Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1923 cc
- Leistung
- 105.0 ch @ 5020 tr/min (77.2 kW)
- Drehmoment
- 167.7 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 103,5 x 114,3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 112 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 110/90-19
- Vorderreifendruck
- 2.21 bar
- Hinterreifen
- 180/70-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 720.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 331.00 kg
- Trockengewicht
- 319.00 kg
- Neupreis
- 29 990 €
Übersicht
Was treibt Harley-Davidson dazu, die eigenen Geister wieder auferstehen zu lassen? Die Antwort liegt in der Icons-Reihe, jenen limitierten Serien, die im historischen Katalog von Milwaukee stöbern, um prägende Silhouetten neu zu interpretieren. Nach einem vielbeachteten ersten Streich ist nun der Low Rider ST an der Reihe, auf der Werkbank zur FXRST El Diablo zu werden – einer Maschine, die ihr vulkanisches Temperament bis in den Namen hinein trägt. In einer Auflage von nur 1500 nummerierten Exemplaren gefertigt, richtet sie sich an Sammler ebenso wie an Fahrer, vorausgesetzt man hat 29 990 Euro auf den Tresen zu legen.

Die Verwandtschaft springt beim ersten Blick ins Auge. Die Halbverkleidung mit ihrem kantigen Zuschnitt ist eine direkte Anspielung auf die FXRT von 1983, die erste FX, die die Bezeichnung Sport Glide einführte. Doch es ist vor allem die Lackierung, die den Betrachter innehalten lässt. Die Farbtöne in tiefem Rot und Bordeaux, veredelt mit goldenen Reflexen, werden von den Lackierern der Gunslinger-Werkstatt von Hand aufgetragen, in einem Mehrschichtverfahren, das den CVO-Finishs in nichts nachsteht. Das Ergebnis hebt sich radikal von den dunklen und konventionellen Farben des Serien-Low Rider ST ab. Der Teufel zeigt sich überall, Hörner und Schwanz ins Hauslogo integriert, ohne die geringste Zurückhaltung. Man liebt es oder man hasst es, aber Gleichgültigkeit ist unmöglich.
Unter diesem feurigen Kleid schlägt der Milwaukee-Eight 117, ein V-Twin mit 45 Grad Zylinderwinkel und 1923 cm3 Hubraum. Vier Ventile pro Zylinder, eine Bohrung von 103,5 mm bei einem Hub von 114,3 mm und ein Verdichtungsverhältnis von 10,2:1. Die Zahlen sprechen für sich. 105 PS bei 5020 U/min – das ist anständig, ohne berauschend zu sein, doch das Drehmoment ändert alles. 167,7 Nm, die bereits bei 3500 Touren anliegen – das ist die Signatur dieser Mechanik. Der amerikanische Twin verlangt nie, dass man ihn antreibt. Er schiebt kräftig, von unten heraus, mit einer satten Geschmeidigkeit, die am Asphalt klebt. Der serienmäßig verbaute Heavy-Breather-Luftfilter trägt zur großzügigen Gemischbildung des Motors bei und stellt ungeniert die Dimension der Mechanik zur Schau, die er versorgt. Im Vergleich zu einer Indian Challenger oder einer BMW R 18 ist die Positionierung eine andere. Harley sucht weder Sportlichkeit noch technische Raffinesse. Die Marke verkauft ein rohes Sinneserlebnis, ein Traktor-Drehmoment, eingehüllt in amerikanische Kultur.
Das Softail-Fahrwerk mit seinem Doppelschleifen-Stahlrahmen und dem unter der Sitzbank verborgenen Monofederbein steckt die 331 kg fahrfertig mit relativer Gelassenheit weg. Die 43-mm-Upside-down-Gabel bietet 130 mm Federweg, was für entspanntes Straßencruising ausreichend bleibt. Der niedrige Sitz auf 720 mm beruhigt kleinere Staturen, schränkt aber den Komfort auf langen Strecken ein. Die Bremsanlage mit zwei 300-mm-Scheiben vorn, gegriffen von Vierkolben-Sätteln, erweist sich als ausreichend, ohne jemals ein Gefühl von außergewöhnlichem Biss zu vermitteln. Man sitzt auf einer Maschine, die dafür gedacht ist, Meilen zu fressen, nicht um enge Kurvenkombinationen anzugreifen.
Bei der Ausstattung unterscheidet sich die El Diablo vom Standard-Low Rider ST durch die serienmäßige Integration eines Rockford-Fosgate-Audiosystems. Der 250-Watt-Verstärker speist 133-mm-Lautsprecher, das Ganze gesteuert von einem DSP-Prozessor und einem Sieben-Band-Equalizer. Die Lautstärke passt sich automatisch der Geschwindigkeit an, und die Bluetooth-Verbindung ermöglicht kabelloses Streaming der eigenen Playlist. Die Seitenkoffer mit 54 Litern Fassungsvermögen vervollständigen das Bild und positionieren diese FXRST irgendwo zwischen reinem Bagger und entspanntem Tourer. Der 18,9-Liter-Tank erzwingt regelmäßige Stopps – der einzige echte Schwachpunkt für alle, die große Touren ins Auge fassen. Mit ihrem Riemenantrieb und dem Sechsganggetriebe bleibt die El Diablo der Harley-Philosophie treu. Keine mechanische Revolution, aber ein selbstbewusstes Objekt der Begierde, geschaffen für Liebhaber amerikanischer Custom-Kultur, die mit dem Teufel fahren wollen, ohne Angst, sich zu verbrennen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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