Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 215.0 ch (158.1 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 76 x 55.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double longeron en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins FGR 200
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 315 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
Abmessungen
- Tankinhalt
- 24.00 L
- Neupreis
- 110 000 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an eine Honda, die mit derselben mechanischen Basis sowohl auf Straßenkursen als auch in der Langstrecke die Chronometer zum Zittern bringen konnte? 2012 wagte die CBR 1000 RR Endurance TT Legends genau dieses Experiment. Nach einer Lehrjahr-Saison 2011, die mit dem siebten Platz in der Langstrecken-Weltmeisterschaft endete, beschloss Honda Europe, einen Gang hochzuschalten. Das Projekt TT Legends, entstanden rund um Fahrer aus den gefährlichsten Straßenrennen der Welt, legte mit einer grundlegend überarbeiteten Maschine und einem entsprechenden Budget nach. Bei 110.000 Euro pro Stück spricht man nicht mehr von einem etwas aufgepeppten Serienmotorrad. Man spricht von einer Kampfmaschine.

Die Basis bleibt der Reihenvierzylinder mit 999,8 ccm, hier auf 215 PS gebracht. Eine respektable Zahl für die damalige Zeit, auch wenn die Werks-Kawasaki ZX-10R und Suzuki GSX-R 1000 in ähnlichen Gewässern fischten. Was diese CBR auszeichnet, ist ihr Aluminium-Brückenrahmen, der für die Langstrecke eingekleidet wurde. Der Tank fasst 24 Liter – unverzichtbar, um die Stints durchzuhalten, ohne zu viel Zeit an der Box zu opfern. Bei den Federungselementen traf Honda eine radikale Entscheidung: Die Weiterentwicklungen der Serien-Fireblade wurden verworfen und das gesamte Paket Öhlins anvertraut. Die Upside-Down-Gabel FGR 200, steifer und leichter als die alte FGR 100, bot einen erweiterten Einstellbereich. Am Heck vervollständigte das Federbein TTX36 desselben schwedischen Herstellers das Setup. Eine klassische Wahl im Superbike-Bereich, die aber den Willen bezeugt, ganz oben mitzuspielen statt nur dabei zu sein.
Auch die Bremsanlage hat das Lager gewechselt. Die Brembo-Sättel wichen Nissin-Einheiten – eine Rückkehr zu den Wurzeln für Honda, das eine historische Partnerschaft mit dem japanischen Zulieferer pflegt. Zwei 315-mm-Scheiben vorne mit Radialbefestigung und Vierkolben-Sätteln, eine 220-mm-Scheibe hinten. ABS gehörte zum Paket – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei 24-Stunden-Rennen, wo Ermüdung und wechselnde Bedingungen selbst die Besten in die Falle locken. Der Akrapovic-Auspuff blieb ebenfalls an Bord, treu auf seinem Posten.
Die RC30-Lackierung verdient besondere Aufmerksamkeit. Diese Verbeugung vor der legendären VFR 750R von 1987 verlieh dieser CBR ein Erscheinungsbild, das nur wenige Langstreckenmaschinen für sich beanspruchen konnten. Unter dem Bugspoiler prangte groß das Motul-Logo, neuer Hauptpartner des Teams. Bei den Fahrern ließ die Aufstellung das Wasser im Mund zusammenlaufen: John McGuinness, Rekordhalter der Tourist Trophy auf der Isle of Man, Cameron Donald und zwei starke Neuzugänge in Gestalt von Gary Johnson und Simon Andrews. Vier Kerle, die es gewohnt waren, mit 300 km/h zwischen Steinmauern und Hecken hindurchzufahren. Das Programm beschränkte sich übrigens nicht auf die Langstrecken-WM. Auch der North West 200, der Ulster GP und die TT auf der Isle of Man standen im Kalender. Ein Spagat zwischen zwei Disziplinen, den nur sehr wenige Teams zu wagen versuchten.
Diese Honda CBR 1000 RR TT Legends bleibt eine Nischenmaschine, bestimmt für ein Projekt, das ebenso der Imagebildung wie dem sportlichen Erfolg diente. Sie war nie für den Sonntagsfahrer oder den Hobby-Rennstreckenfahrer gedacht. Ihr Wert liegt in dem, was sie repräsentiert: der Versuch von Honda Europe zu beweisen, dass seine Fireblade mit den Besten auf den anspruchsvollsten Terrains mithalten konnte. Das Ergebnis entsprach auf dem Papier der Ergebnislisten nicht immer den Ambitionen, doch der Ansatz nötigte Respekt ab. Und diese RC30-Lackierung, das muss man zugeben, bleibt eine der schönsten, die je ein modernes Langstrecken-Motorrad getragen hat.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : Combinación ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!