Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 103.0 ch @ 5020 tr/min (75.8 kW) → 102.0 ch @ 5020 tr/min (75.0 kW)
- Drehmoment
- 168.0 Nm @ 3000 tr/min → 167.7 Nm @ 3500 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 10.3 : 1 → 10.2 : 1
- Starter
- électrique → —
- Sitztyp
- Selle biplaces → —
- Gewicht
- 309.00 kg → 310.00 kg
- Trockengewicht
- — → 296.00 kg
- Neupreis
- 28 290 € → 28 790 €
Motor
- Hubraum
- 1923 cc
- Leistung
- 102.0 ch @ 5020 tr/min (75.0 kW)
- Drehmoment
- 167.7 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 103,5 x 114.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche telescopique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 43 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-21
- Hinterreifen
- 240/40-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 665.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 310.00 kg
- Trockengewicht
- 296.00 kg
- Neupreis
- 28 790 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Softail FXSB von 2013, diesen Asphalt-Dragster, der in den CVO-Werkstätten geboren wurde, bevor er ins Standardprogramm aufgenommen wurde? Zehn Jahre später legt Milwaukee mit einem Breakout FXBR Jahrgang 2023 nach, der endlich wieder den Biss zurückgewinnt, den die Versionen 107 und 114 etwas abgestumpft hatten. Das Geheimnis steckt in drei Ziffern: 117 Cubic Inches unter der Haube, also 1923 cm3 V-Twin mit 45 Grad Zylinderwinkel, bereit, die Halswirbel durchzuschütteln. Mit 102 PS bei 5020 U/min und vor allem 167,7 Nm Drehmoment, die bereits ab 3500 U/min anliegen, kennt dieser Milwaukee Eight mit vier Ventilen pro Zylinder keine Zurückhaltung. Er schickt seine geballte Kraft direkt in einen 240-mm-Hinterreifen, der den einer Diavel wie einen Rennrad-Schlauchreifen aussehen lässt.

Der Breakout hat schon immer gespalten. Auf der einen Seite diejenigen, die über die kümmerliche Bodenfreiheit schimpfen und über ein Kurvenverhalten, bei dem das 21-Zoll-Vorderrad ein Eigenleben zu führen scheint, abgekoppelt vom Heck. Auf der anderen Seite jene, die den Deal akzeptieren und sich gerade an diesem so eigenwilligen Fahrverhalten erfreuen. Auf einem Sattel in 665 mm Höhe platziert, die Stiefel weit nach vorn gestreckt, die Arme ausgebreitet an einem verbreiterten Lenker aus poliertem Edelstahl – man pilotiert diese Softail nicht. Man reitet sie. Der Vergleich mit einer Fat Bob oder selbst einer Indian Chief Dark Horse endet bei der Kategorie „Custom": Hier haben wir es mit einer reinen Stilübung zu tun, einem urbanen Dragster, der zu seinen radikalen Entscheidungen steht. Die 310 kg fahrfertig lassen sich nicht vergessen, doch das massive Drehmoment des 117ers kompensiert beim Beschleunigen, was das Stahl-Doppelschleifen-Rahmen an Agilität einbüßt.
Was die Optik betrifft, korrigiert die Version 2023 den Kurs gegenüber dem vorherigen Design, das als zu gefällig empfunden wurde. Der 18,9-Liter-Tank erhält eine stärker skulptierte Form, die der Silhouette mehr Muskeln verleiht. Chrom kehrt in großem Stil zurück – an den Seitenabdeckungen, dem hinteren Schutzblech, der Gabelbrücke, den Schalldämpfern und bis zum Motorblock selbst. Der Heavy-Breather-Luftfilter mit seinem sichtbaren Gitter fügt eine willkommene Note von Brutalität hinzu. Die Aluminium-Felgen mit 26 Speichen setzen auf Eleganz, beinahe wie Drahtspeichenräder, und halten dabei den Belastungen dieses außergewöhnlichen Formats stand. Das auf die linke Seite versetzte Nummernschild gibt den Blick auf den gewaltigen Hinterreifen frei – ein Detail, das Puristen zu schätzen wissen, ohne den Zubehörkatalog bemühen zu müssen.

Die Federung bleibt die eingestandene Schwachstelle des Konzepts. Die 49-mm-Telegabel bietet vorn einen ordentlichen Federweg von 130 mm, doch der unter dem Sattel versteckte Mono-Stoßdämpfer begnügt sich mit 43 mm. Auf schlechter Straße meldet sich jedes Schlagloch direkt an der Wirbelsäule. Die Bremsanlage mit einer einzelnen 300-mm-Scheibe vorn und einer 292-mm-Scheibe hinten erledigt ihre Arbeit ohne Begeisterung. Eine serienmäßige Traktionskontrolle fehlt ebenfalls – die muss als Option angekreuzt werden. Für eine Maschine zu knapp 28.790 Euro ist das etwas knauserig. Zumal eine Fat Boy 114, weniger extrem, aber vielseitiger, spürbar günstiger startet.

Der Breakout 117 richtet sich weder an Anfänger noch an Motorradfahrer auf der Suche nach Vielseitigkeit auf der Straße. Es ist ein Motorrad der Überzeugung, zugeschnitten auf Liebhaber radikaler Customs, die bei jedem Start Spektakel wollen und bereit sind, sich mit einem kompromisslosen Temperament zu arrangieren. Mit dieser Rückbesinnung auf ästhetische Wurzeln und dieser Mechanik von 1923 cm3 bietet Harley-Davidson ein Gefährt, das in der gesamten Modellpalette seinesgleichen sucht. Der Eintrittspreis ist gesalzen, der Komfort spartanisch, die Reichweite begrenzt. Doch wenn der V-Twin an der roten Ampel grollt und der Hinterreifen den Asphalt in den Boden drückt, versteht man, warum diese Maschine weiterhin fasziniert.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Jantes aluminium
- Démarrage sans clé
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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