Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 449 cc
- Leistung
- 58.0 ch @ 9000 tr/min (42.7 kW)
- Drehmoment
- 50.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5: 1
- Bohrung × Hub
- 95 x 63.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 5
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- simple berceau en acier, boucle arrière démontable en alu
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 46 mm, déb : 300 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 315 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Hinterreifen
- 130/90-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 997.00 mm
- Tankinhalt
- 10.00 L
- Trockengewicht
- 126.00 kg
- Neupreis
- 12 195 €
Übersicht
Stellen Sie sich ein Motorrad vor, das auf zwei Rädern zieht wie ein wildes Pferd, das an seinen Zügeln zieht. Dies ist kein neues Konzept in den Schubladen der Ingenieure, aber 2004 wagte Yamaha, in Partnerschaft mit Öhlins, dies zu tun. Sie wählten als Versuchskaninchen ein bereits furchterregendes Biest, die WR-F 450, um sie zum ersten serienmäßigen Motorrad mit Allradantrieb zu machen. Das Ziel war klar: das Unbezwingbare zähmen, sei es im Treibsand oder in den tückischen Wurzeln eines Unterholzes. Eine Ambition, die in der Hölle der afrikanischen Rallies ihren absoluten Sinn findet.

Äußerlich ist die Transformation diskret, fast heimlich. Eine robustere Gabelnabe, zwei Schläuche und ein Gehäuse in der Nähe des Abtriebskegels. Das ist alles. Doch hinter dieser scheinbaren Einfachheit verbirgt sich eine Präzisionsmechanik. Das Prinzip? Eine von der Schaltung angetriebene Ölpumpe leitet ein unter Druck stehendes Fluid zu einem kleinen Hydraulikmotor im Gabelbein. Ergebnis: Bis zu 30 % der Leistung des 58-PS-Eintzylinder können auf das Vorderrad übertragen werden. Das Geheimnis ist, dass das 2-TRAC-System nur bei Bedarf eingreift, wenn das Hinterrad beginnt, seinen Grip zu verlieren. Es wirkt dann wie ein unsichtbarer Führer.
Auf dem Lenker ist der Unterschied zu einem serienmäßigen WR-F spürbar. In rutschigen Anstiegen oder zerfallenen Kurven zieht sich das Motorrad mit einer überraschenden Autorität. Es scheint Sie zu tragen und reduziert den Kampf um die Richtungsstabilität. Kontrolliertes Ausbrechen wird zu einem Kinderspiel und bietet ein bisher unbekanntes Gefühl der Sicherheit auf einer solchen Maschine. Natürlich ist nicht alles perfekt. Wenn das Vorderrad zieht, spürt man eine leichte Steifigkeit, die zur 46-mm-Öhlins-Gabel hinzugefügt wird, als ob das System eine mechanische Belastung hinzufügte. Aber das ist ein geringer Preis für einen solchen Fortschritt in der Traktion.
Mit 126 kg Trockengewicht und einem 10-Liter-Tank ist es kein gemütliches Tourenmotorrad. Es ist ein reines Performance-Werkzeug, konzipiert für den anspruchsvollen Fahrer, der in technischem Gelände absolute Effizienz sucht. Sein Preis, der damals bei etwa 12.200 Euro lag, platzierte ihn in einer sehr hochwertigen Nische. Angesichts von Konkurrenten wie einer KTM EXC der damaligen Zeit, die leichter und agiler war, spielte die Yamaha nicht im selben Bereich. Sie bot eine radikal andere Philosophie: die Beherrschung durch Technologie statt durch bloße Aggressivität.
Die WR-F 450 2-TRAC bleibt daher ein mechanisches Museumsstück, ein kühnes Experiment, das die Machbarkeit des Allradantriebs auf einem leichten Motorrad bewiesen hat. Sie hat den Markt nicht revolutioniert, aber sie hat einen Weg eröffnet, den andere heute erkunden. Es ist das Motorrad des Fahrers, der Recht haben will, auch wenn das Gelände falsch liegt. Ein Serienprototyp, der trotz seines Alters weiterhin durch seine Ingenieurskunst und seinen einzigartigen Charakter fasziniert.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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