Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 748 cc
- Leistung
- 108.0 ch @ 10000 tr/min (79.4 kW)
- Drehmoment
- 80.4 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.7 : 1
- Bohrung × Hub
- 90 x 58.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 128 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Gewicht
- 202.00 kg
- Trockengewicht
- 188.00 kg
- Neupreis
- 13 295 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die 748, diese nervöse und launische Sportlerin, die in den 90er Jahren die Herzen der Ducatisti höherschlagen ließ? Ihre Nachfolgerin, die Ducati 749, die 2003 auf den Markt kam, übernahm das Erbe mit einem klaren Ziel: denselben Nervenkitzel wie die 999, ihre große Schwester, in einem zugänglicheren Format zu bieten. Dieser Jahrgang 2007 stellt die ausgereifte Version einer Maschine dar, die über die Jahre gewachsen ist. Unter den Verkleidungen, die nahezu identisch mit denen der 999 sind, findet sich ein Gitterrohrrahmen aus Stahl, direkt von der Großen übernommen, eine 43-mm-Upside-down-Gabel, Brembo-Bremssättel und ein einstellbarer Federbein hinten. Das Datenblatt der Ducati 749 ist beeindruckend. Und optisch unterscheidet nur ein geschultes Auge die beiden Schwestern: Ein Hinterreifen in 180 statt 190 und die Beschriftung auf den Verkleidungsseiten verraten die Jüngere.

Der L-förmige 90°-Zweizylinder mit 748 ccm, gekrönt vom Testastretta-Zylinderkopf, hat gegenüber den ersten Versionen an Charakter gewonnen. Seit dem Facelift von 2005 leistet der Twin 108 PS bei 10.000 U/min und 80,4 Nm Drehmoment bei 8.500 U/min. Wo die alte 748 unterhalb von 7.000 Touren noch störrisch wie ein Maulesel war, bevor sie wie eine Granate explodierte, zeigt sich dieser Motor deutlich zivilisierter. Er arbeitet bereits ab mittleren Drehzahlen willig mit einem progressiven, linearen Leistungsaufbau, ohne das abschreckende Leistungsloch seiner Vorgängerin. Das Verdichtungsverhältnis von 11,7:1 und die kurzhubige Auslegung (90 x 58,8 mm) begünstigen einen bissigen Charakter in den oberen Drehzahlen, mit einem Drehzahlbegrenzer bei 11.000 U/min. Gegenüber den japanischen Vierzylindern muss der Twin ein Defizit an reiner Leistung eingestehen. Aber auf der Rennstrecke wie auf der Straße kompensieren die Qualität des Drehmoments und seine Entfaltung diesen Nachteil bei Weitem. Die Ducati 749 auf der Piste – das ist ein Genuss an Präzision, kein Wettrüsten um PS-Zahlen.
Das Fahrwerk gehört nach wie vor zu den stärksten Verkaufsargumenten. Mit ihren 188 kg trocken (202 kg fahrfertig bei einem 15,5-Liter-Tank) hat die Maschine gegenüber den ersten Jahrgängen fast 9 kg abgespeckt. Sie lässt sich mit einer für eine italienische Sportlerin verblüffenden Leichtigkeit einlenken. Das Vorderrad flößt absolutes Vertrauen ein, die Stabilität in Schräglage ist bemerkenswert, und das Gasgeben am Kurvenausgang stört nie die Linie. Die Ducati 749 S treibt es mit verstellbaren Fußrasten und einer einstellbaren Sitz-Tank-Einheit auf die Spitze. Die Biposto-Version behält eine moderate Sitzhöhe von 780 mm, was sie etwas einladender macht als manche Konkurrentin. Die Bremsen – zwei 320-mm-Scheiben vorne mit Vierkolben-Sätteln – packen entschlossen zu, ohne an Dosierbarkeit vermissen zu lassen. Mit einem Wort: Dieses Fahrwerk weckt bei jedem Hobbyfahrer den Wunsch nach der Rennstrecke.

Bleibt die Preisfrage. Mit 13.295 Euro im Jahr 2007 kostete die Ducati 749 mehr als eine japanische 1000er. Das war eine bittere Pille. Doch Bologna bot auch die Ducati 749 Dark an, eine Version mit schlichterer Ausstattung, mit der sich über 1.300 Euro sparen ließen, ohne auf das Wesentliche bei Mechanik und Fahrwerk verzichten zu müssen. Heute haben sich die Preise auf dem Gebrauchtmarkt der Ducati 749 beruhigt, und die Maschine stellt einen verführerischen Einstieg in die Welt der italienischen Sportler dar. Manche Besitzer bauen sie zur Ducati 749 Cafe Racer mit einem speziellen Soziusabdeckung um – ein Beweis für ihre ästhetische Vielseitigkeit. Was die Zuverlässigkeit betrifft, verlangt die Ducati 749 eine gewissenhafte Wartung, insbesondere beim Zahnriemen, belohnt aber jene, die sie pflegen. Achtung: Sie ist nicht für den Stufenführerschein A2 zugelassen – ihre 108 PS sind erfahrenen Fahrern vorbehalten. Ob man ein kompromissloses Rennstreckenspielzeug oder eine charakterstarke Sportlerin für die Straße sucht – diese Italienerin bleibt eine der faszinierendsten Mitteklasse-Sportler ihrer Generation. Weniger brutal als die 749 R oder die 749 RS, raffinierter als die ersten 749 von 2003 und 2004, stellt dieser Jahrgang 2007 den besten Kompromiss der Baureihe dar.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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