Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1801 cc
- Leistung
- 97.0 ch @ 5250 tr/min (71.3 kW)
- Drehmoment
- 154.9 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche telescopique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 54 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 160/70-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 685.00 mm
- Tankinhalt
- 17.80 L
- Gewicht
- 305.00 kg
- Trockengewicht
- 293.00 kg
- Neupreis
- 19 290 €
Übersicht
Vierzig Jahre, dass der Low Rider seine Spur im Harley-Davidson-Katalog zieht. Vierzig Jahre abgespeckter Custom, zugeschnitten auf jene, die Charakter dem Schnörkel vorziehen. Mit der FXDLS-Variante von 2016 dreht Milwaukee die Stellschraube eine Stufe weiter, indem unter dem Tank der größte V-Twin eingepflanzt wird: der Twin Cam 110, 1801 cm³ amerikanisches Gusseisen. Hier geht es nicht mehr um ein simples Facelift, sondern um eine Maschine, die ihre muskulösen Ambitionen voll und ganz auslebt.

Das wahre Argument des Low Rider S liest man nicht an der Leistungsangabe ab, auch wenn 97 PS bei 5250 U/min für einen 305 kg schweren Custom vollgetankt durchaus respektabel bleiben. Was den Unterschied macht, ist das Drehmoment. 154,9 Nm, die bereits ab 3500 U/min anliegen – ein Sprung von knapp einem Viertel gegenüber dem 1690 cm³ des klassischen Low Rider. Bei jedem Gasaufdrehen schüttelt der V-Twin den Stahlrohrrahmen mit diesem unregelmäßigen 45-Grad-Takt durch, den nur Harley hervorbringen kann. Die Kurbelwelle mit Einzelhubzapfen wühlt die Luft auf, die Vibrationen steigen in die Griffe hoch, und der Fahrer begreift schnell, dass er kein Motorrad fährt: Er verhandelt mit ihm. Das Sechsganggetriebe und der Riemenantrieb stecken das Ganze klaglos weg.
Optisch hält sich diese S-Version nicht mit Feinheiten auf. Komplett schwarzes Kleid, Magnum-Gold-Felgen, die an die Magnesiumlegierungen der Rennwagen aus den Sechzigern erinnern, gekürzter hinterer Kotflügel, Einzelsitzbank. Die Botschaft ist klar: kein Sozius, kein Kompromiss. Der Drag-Bar-Lenker beugt den Fahrer nach vorne und verleiht dem Ganzen eine aggressive Haltung, die die Sitzhöhe von 685 mm noch verstärkt. Der überdimensionierte Luftfilter thront stolz an der rechten Motorseite und versorgt die 1801 cm³ mit dem Appetit, den sie verdienen. Die Doppelauspuffanlage im Fat-Bob-Stil entlässt ein dumpfes Grollen, das keinen Zweifel am Hubraum lässt.
Auf der Fahrwerksseite hat Harley mit den Premium-Ride-Federungselementen eine bemerkenswerte Anstrengung unternommen: 49-mm-Telegabel mit 130 mm Federweg vorne, zwei seitliche Stoßdämpfer hinten. Der hintere Federweg bleibt auf 54 mm begrenzt, was die Bestimmung für glatten Asphalt verrät. Die Bremsanlage stützt sich auf ein ABS-System mit doppelter 300-mm-Bremsscheibe, die vorne von Vierkolben-Bremssätteln gepackt wird, und einer 292-mm-Scheibe mit Zweikolben-Sattel hinten. Für eine Maschine dieses Kalibers ist das eine solide Ausstattung, die bei beherzten Bremsmanövern Vertrauen einflößt. Der serienmäßige Tempomat erinnert daran, dass dieser Low Rider auch Landstraßenkilometer fressen kann, ohne seinen Besitzer zu ermüden – trotz eines Tanks von nur 17,8 Litern, der regelmäßige Stopps an der Zapfsäule erzwingt.
Bei 19 290 Euro verlangt der Low Rider S rund 3000 Euro mehr als die Standardversion. Das ist der Preis für den Twin Cam 110, das überarbeitete Fahrwerk und die spezifische Ausstattung. Gegenüber dem Fat Boy S und dem Slim S, die die Baureihe vervollständigen, hebt er sich durch sein nervöseres Temperament und seine puristische Linie ab. In der Custom-Landschaft rivalisiert er mit den großen Indian Chief oder den damaligen Victory Gunner, aber mit einem Trumpf, den die Konkurrenz nur schwer nachbilden kann: diese rohe, fast archaische mechanische Signatur, die das Salz in der Suppe der Harley-Davidson ausmacht. Der Low Rider S richtet sich an erfahrene Motorradfahrer, die Charakter wollen, ohne den Umweg über die CVO-Reihe und deren stratosphärische Preise nehmen zu müssen. Ein Raubein im schwarzen Anzug, zugeschnitten auf Geraden und Seitenblicke an roten Ampeln.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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