Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1801 cc
- Leistung
- 97.0 ch @ 5250 tr/min (71.3 kW)
- Drehmoment
- 154.9 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche telescopique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 54 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 160/70-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 685.00 mm
- Tankinhalt
- 17.80 L
- Gewicht
- 305.00 kg
- Trockengewicht
- 293.00 kg
- Neupreis
- 19 950 €
Übersicht
Was treibt Harley-Davidson dazu, einem Serien-Custom ein CVO-Herz einzupflanzen? Die Antwort lässt sich in drei Buchstaben zusammenfassen: Low Rider S. Vor vier Jahrzehnten geboren, hat die Low-Rider-Linie innerhalb der Dyna-Familie stets ein aufsässiges Temperament gepflegt. Mit dieser S-Version des Jahrgangs 2017 dreht Milwaukee den Regler weiter auf und bietet Bikern, die die finanzielle Schwelle der CVO-Modelle nicht überschreiten wollen, Zugang zum berühmten Twin Cam 110 Screamin' Eagle. Ein V-Twin mit 1801 cm3 Hubraum, der den Charakter der Maschine grundlegend verändert.

Vergessen Sie die Pferdestärken, das ist nicht die bevorzugte Spielwiese dieses Triebwerks. Die 97 PS bei 5250 U/min sind fast nebensächlich. Was hier zählt, ist das Drehmoment: 154,9 Nm, die bereits bei 3500 U/min anliegen. Das sind 23 % mehr als beim 103 ci des Standard-Low Rider, und das spürt man bei jedem Gasaufziehen. Der V-Twin schüttelt den Stahlrohrrahmen mit einem unregelmäßigen, fast animalischen Takt durch, diktiert von seiner Kurbelwelle mit Einzelhubzapfen. Jede Zündung lässt die Wirbelsäule vibrieren. Man liebt es oder man hasst es, aber niemand bleibt gleichgültig. Wo eine Indian Scout auf die Karte moderner Finesse setzt, antwortet der Low Rider S mit unverhohlener Brutalität.
Ganz in Schwarz gehüllt, zeigt das Biest eine kompromisslose Ästhetik. Solositzbank, gekürzter hinterer Schutzblech, Drag-Bar-Lenker, der einen nach vorne beugt: Diese Harley will keinen Beifahrer und macht keinen Hehl daraus. Die Magnum-Gold-Felgen setzen mit ihrer Magnesium-Optik einen Akzent und erinnern an Rennwagen einer vergangenen Ära. Der großzügige Luftfilter thront stolz an der Flanke des Motors, ausgestellt wie ein Galeriestück, und die doppelte Auspuffanlage entlehnt ihren Stil der Fat Bob. Bei 685 mm Sitzhöhe bleibt der Sitz zugänglich, was die 305 kg fahrfertig teilweise kompensiert. Machen wir uns nichts vor: Diesen Koloss bei niedriger Geschwindigkeit durch ein Parkhaus zu manövrieren, erfordert Entschlossenheit.
Was das Fahrwerk betrifft, hat Harley mit Premium-Ride-Federung Aufwand betrieben: eine 49-mm-Telegabel mit 130 mm Federweg und zwei seitliche Stoßdämpfer. Das Wort „Aufwand" bleibt relativ, da Letztere nur 54 mm Hub bieten. Auf kurvenreicher Strecke behält der Stahlrohrrahmen seine Fassung, solange man von ihm nicht verlangt, den Sportler zu spielen. Die Bremsanlage überzeugt mehr: eine Doppelscheibe mit 300 mm und Vierkolben-Bremssätteln vorne sowie eine 292-mm-Scheibe hinten, das Ganze unterstützt durch ABS. Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe verrichten ihre Arbeit unauffällig. Ein serienmäßiger Tempomat erlaubt es sogar, lange Asphaltbänder ohne Handkrampf ins Auge zu fassen.
Bei 19 950 Euro ist die Rechnung gesalzen – rund 3 000 Euro mehr als beim klassischen Low Rider. Das ist der Preis für den Twin Cam 110 und die spezifische Ausstattung. Im Harley-Katalog reiht sich der Low Rider S neben Fat Boy S und Slim S ein und bildet ein Trio muskulöser Customs, die dasselbe Publikum ansprechen: erfahrene Fahrer, verliebt in niedriges Drehmoment, die ein radikales Motorrad suchen, um allein, schnell und laut zu fahren. Der 17,8-Liter-Tank begrenzt die Etappen zwischen zwei Tankstellen, aber mit einer auf 170 km/h begrenzten Höchstgeschwindigkeit ist dies keine Maschine, die für endloses Autobahnfressen gebaut wurde. Der Low Rider S ist eine Charaktermaschine, konzipiert für puren Fahrspaß auf Landstraßen. Nicht die vielseitigste, nicht die leichteste, aber eine der viszeralsten im Milwaukee-Katalog.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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