Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 177.0 ch @ 1200 tr/min (130.2 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2:1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55,1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre aluminium composite type Diamond
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Suspension AR monoamortisseur Unit Pro-Link, déb : 135 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 831.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 198.00 kg
- Trockengewicht
- 166.00 kg
- Neupreis
- 13 910 €
Übersicht
Nur wenige Hersteller wagen es, den Namen des Tourist Trophy auf die Flanke einer Supersportlerin zu gravieren. Dieses Straßenrennen, das jedes Jahr auf der Isle of Man mit seinen 264 Kurven auf 60 Kilometern Landstraße ausgetragen wird, bleibt die Bühne der verrücktesten Heldentaten des Motorradsports. Suzuki hatte es 2007 mit den GSX-R 600, 750 und 1000 als Sonderserie versucht, die dem britischen Markt vorbehalten waren. 2010 entscheidet sich Honda, die gleiche Karte mit seiner CBR 1000 RR Fireblade zu spielen, die in zwei Hommage-Versionen aufgelegt wird, um zwei Monumente des TT zu feiern: John McGuinness und Ian Hutchinson.

Die technische Basis bleibt die der Fireblade Jahrgang 2010, und die ist alles andere als ein Lückenfüller. Der Reihenvierzylinder mit 999 cm3 entwickelt 177 PS bei 12 000 U/min bei einem Drehmoment von 107,9 Nm bei 8 500 Touren. Das Ganze ist in einem Aluminium-Brückenrahmen vom Typ Diamond untergebracht, bei 198 kg fahrfertig. Die 43-mm-Upside-down-Gabel und das Pro-Link-Zentralfederbein rahmen das Gesamtpaket ordentlich ein, auch wenn man bei Serienmaterial bleibt. Radial montierte 320-mm-Scheibenbremsen vorne, Reifen in 120/70 und 190/50: das klassische Rezept eines japanischen Superbikes dieser Ära, das 290 km/h erreichen kann. Gegenüber einer Yamaha YZF-R1 oder einer Kawasaki ZX-10R desselben Jahrgangs zeichnet sich die Honda eher durch eine beruhigende Gesamtbalance aus als durch rohe Brutalität.
Was den Reiz dieser beiden limitierten Editionen ausmacht, ist natürlich die Optik. Die Hutchinson-Version trägt ein perlweißes Kleid, verziert mit einem Siegeswappen an den Flanken und dem Streckenverlauf, der sich vom Gabelkopf über den Tank bis zum Soziusabdeckung schlängelt. Ian Hutchinson gelang 2010, daran sei erinnert, eine Leistung, die seit Joey Dunlop niemandem mehr gelungen war: fünf Siege bei einer einzigen TT-Ausgabe. Die McGuinness-Version spielt eine subtilere Karte mit einem tiefen Schwarz, das direkt an ein Pint Guinness erinnert, Schaumkrone inklusive dank des weiß-cremefarbenen Verlaufs am oberen Teil des Tanks und der Frontverkleidung. Der Streckenverlauf ist ebenfalls abgebildet, begleitet vom Rundendurchschnittsgeschwindigkeitsrekord des Fahrers: 131,578 mph, also rund 211 km/h Durchschnitt auf Straßen, die von Steinmauern gesäumt sind. Die Art von Zahl, die schwindelig macht, wenn man weiß, dass die Spitzengeschwindigkeiten zwischen zwei Hecken die 300 km/h überschreiten.
Das Problem ist, dass die Rechnung gesalzen bleibt für etwas, das mechanisch gesehen nur eine Standard-Fireblade in Sonderlackierung ist. Man muss 1 000 Pfund Sterling mehr als für das Basismodell rechnen, also einen Preis, der bei etwa 13 910 Euro lag. Kein Racing-Auspuff, kein Öhlins-Dämpfer, kein Quickshifter und keine kleine mechanische Aufmerksamkeit, um den Aufpreis zu rechtfertigen. Man zahlt für die Lackierung und das Prestige des Namens. Und vor allem waren diese CBR, wie schon die Suzuki GSX-R TT vor ihnen, dem britischen Markt vorbehalten. Sammler auf dem Kontinent mussten sich also damit abfinden, den Ärmelkanal zu überqueren oder einen Importeur einzuschalten, was der Rechnung noch einige hundert Euro hinzufügte.
Diese Fireblade Limited Edition TT bleiben trotz allem liebenswerte Sammlerstücke. Sie zeugen von einer Epoche, in der Honda es noch verstand, seine Erfolge bei Straßenrennen zu kapitalisieren, und in der der Tourist Trophy etwas anderes inspirierte als marketingtechnische Vorsicht. Für einen Straßenrennen-Enthusiasten, der ein zuverlässiges Sportmotorrad und einen Hauch von Legende in seiner Garage sucht, sind sie einen Umweg wert. Vorausgesetzt, man findet sie.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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