Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 217.0 ch @ 14500 tr/min (159.6 kW)
- Drehmoment
- 113.8 Nm @ 12500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 48.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins NIX30 Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 137 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 200/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 201.00 kg
- Neupreis
- 27 299 €
Übersicht
1992, während der europäische Pop die Radiowellen überflutete, legte Honda eine Bombe auf den Asphalt. Die CBR 900 RR Fireblade mischte die Karten im Supersport-Segment neu – mit einem einfachen, aber durchschlagenden Rezept: ein kräftiger Motor, verpackt in einem Chassis, das deutlich leichter war als alles, was damals auf der Straße unterwegs war. Die Konkurrenz kassierte eine Ohrfeige, und es sollte dauern, bis Yamaha 1998 die R1 aus dem Ärmel zog, um der Königin die Krone zu entreißen.

Dreißig Jahre später feiert Honda dieses Erbe mit der CBR 1000 RR-R SP 30ème Anniversaire, einer limitierten Sonderedition, die in die Farbpalette der Ursprungsmaschine eintaucht. Das rot-weiß-blaue Trikolore-Design von 1992 kehrt auf die Verkleidung zurück – bis hin zur blau getönten Soziussitzbank. Das Ergebnis ist schlicht gelungen. Keine Spur von schlecht verdauter Nostalgie, die Lackierung fügt sich perfekt in die scharfen Linien der aktuellen Generation ein. Am Tank und am SmartKey-Gehäuse finden sich „30th Anniversary"-Plaketten, ein Akrapovic-Endschalldämpfer mit derselben Hommage sowie eine lasergravierten Seriennummer auf der Gabelbrücke. Die Liebe zum Detail ist echt.
Die Stückzahl ist keineswegs dem Zufall geschuldet. Honda hat die Produktion auf 893 Einheiten festgelegt – eine direkte Anspielung auf den Hubraum von 893 cc der ursprünglichen Fireblade. Damals leistete das Triebwerk 124 PS. Der 999-cc-Reihenvierzylinder, der unter der Verkleidung dieser 2022er-Version arbeitet, spuckt 217 PS bei 14 500 U/min und 113,8 Nm Drehmoment bei 12 500 U/min aus. Der Sprung ist schwindelerregend. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13:1, einer ultrakurzhubigen Auslegung von 81 x 48,5 mm und einer maximalen Nenndrehzahl, die eines MotoGP-Motors würdig ist, lebt dieses Triebwerk ausschließlich für hohe Drehzahlen. Dies ist keine Maschine für die sonntägliche Spazierfahrt.
Das Fahrwerk steht dem in nichts nach. Aluminium-Brückenrahmen, 43-mm-Upside-down-Gabel Öhlins NIX30, Öhlins TTX36-Federbein: Hier reden wir von einer Serienausstattung, die mit dem mithalten kann, was man in der Superbike-WM findet. Die radial verschraubten Brembo-Bremsen mit ihren 330-mm-Scheiben packen ohne Zögern zu. Das Ganze wiegt fahrfertig 201 kg – ein beherrschtes Gewicht für eine mit Elektronik vollgepackte Supersportlerin. Die auf 830 mm thronende Sitzbank und die eingekauerte Sitzposition erinnern daran, dass diese Honda keinerlei Kompromisse beim Komfort eingeht. Gegenüber der Ducati Panigale V4 SP2 oder der BMW M 1000 RR spielt die Fireblade in derselben Liga, vielleicht mit einer Spur mehr mechanischer Raffinesse und einem Temperament, das nach Drehzahl verlangt, um sich zu entfalten. Der 16-Liter-Tank ist im Nu leergesaugt, wenn man die Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h ausreizt.
Zum Preis von 27 299 Euro und mit nur 893 Exemplaren richtet sich diese CBR 1000 RR-R SP 30ème Anniversaire gleichermaßen an Sammler wie an anspruchsvolle Rennstreckenfahrer. Honda hat sogar eine „Ring of Fire"-Animation auf dem TFT-Display beim Start eingebaut – als Erinnerung daran, dass die Fireblade-Flamme auch nach drei Jahrzehnten noch lodert. Eine hübsche Retourkutsche an alle, die glaubten, der japanische Reihenvierzylinder hätte sein letztes Wort gegenüber den europäischen V4 gesprochen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de serie
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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