Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1832 cc
- Leistung
- 114.0 ch @ 5500 tr/min (83.8 kW)
- Drehmoment
- 165.7 Nm @ 4000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 74 x 71 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en aluminium
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique à assistance pneumatique Ø 45 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur + monobras
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 316 mm, étrier 3 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 734.00 mm
- Tankinhalt
- 23.20 L
- Gewicht
- 341.00 kg
- Neupreis
- 21 699 €
Übersicht
Stellen Sie sich vor, ein Honda-Ingenieur beschließt an einem Abend großer Inspiration, der Gold Wing die Verkleidung zu entreißen, die Koffer in einen Container zu werfen und das Ergebnis seinen Kollegen vorzulegen mit der Frage, was sie davon halten. Das ist in etwa die Geschichte der Valkyrie F6C, einem muskulösen Cruiser, der mit der Großtourismus-Philosophie des Hauses bricht und diese Entscheidung mit schöner Unverfrorenheit trägt.

Unter der extravaganten Hülle steckt der Boxersechszylinder mit 1832 cm³ der Gold Wing, in seinen Eingeweiden überarbeitet, um anders zu klingen. Eine spezifische Ansauganlage und asymmetrische Auspuffrohre – der linke Schalldämpfer bewusst voluminöser als der rechte – verleihen der Mechanik eine eigene Stimme, tief und körperlich. Die 114 PS liegen bei 5500 U/min an, was achtbar ist, ohne zu blenden, doch das Drehmoment macht den entscheidenden Unterschied: 165,7 Nm ab 4000 U/min. Bei einer Maschine dieser Größenordnung bedeutet diese Zahl einen unmittelbaren Schub im Rücken, ohne dass man die Drehzahl suchen müsste. Das Kardan-Fünfganggetriebe erledigt den Rest sauber, ohne Brutalität.
Hondas Arbeit beschränkte sich nicht darauf, die GL 1800 zu entkleiden. Der Doppelschleifer-Aluminiumrahmen wurde neu abgestimmt, um den 70 Kilogramm leichteren Wegfall der Verkleidung zu berücksichtigen, mit einer angepassten Massenverteilung von 49,9/50,1, weicheren Motorsilentblöcken und einem Nachlaufwinkel von 29,5 Grad, der die Lenkgeometrie erweitert. Das Vorderrad wächst auf 19 Zoll, die Sitzbank stabilisiert sich auf 734 mm Höhe, ein Kompromiss zwischen der klassischen GL und der F6B. Das Gesamtgewicht vollgetankt, 341 Kilogramm, bleibt stattlich, doch die Valkyrie liegt deutlich unter ihrer Muttermaschine. Die Bremsanlage folgt der Logik: zwei vordere 310-mm-Scheiben mit radialen Vierkolben-Bremssätteln, eine hintere 316-mm-Scheibe, ABS serienmäßig. Ein ernstes Paket für eine Maschine, die keinerlei Lust hat, in der Stadt unkontrollierbar zu werden.
Denn genau dort spielt diese Honda einen guten Teil ihrer Karten aus. Das anvisierte Publikum ist nicht der Vielfahrer, der seine Sommer auf Alpenstraßen mit GPS und vollgepackten Koffern verbringt. Die Valkyrie richtet sich an denjenigen, der einen glaubwürdigen europäischen Cruiser will, mit echter Mechanik hinter dem Muskelshow, der die Stadt bewältigen kann, ohne ins Schwitzen zu geraten, und die Autobahn ohne zu leiden. Zu 21.699 Euro positioniert sie sich oberhalb einer Indian Scout oder einer Ducati Diavel erster Generation, aber unterhalb dessen, was eine gut ausgestattete Harley-Davidson Fat Bob kostet. Das Verhältnis Hubraum/Preis bleibt vertretbar, wenn man weiß, was dieser Motor in sich birgt.
Was bremsen kann, ist genau das visuelle Übermaß. Die Valkyrie fällt auf, und das ist nicht jedermanns Sache. Manche werden darin eine gelungene Provokation sehen, andere eine zwecklose Überschwänglichkeit. Doch Honda hatte die Intelligenz, die Mechanik nicht auf dem Altar des Stils zu opfern: die 45-mm-Teleskopgabel mit Luftunterstützung und das Monoamortiseur-Einheitspaket mit einseitig geführtem Hinterrad antworten ernsthaft. Mit 23,2 Litern Tankinhalt und einem für den Hubraum vernünftigen Verbrauch bleibt die Reichweite handhabbar. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h überrascht niemanden: Das ist keine Sportmaschine, das ist ein Cruiser, der sich respektiert. Ein Cruiser mit einem Boxersechszylinder, was bereits mehr als genug ist, um sich von der Masse abzuheben.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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