Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1284 cc
- Leistung
- 113.0 ch @ 7750 tr/min (83.1 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 6250 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9.6:1
- Bohrung × Hub
- 78 x 67.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø nc
- Euro-Norm
- Euro 5
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche télescopique Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Nissin Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 256 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 266.00 kg
Übersicht
Es gibt Abschiede, die Respekt verdienen. Honda lässt den Vorhang für die CB 1300 Super Four mit einer auf 3 400 Exemplare limitierten Serie fallen, die ausschließlich für den japanischen Markt bestimmt ist und zum Gegenwert von 10 800 Euro verkauft wird. Es verschwindet nicht bloß eine Katalognummer: Es erlischt eine Denkschule – die des reinen, kompromisslosen Roadsters, massiv, ohne aggressive Attitüde, dessen einziger Anspruch darin bestand, durch Statur statt durch Wildheit zu beeindrucken.

Die beanspruchte Verwandtschaft ist eindeutig. Der Farbton „Graphite Black" dieser Final Edition ist eine Hommage an den ersten Jahrgang der CB 1000, der Big-1 vom Beginn der 90er Jahre, dem direkten Vorfahren der gesamten Baureihe. Das „Final Edition BIG-1"-Emblem auf dem Tank, die in Silberfinish gehaltene Gabel und Schwinge, die goldene Kette: Honda hat bei den Anspielungen nicht gespart. Es ist eine sorgfältig inszenierte Kulisse für einen Abschied, der Würde beansprucht – und das gelingt. Die 266 kg Vollgewicht und die Sitzhöhe von 790 mm setzen sofort den Rahmen: Dieses Motorrad richtet sich an erfahrene Fahrer, die den Umgang mit Masse gewohnt sind, nicht an Einsteiger auf der Suche nach ihrem ersten Großformat.
Der Reihenvierzylinder mit 1 284 cc ist das Herzstück. Mit seinen zwei obenliegenden Nockenwellen, 16 Ventilen und der zentralen Steuerkette liefert er 113 PS bei 7 750 U/min und vor allem 111,8 Nm Drehmoment, die bereits ab 6 250 U/min abrufbar sind. Dieser Motor schreit nicht, er schiebt. Der Unterschied ist grundlegend: Wo eine Kawasaki Z1000 oder eine Yamaha MT-10 den Adrenalinstoß durch Brutalität suchen, baut die CB 1300 ihre Geschwindigkeit durch progressive Akkumulation auf – mit einer Geschmeidigkeit, die die Jahre nicht getrübt haben. Der Motor hat dennoch einige willkommene Weiterentwicklungen erfahren: Assist-and-Slipper-Kupplung, drei Fahrmodi, Tempomat und Quickshifter als Option. Das Modell von 2003 bot nicht einmal serienmäßiges ABS. Zwanzig Jahre stiller Fortschritt.

Der stählerne Doppelschleifenrahmen, die nicht-invertierte Teleskopgabel mit 43 mm Durchmesser, die zwei seitlichen Showa-Dämpfer: Das alles duftet nach selbstbewusstem Klassizismus. Nissin-Vierkolbensättel beißen vorne in zwei 310-mm-Scheiben, eine 256-mm-Scheibe mit Zweikolbensattel regelt das Heck. Nichts Revolutionäres – eine robuste und berechenbare Bremsanlage. Das analoge Cockpit widersteht dem Digitalen fast vollständig, mit lediglich einem zentralen Display zur Anzeige der Daten aus der Bordelektronik. Volles LED-Licht und serienmäßige Heizgriffe runden eine für die Kategorie solide Ausstattung ab.

Was dieses Motorrad liebenswert macht, ist genau das, was es zu sein verweigert. In der Zeit, als die Yamaha XJR 1300, die Suzuki GSX 1400 und die Kawasaki ZRX 1200 das Segment der klassischen Großroadster unter sich aufteilten, behauptete die CB 1300 ihren Platz, ohne stilistisch dominieren zu wollen. Streetfighter setzten danach ihre kriegerische Ästhetik durch und ließen dieses Format altmodisch wirken. In Japan hielt Honda stand. Die Super Four endet heute und nimmt dabei etwas mit, das der aktuelle Markt kaum noch bietet: einen charakterstarken Roadster für den versierten Fahrer, der mechanische Dichte dem visuellen Spektakel vorzieht. Die Final Edition, in vier Versionen erhältlich – darunter die SP mit Öhlins-Federung und die verkleidete Super Bol d'Or – beschließt diese Geschichte mit Konsequenz. Keine Übertreibung, kein Aufsehen. Nur der letzte Ausdruck einer Philosophie, die kaum ein anderer Hersteller mit so viel Geduld so lange verteidigt hätte.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Prise USB
- Poignées chauffantes
- Contrôle de couple
- Embrayage anti-dribble
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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