Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1262 cc
- Leistung
- 162.0 ch @ 9500 tr/min (119.2 kW)
- Drehmoment
- 129.4 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 106 x 71.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 56 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 48 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 240/45-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 246.00 kg
- Trockengewicht
- 220.00 kg
- Neupreis
- 34 990 €
Übersicht
Stellen Sie sich zwei Nachbarn aus der Poebene vor, kaum zwanzig Kilometer voneinander entfernt, die eines schönen Morgens beschließen, ihre jeweilige DNA auf zwei Rädern zu verschmelzen. Auf der einen Seite Ducati, auf der anderen Lamborghini, beide unter dem gemeinsamen Dach des Volkswagen-Konzerns. Das Ergebnis dieser Verbindung trägt einen Namen, der es in sich hat: Diavel 1260 S Lamborghini, Jahrgang 2021. Eine streng auf 630 Exemplare limitierte Serie, die das Werk in Borgo Panigale mit der festen Absicht verlässt, jeden Parkplatz in einen Automobilsalon zu verwandeln. Es ist nicht das erste Mal, dass die Diavel mit der Automobilwelt liebäugelt, denn sie hatte bereits an der Seite von AMG den Verführer gespielt. Doch hier geht der Ansatz weiter. Das Motorrad begnügt sich nicht damit, ein Badge zu entleihen, es schlüpft in die Haut der Siàn FKP 37, jenes Hybrid-Hypercars, von dem nur 63 Exemplare das Licht der Welt erblicken werden. Die Zahl 63 taucht übrigens auch auf der Ducati auf, als Anspielung auf das Gründungsjahr der Automobilsparte von Sant'Agata – Ferruccio hatte zunächst mit Traktoren ein Vermögen gemacht, bevor er die GT-Hersteller herausforderte.

Was das Design betrifft, hat Ducati keine halben Sachen gemacht. Die Lackierung in Gea Green kleidet die Verkleidungsteile, während Electrum Gold den Gitterrohrrahmen, die geschmiedeten Felgen mit dem von der Siàn übernommenen Design, einen Sitzeinsatz und die Verkleidungsunterseite ziert. Die Brembo-M50-Bremssättel tragen ein leuchtendes Rot, die Auspuffanlage wird von einer Y-förmig geschnittenen Carbonverkleidung geschmückt – grafische Signatur von Lambo. Lufteinlässe, Kühlerverkleidungen, Motorschutz, Schutzbleche, Tankabdeckung, Soziusabdeckung, Scheinwerfereinfassung und Cockpitblende – alles in Carbon. Der Stier thront auf dem Tank und erscheint zusammen mit dem Ducati-Wappen auf dem 3,5-Zoll-TFT-Display, sobald die Zündung eingeschaltet wird. Das Gesamtbild strahlt eine Verarbeitungsqualität aus, die den Preis von 34.990 Euro zum Teil rechtfertigt – fünfzigmal weniger als die Siàn, was die Rechnung ein wenig relativiert.
Doch wie viele PS stecken unter dem Supercar-Kleid der Ducati Diavel 1260 S Lamborghini? Der L-Twin mit 1262 cm³ Hubraum und variabler Ventilsteuerung liefert 162 PS bei 9.500 U/min und 129,4 Nm Drehmoment bei 7.500 U/min. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13:1, einer Bohrung von 106 mm und einem Hub von 71,5 mm treibt dieser hochgezüchtete Twin die Maschine auf eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Die 246 kg fahrfertig bleiben für einen muskulösen Cruiser mit einem 240-mm-Hinterreifen vertretbar – fast so breit wie ein Vorderreifen eines Lamborghini. Das Fahrwerk wird dem geforderten Preis gerecht: voll einstellbare 48-mm-Öhlins-Upside-down-Gabel, Öhlins-Monofederbein hinten, doppelte 320-mm-Brembo-Scheiben mit Radialaufnahme vorn. Die Sitzhöhe von 780 mm und der 17-Liter-Tank erlauben mehr als nur einen kurzen Abstecher zum Café um die Ecke.
Die Bordelektronik würde so manche reinrassige Sportmaschine vor Neid erblassen lassen. Sechs-Achsen-Inertialsensorik, Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Anti-Wheelie, Launch Control, Quickshifter, Fahr- und Leistungsmodi, Tempomat, schlüsselloses Startsystem, Voll-LED-Beleuchtung mit Tagfahrsignatur, hintergrundbeleuchtete Lenkerschalter und Multimediasystem. Die Diavel Lamborghini spart an nichts. Ducati bietet sogar einen zur Lackierung passenden Jethelm als Zubehör an, gegen Aufpreis.
Diese Diavel richtet sich ebenso an den Sammler wie an den Motorradfahrer. An jenen, der ein seltenes Objekt bewegen will, das zu ernsthaften Fahrleistungen fähig ist und an jeder Tankstelle garantierte Anziehungskraft entfaltet. Gegenüber einer Triumph Rocket 3 oder einer BMW R 18 spielt sie eine radikal andere Karte aus: weniger rohes Drehmoment, dafür aber ein sportliches Temperament, ein messerscharfes Chassis und das Prestige einer limitierten Serie, das ihr niemand streitig machen kann. Der Preis sticht, die Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt ist nahezu null, und der Ducati-Unterhalt wird keine Geschenke machen. Doch wenn man dieser grün-goldenen Silhouette unvermittelt gegenübersteht, begreift man, dass Vernunft nie Teil des Lastenhefts war.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!