Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 849 cc
- Leistung
- 140.0 ch @ 10500 tr/min (103.0 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 9750 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 94 x 61.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 60 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 127 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Trockengewicht
- 168.00 kg
- Neupreis
- 13 750 €
Übersicht
Kennen Sie dieses Gefühl, wenn ein Hersteller Ihnen exakt dieselbe Maschine reicht, nur diesmal für eine Beerdigung eingekleidet? Das ist die Wette der Ducati 848 EVO Dark Jahrgang 2012. Nehmen Sie die 848 EVO, streichen Sie die knallroten Lackierungen, tauchen Sie alles in Mattschwarz, ziehen Sie 750 Euro von der Rechnung ab, und Sie erhalten eine italienische Sportlerin, die auf Understatement setzt. Eine seltene Übung bei Ducati, einer Marke, die das Extravagante sonst als Lebenskunst pflegt.

Unter diesem dunklen Kleid bleibt die Technik identisch, und das ist auch gut so. Der L-Twin mit 90° Zylinderwinkel und 849 cm³ spuckt seine 140 PS bei 10.500 U/min aus, bei einem Drehmoment von 98 Nm, das bei 9.750 U/min anliegt. Zahlen, die sie eine Stufe unter der 1098 in Sachen reiner Pferdestärken einordnen, aber locker ausreichen, um die 168 kg Trockengewicht auf eine angegebene Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h zu treiben. Das Verdichtungsverhältnis von 13,2:1 und die überquadratischen Bohrung-Hub-Maße (94 x 61,2 mm) verraten einen Motor, der mit ungezügeltem Appetit in hohe Drehzahlen klettern will. Im Vergleich dazu spielte die Triumph Daytona 675 derselben Ära in einer kleineren Hubraumklasse mit einem zahmeren Dreizylinder, während die Honda CBR1000RR mehr Leistung bot, aber auch deutlich mehr Gewicht auf die Waage brachte. Die 848 EVO siedelt sich genau dazwischen an, mit diesem typischen Desmo-Charakter, der jede Beschleunigung zu einem akustischen und viszeralen Erlebnis macht.
Der Gitterrohrrahmen aus Stahl, Markenzeichen aus Bologna, nimmt eine 43-mm-Upside-Down-Gabel und ein Zentralfederbein auf, die jeweils 127 und 120 mm Federweg bieten. Straff, präzise, auf die Rennstrecke kalibriert, ohne den Straßenbetrieb unmöglich zu machen. Die radial verschraubte Brembo-Bremsanlage mit zwei 320-mm-Scheiben vorne, bestückt mit Vierkolben-Sätteln, flößt sofort Vertrauen ein. In diesem Punkt spart Ducati nie, und die 848 EVO Dark erbt die gleiche Ausstattung wie ihre farbige Zwillingsschwester. Die Bereifung in 120/70-17 und 180/55-17 entspricht dem sportlichen Standard der Epoche und ist mit so ziemlich allem kompatibel, was an Racing-Gummis aufgezogen werden kann.
Bleibt die Preisfrage. Für 13.750 Euro im Jahr 2012, also 750 Euro weniger als die Standardversion, stellte die Dark eine Eintrittskarte in die Superbike-Welt von Ducati dar, ohne ein einziges technisches Bauteil zu opfern. Der Preisunterschied deckte kaum zwei Sätze Sportreifen ab, machte die Anschaffung aber leichter verdaulich für all jene, die kein Rot brauchten, um sich italienisch zu fühlen. Die Sitzhöhe von 830 mm und der 15,5-Liter-Tank erinnern allerdings daran, dass diese Maschine sich an motivierte Fahrer richtet: Kleinere Staturen müssen sich mit der Höhe arrangieren, und die begrenzte Reichweite beschränkt die 848 eher auf Rennstreckenausflüge oder sportliche Spritztouren als auf touristische Fernfahrten. Das Sechsganggetriebe mit Kettenantrieb erledigt seinen Job ohne Schnörkel.
Die Ducati 848 EVO Dark ist letztlich die italienische Sportlerin für alle, die Taten den Worten vorziehen. Keine schreiende Lackierung, kein kosmetischer Aufpreis, nur ein wütender Twin in einem schwarzen Gehäuse, das direkt zum Wesentlichen kommt. Sie richtet sich an den fortgeschrittenen oder erfahrenen Fahrer, der eine zugängliche Rennstreckenmaschine sucht, die ihren Besitzer formt, ohne ihn zu demütigen. Gegenüber einer günstigeren Kawasaki ZX-6R oder einer exklusiveren MV Agusta F3 besetzte die 848 EVO Dark eine einzigartige Nische: die der demokratisierten Superbike – vorausgesetzt, man akzeptiert ein Leben ohne Farbe.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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