen schnellen Fahrer zum Podiumsanwärter machen kann? 2011 liefert Honda seine Antwort mit der CRF450R, der fünften Generation eines Modells, das sich seinen Ruf auf Rennstrecken weltweit erarbeitet hat. Die Honda CRF450R war nie ein zaghaftes Motorrad, und dieser Jahrgang macht da keine Ausnahme. Unter der Sitzbank spuckt der Unicam-Einzylinder mit 449 cc 56 PS bei 8.500 U/min aus, bei einem Drehmoment von 50,5 Nm, das bereits ab 7.000 Touren anliegt. Zahlen, die auf dem Papier in derselben Liga spielen wie die Yamaha YZ450F oder die Kawasaki KX450, die auf dem amerikanischen Markt zu nahezu identischen Preisen angeboten werden. Mit 8.490 Euro positioniert sich die Honda als ernsthafte Waffe sowohl für den anspruchsvollen Hobbyfahrer als auch für den Regionalwettbewerber, der zuverlässiges Material will, ohne sein Haus zu verpfänden.

Was an diesem Jahrgang auffällt, ist das Ausmaß der Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell. Honda hat nicht einfach nur die Aufkleber gewechselt. Der Aluminium-Doppelbalkenrahmen gewinnt an Steifigkeit, um die Belastungen des neuen Auspuffsystems aufzunehmen – länger und voluminöser, entwickelt zur Einhaltung der FIM-Normen bei gleichzeitiger Bewahrung des aggressiven Motorcharakters. Die batterielose Einspritzung erhält einen überarbeiteten Injektor, der die Dosierbarkeit im unteren und mittleren Drehzahlbereich verbessert. Für einen Fahrer, der Spurrillen und Beschleunigungen im zweiten Gang aneinanderreiht, ist das ein konkreter Gewinn: Der Gasgriff wird lesbarer, weniger brutal. Der verengte Ansaugkanal folgt derselben Logik der Kontrollierbarkeit. Honda hat außerdem die elektronische Kennfeldabstimmung überarbeitet, um die Starts zu verbessern – ein Punkt, bei dem die CRF in den Vorjahren manchmal von der Konkurrenz überrascht wurde.
Auf der Fahrwerksseite trägt die Philosophie der Massenzentralisierung und -absenkung Früchte. Mit 108 kg fahrfertig und einer Bodenfreiheit von 333 mm teilen die Honda CRF450R 450 CRF 2012 und die benachbarten Versionen dieselbe Architektur, die auf Sprünge und Luftkontrolle ausgelegt ist. Die 48-mm-USD-Gabel von KYB profitiert von neu konstruierten Kolben und neuen Dichtungen, während der Pro-Link-Monodämpfer hinten separate Einstellungen für Hoch- und Niedergeschwindigkeits-Druckstufe bietet. Das Ganze wird vom progressiven Lenkungsdämpfer HPSD begleitet, der mit einem größeren Kolben überarbeitet wurde, um die Präzision bei Richtungswechseln zu verbessern. Es ist ein stimmiges, auf Wettbewerb ausgelegtes Paket, das daran erinnert, dass dieses Motorrad direkt von den in der MXGP eingesetzten Maschinen abstammt. Tim Gajser wird einige Jahre später am Lenker der Honda CRF450R beweisen, dass die Plattform genug Potenzial hat, um auf höchstem Weltniveau zu dominieren.

Das optionale HRC-Kit verdient besondere Beachtung. Das Motorrad über einen einzigen Stecker an einen Laptop anzuschließen, um Zündzeitpunkt und Einspritzkennfeld zu ändern, ohne den 5,68-Liter-Tank abzubauen – das ist ein echter Vorteil sowohl für Hobbyschrauber als auch für erfahrene Tuner. Man bedauert lediglich, dass dieses Kit optional bleibt, statt serienmäßig integriert zu sein, besonders in dieser Preisklasse. Ein weiterer Wermutstropfen: Die Sitzhöhe von 955 mm und der Radstand von 1.491 mm reservieren diese Maschine eindeutig für mittlere bis große Staturen. Kleinere Fahrer müssen sich arrangieren oder in ein Tieferlegungskit investieren.
Letztlich stellt diese CRF450R 2011 eine intelligente Evolution dar, keine Revolution. Honda hat die in der Praxis identifizierten Schwachpunkte gezielt angegangen – vom Motoransprechverhalten bis zur Richtungsstabilität –, ohne die DNA eines für den Wettbewerb geborenen Motorrads zu verraten. Gegenüber der YZ450F und der KX450, die in derselben Preisklasse angeboten werden, setzt sie auf die Karte der mechanischen Zuverlässigkeit und der technischen Verfeinerung. Für den regelmäßigen Crossfahrer, der eine ausgereifte 450er sucht, ohne seine Wochenenden mit Schrauben zu verbringen, ist sie eine solide Wahl. Nicht die spektakulärste im Feld, aber diejenige, die einen nach jedem Lauf heil zurückbringt.
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