Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 90.0 ch @ 5020 tr/min (66.2 kW)
- Drehmoment
- 163.8 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 49 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/70-18
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 740.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 416.00 kg
- Trockengewicht
- 399.00 kg
- Neupreis
- 31 110 €
Übersicht
Stellen Sie sich einen Ozeandampfer von 416 kg vollgetankt vor, herausgeputzt wie ein Chesterfield-Salon auf Rädern, fähig, Tausende von Kilometern abzuspulen, ohne um Gnade zu bitten. Das ist das Programm dieser Ultra Limited FLHTK Baujahr 2020, die in der Hierarchie der großen Tourer aus Milwaukee direkt unter der CVO-Baureihe thront. Ihre Rolle? Amerikanischen, europäischen oder australischen Asphalt mit derselben Lässigkeit zu verschlingen, egal welche Distanz der Kilometerzähler anzeigt.

Unter der Batwing-Lenkerverkleidung grollt der Milwaukee Eight 114, ein 45°-V-Twin mit 1868 cm³, der einen klaren Bruch mit dem Twin Cam markiert. Vier Ventile pro Zylinder, Doppelzündung, teilweise Flüssigkeitskühlung an den Köpfen, eine Ausgleichswelle, die 75 % der Vibrationen im Leerlauf schluckt – das Rezept ist endlich eines selbstbewussten einundzwanzigsten Jahrhunderts würdig. Die Zahlen? 90 PS bei 5020 U/min, wir sind nicht bei BMW mit der K 1600 GTL und ihren 160 PS, doch das Drehmoment erzählt die wahre Geschichte: 163,8 Nm bei 3000 U/min, ein trägen Bären gleichender Schub, der manche Sportmaschinen im mittleren Drehzahlbereich blamiert. Das Sechsganggetriebe und der Riemenantrieb erledigen den Rest, in einer wohltuenden mechanischen Stille. Angegebene Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, was auf einer geschwindigkeitsbegrenzten Autobahn völlig ausreicht.
Das Fahrwerk bleibt dem doppelten Stahlrohr-Schleifenrahmen treu, mit einer 49-mm-Teleskopgabel von Showa und zwei seitlichen, per Rändelrad einstellbaren Emulsions-Stoßdämpfern. Die Federwege bleiben bescheiden, 117 mm vorn und 76 mm hinten, logischer Tribut an die Sitzhöhe von 740 mm. Bremsen per 300-mm-Doppelscheibe vorn und 300-mm-Einzelscheibe hinten, gezwickt von Vierkolbensätteln, unterstützt vom gesamten Arsenal der 2020 eingeführten Reflex Defensive Rider Systems. Traktionskontrolle mit zwei Modi, Anti-Hopping C-DSCS, Vehicle Hold Control für Berganfahrten, TPMS, Kurven-ABS, schräglagenabhängige Verbundbremse – die Limited holt ihren elektronischen Rückstand mit einem einzigen Sprung auf. Die Puristen werden murren, doch das Deaktivieren des C-TCS genügt, um das rohe Gefühl zurückzugewinnen, und bei glitschigem Regen behält man lieber die Schutzengel aktiv.
An Bord erhält der Sozius eine um 2,5 cm verbreiterte Sitzbank, eine nachgeschnittene Rückenlehne und angepasste Armlehnen – genug, um denjenigen, der hinten aufsteigt, die 416 kg vergessen zu lassen. Der Fahrer genießt ein 6,5-Zoll-TFT-Farbdisplay Boom Box GTS mit Apple CarPlay, vier 25-W-Lautsprechern, Heizgriffen, Tempomat und H-D-Connect-Service, der per Smartphone vor dem geringsten Stoß oder Diebstahlversuch warnt. Der zentrale Lufteinlass unter der Windschutzscheibe, Resultat von 3000 Windkanalversuchen, beruhigt die Turbulenzen rund um den Helm – ein Detail, das Langstreckenfahrer nach acht Stunden im Sattel zu schätzen wissen. 22,7-Liter-Tank, komfortable Reichweite, Tour-Pak-Gepäcksystem und abschließbare One-Touch-Koffer vervollständigen die Gleichung.

Bleibt der Preis: 31.110 Euro, ein Tarif, der diese Harley der Honda Gold Wing Tour DCT und der Indian Roadmaster gegenüberstellt, ihren natürlichen Rivalinnen. Die Japanerin ist moderner, dynamischer, auf dem Papier technisch überlegen. Die Amerikanerin aus Spirit Lake spielt dieselbe Partitur mit einem noch drehmomentstärkeren Thunderstroke 116. Doch keine liefert diese besondere Mischung aus verchromter Patina, V-Twin-Bumm-Bumm und Salon-Ergonomie. Für den bekennenden Cruiser, der Zeitzonen durchqueren will, ohne seine Identität zu verleugnen, bleibt die FLHTK ein stimmiges Angebot. Wer ein geschärftes Fahrwerk sucht, wird weiterziehen, die anderen werden den Scheck ohne Bedauern unterschreiben.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS combined as standard
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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