Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1201 cc
- Leistung
- 67.1 ch @ 6000 tr/min (48.9 kW)
- Drehmoment
- 96.0 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.7:1
- Bohrung × Hub
- 88.9 x 96.8 mm (3.5 x 3.8 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electronic Sequential Port Fuel Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Dry sump
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Multi-plate with diaphragm spring in oil bath
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Twin shocks
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Dual-piston. Optional ABS.
- Hinterradbremse
- Single disc. Single-piston. Optional ABS.
- Vorderreifen
- 150/80-16
- Hinterreifen
- 150/80-B16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 710.00 mm
- Radstand
- 1495.00 mm
- Bodenfreiheit
- 110.00 mm
- Länge
- 2210.00 mm
- Tankinhalt
- 7.90 L
- Gewicht
- 257.00 kg
- Trockengewicht
- 247.00 kg
Übersicht
Stellen Sie sich vor, Sie stehen an der Theke einer Straßentaverne, die Hände auf einem Benzintank, der so klein wirkt, als wäre er für einen Tag, nicht für eine Reise konzipiert. Das ist das Versprechen der Harley-Davidson Sportster Forty-Eight, einer Maschine, die mehr das Herz als den Verstand anspricht. Mit ihrem "Peanut"-Tank von 7,9 Litern, einer Ästhetik, die direkt von 1948 inspiriert ist, und einer resolut urbanen Philosophie verspricht sie keine Reichweite, sondern Attitüde. Ihr 1201-ccm-Evolution-Motor, dieser V-Twin, der 67 Pferdestärken und 96 Nm Drehmoment liefert, ist nicht dazu da, Rekorde zu brechen, sondern ein rohes Gefühl, ein mit Geschichte beladenes Grollen zu vermitteln, das das Chassis ebenso wie den Fahrer zum Vibrieren bringt.

Im Vergleich zu ihrer kleineren Schwester, der Sportster 883, spielt die Forty-Eight in einer anderen Kategorie. Die Frage "3.3 welche ist die bessere?" findet hier eine klare Antwort: Wenn die 883 ein zugänglicheres Motorrad ist, perfekt für Anfänger, zielt die Forty-Eight mit ihrem größeren Motor, ihrer höheren Leistung und ihrer höheren Höchstgeschwindigkeit auf denjenigen ab, der bereits Charakter will, ohne zum "Big Block" zu greifen. Für groß gewachsene Personen ist ihre Fahrposition mit einem tief liegenden Lenker und einem Sitz bei 660 mm oft besser geeignet. Doch dieser Zuwachs an Kraft hat seinen Preis: Die Reichweite wird zu einem Schwachpunkt. Dieser Miniaturtank macht sie ehrlich gesagt weniger geeignet für lange Strecken, ein offensichtlicher Kompromiss für diesen reduzierten Bobber-Stil.
Auf dem Markt für Customs positioniert sie sich als aggressive und stilvolle Option, oft gesucht, wenn man an eine Harley-Davidson Sportster Forty-Eight zum Verkauf denkt. Ab 2014 hat sie an Reife gewonnen, mit serienmäßigem ABS und dem Smart-System, willkommenen Sicherheitsverbesserungen. Die Bremsanlage wurde mit einer 300-mm-Vorderbremsscheibe und effizienteren Bremssätteln überarbeitet, eine Notwendigkeit für dieses Gewicht von 260 kg vollgetankt. Aber im Wesentlichen bleibt ihr Look: ein allgegenwärtiges Schwarz auf dem Rahmen, den 16-Zoll-Speichenrädern, dem Motor, das im Kontrast zu den Chrome-Akzenten an den Zylinderköpfen steht. Sie ist dunkel, kompakt, mit einem gekürzten Vorderkotflügel und einem Solo-Sitz, der diese egoistische und radikale Silhouette vervollständigt.
Das Publikum? Urbane Menschen, die das Motorrad als Modeaccessoire betrachten, Fahrer, die das Gefühl über die Zahl stellen, diejenigen, die eine authentische Harley suchen, ohne sich in den größeren Modellen zu übernehmen. Mit einem Preis von rund 11590 € zum Zeitpunkt der Einführung positioniert sie sich als stilartiger Einstieg in die Welt der V-Twins. Die Version 2020 oder die Sonderausführung für 19.990 € setzen diese Logik fort. Es ist ein Motorrad, das man mit den Sinnen fährt: dem Klang, den Vibrationen, dem Bild. Sie wird nie das vielseitigste, schnellste oder komfortabelste sein, aber für diejenigen, die ihre Grenzen akzeptieren – und vor allem diesen lächerlich kleinen Tank – bietet sie eine Dosis reiner Motorrademotion, ohne Schnörkel. Eine Motorradmaschine mit Charakter, die so gesehen werden muss, wie sie ist: ein begehrenswertes Objekt, kein Reisewerkzeug.
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