Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1803 cc
- Leistung
- 96.0 ch (70.6 kW)
- Drehmoment
- 149.0 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2:1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 111.1 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electronic Sequential Port Fuel Injection (ESPFI)
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Mild steel, tubular frame; rectangular section backbone;
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Hydraulically actuated, 9-plate wet, with high performance spring
- Vorderradaufhängung
- 41.3 mm telescopic, chrome upper fork-slider covers
- Hinterradaufhängung
- Hidden, horizontal-mounted, coil-over
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 84 mm (3.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 130/70-18
- Hinterreifen
- 200/50-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 665.00 mm
- Radstand
- 1635.00 mm
- Bodenfreiheit
- 109.00 mm
- Länge
- 2490.00 mm
- Tankinhalt
- 19.70 L
- Gewicht
- 342.90 kg
- Trockengewicht
- 342.00 kg
- Neupreis
- 31 000 €
Übersicht
Kann eine Maschine wirklich zwei Seelen haben? Mit der FLSTSE CVO Softail Convertible von 2011 hat Harley-Davidson den kühnen Versuch unternommen, Grand Touring und reinen Custom in einem einzigen Chassis zu vereinen. Hier steht eine Maschine vor uns, die mit ihren 343 Kilogramm Gewicht, eine imposante Masse, die von vornherein ihren Straßencharakter ankündigt. Dennoch ist das Konzept verlockend: Dank eines kompakten Verkleidungsatzes und schnell abnehmbarer Ledersatteltaschen verwandelt sich die Maschine im Handumdrehen. In wenigen Minuten verwandelt sich das Touring-Schiff in einen schlanken Cruiser, mit einem Solo-Sitz, der den aufflammenden Lack und die Chromverkleidungen hervorhebt. Das ist das wahre Spiel dieser Softail, eine selbstbewusste Dualität, die es ihr ermöglicht, sich nicht auf eine einzige Rolle zu beschränken.

Unter dem Tank mit fast 20 Litern Fassungsvermögen schlägt der große V-Twin Twin Cam 110 mit 1802 cm³, eine Architektur, die die untrennbare Signatur von Milwaukee darstellt. Mit 96 Pferdestärken und einem Drehmoment von 149 Nm, das bei 3000 U/min verfügbar ist, geht es nicht um die Größenwahn der Rohwerte, sondern um die Beherrschung eines sanften und autoritären Antriebs, der für große Harleys typisch ist. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 170 km/h, was für die Autobahn ausreichend ist, aber vor allem bei entspannten Geschwindigkeiten entfaltet sich der Motor, begleitet von einem tiefen Klang, der zum Gesamtpaket gehört. Das Sechs-Gang-Getriebe und der Riemenantrieb sorgen für eine gewisse mechanische Gelassenheit. Für das Chassis bleibt Harley seiner Softail-Architektur treu, mit dieser versteckten Hinterradaufhängung, die diese so charakteristische Linie der Steifigkeit verleiht, obwohl das Papier nach Komfort aussagt, der nicht an eine Gold Wing oder eine Indian Chieftain herankommt.
Wo die CVO ihre Krallen zeigt, ist bei der Ausstattung und dem Finish. Die 2011er-Ausgabe bringt bemerkenswerte Verbesserungen mit sich, insbesondere bei der Armaturentafel mit einer neuen verchromten Tankkonsole und integrierten digitalen Anzeigen. Auch der Audiobereich wurde mit 89-mm-Lautsprechern und einem 20-Watt-Verstärker pro Kanal, betrieben von einem dedizierten iPod Nano, der in einer Schutzhülle untergebracht ist, aktualisiert. Das sind Details, Sorgfalt, aber auch das, was man von einer CVO-Ausgabe erwartet, dem High-End-Bereich der Marke. Die Lederverarbeitungen, insbesondere die Büffelledereinsätze an den Satteltaschen und dem Sitz, tragen zu dieser luxuriösen und gleichzeitig rohen Atmosphäre bei. Beim Bremsen bleibt man bei einer einfachen Scheibe vorne und hinten, eine Wahl, die angesichts des Kalibers dieses Motorrads leicht erscheinen mag und wahrscheinlich die Ästhetik über die reine Effizienz stellt.
Auf dem Lenker versteht man schnell die Zielgruppe: der Harley-Reisende, der keine Kompromisse beim Stil eingehen will. Die Position ist klassisch, der Sitz mit 665 mm Höhe ist erreichbar, aber das Gewicht macht sich bei niedrigen Geschwindigkeiten bemerkbar. Sie ist eindeutig nicht für dichten Stadtverkehr gemacht, ihr Element sind die offenen Straßen, die langen geraden Strecken, auf denen Drehmoment und relativer Komfort glänzen. Für einen Preis von rund 31.000 Euro damals kaufte man vor allem ein mechanisches Kunstwerk mit zwei Gesichtern, mehr als eine Hochleistungsmaschine. Im Vergleich zu einer Moto Guzzi California oder einer Honda Valkyrie spielt sie nicht im selben Bereich; sie verkauft eine Erfahrung, eine Identität und diese einzigartige Fähigkeit, die Persönlichkeit mit einer einfachen Handbewegung zu verändern. Das ist ihr größter Vorteil und vielleicht ihr einziges wahres Argument gegen oft vielseitigere und technisch fortschrittlichere Konkurrenten.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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