Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 103.0 ch @ 10000 tr/min (75.2 kW) → 108.0 ch @ 10000 tr/min (77.8 kW)
- Drehmoment
- 77.0 Nm @ 8500 tr/min → 84.3 Nm @ 8500 tr/min
- Kraftstoffsystem
- Injection → Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Starter
- — → Electric
- Rahmen
- Tubular ALS 450 steel trellis → Tubular steel trellis
- Kupplung
- — → Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Showa 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment → Showa 43 mm upside-down fully adjustable fork
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Sachs monoshock → Progressive linkage with fully adjustable Sachs monoshock
- Länge
- 2095.00 mm → —
- Höhe
- 1090.00 mm → —
- Gewicht
- 197.00 kg → 202.00 kg
- Trockengewicht
- 197.00 kg → 188.00 kg
Motor
- Hubraum
- 748 cc
- Leistung
- 108.0 ch @ 10000 tr/min (77.8 kW)
- Drehmoment
- 84.3 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.7:1
- Bohrung × Hub
- 90.0 x 58.8 mm (3.5 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Showa 43 mm upside-down fully adjustable fork
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Sachs monoshock
- Federweg vorne
- 125 mm (4.9 inches)
- Federweg hinten
- 128 mm (5.0 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1420.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Gewicht
- 202.00 kg
- Trockengewicht
- 188.00 kg
- Neupreis
- 13 295 €
Übersicht
Als Ducati beschloss, die legendäre 748 in den Ruhestand zu schicken, wusste niemand so recht, ob die Nachfolgerin dem Erbe gerecht werden könnte. Die Ducati 749, die 2003 auf den Markt kam, musste eine schwere Last tragen: das Vermächtnis des Duos 748/916, zweier Maschinen, die eine ganze Generation von Motorradfahrern zum Träumen gebracht hatten. Die gute Nachricht: Die kleine Bologneserin hat nicht gezittert. Im Modelljahr 2006 kommt sie sogar schärfer denn je daher – das Ergebnis mehrerer Jahre kontinuierlicher Weiterentwicklung, die sie zu einer beeindruckend effizienten Sportmaschine geformt haben.

Auf dem Papier kann das Datenblatt der Ducati 749 durchaus überzeugen. Ihr V-Twin mit 748 cc, ausgestattet mit der Testastretta-Ventilsteuerung und vier Ventilen pro Zylinder, leistet 108 PS bei 10 000 U/min – das sind 5 PS mehr als bei den ersten Jahrgängen. Das Drehmoment klettert auf 84,3 Nm bei 8 500 U/min. Zahlen, die im Vergleich zu den japanischen Vierzylindern gleichen Hubraums zugegebenermaßen bescheiden wirken. Doch diese Maschine auf einen reinen Leistungsvergleich zu reduzieren, hieße das Wesentliche zu übersehen. Der italienische Twin liefert seine Pferdestärken mit einer Progressivität und einem Charakter, den Reihenmotoren schlichtweg nicht reproduzieren können. Schon ab 5 000 U/min ist der Motor voll da, schiebt kräftig bis in den roten Bereich, ohne das geringste Leistungsloch. Vorbei das launische Temperament der 748, die einen unter 7 000 Touren im Stich ließ, um einen dann unvermittelt zu katapultieren. Hier ist alles linearer, besser nutzbar.
Das Fahrwerk bildet den wahren Schatz dieser Maschine. Ducati hatte die Klugheit, der 749 den Stahl-Gitterrohrrahmen der 999, ihrer großen Schwester, zu spendieren. Eine voll einstellbare 43-mm-Upside-down-Gabel von Showa, ein Sachs-Federbein hinten, Doppelscheibenbremsen: Die Ausstattung ist nicht die einer Billig-Sportlerin. Die Version Ducati 749 S geht noch einen Schritt weiter mit verstellbaren Fußrasten sowie einem anpassbaren Sitz-Tank-Ensemble. Auf der Rennstrecke ist das Ergebnis beeindruckend. Die Maschine, dank einer Schlankheitskur von 9 Kilogramm gegenüber den ersten Versionen auf 188 kg Trockengewicht gebracht, lässt sich mit verblüffender Leichtigkeit positionieren. Das Vorderrad führt mit chirurgischer Präzision, und das Vertrauen am Kurvenausgang erlaubt es, früh wieder Gas zu geben, ohne dass die Maschine auch nur zuckt. Für Liebhaber der Ducati 749 auf der Rennstrecke ist sie ein geschärftes Werkzeug, das sauberes Fahren belohnt.

Bleibt die Preisfrage – der ewige Dorn im Fleisch italienischer Sportmaschinen. Mit 13 295 Euro im Jahr 2006 übersteigt die Rechnung die deutlich leistungsstärkerer japanischer Superbikes. Ducati hat allerdings auch an schmalere Budgets gedacht: Die Ducati 749 Dark, seit 2004 erhältlich, bietet eine vereinfachte Ausstattung und ein dezenteres Erscheinungsbild, behält aber Mechanik und Fahrwerk bei – zu einem günstigeren Preis. Heute bietet der Gebrauchtmarkt der Ducati 749 interessante Gelegenheiten für alle, die eine charakterstarke Sportmaschine suchen, ohne sich zu ruinieren. Die Jahrgänge 2005 bis 2007 sind die ausgereiftesten. Manche Besitzer verwandeln sie sogar in einen Ducati 749 Cafe Racer – ein Beweis dafür, dass die mechanische Basis weit über die Rennstrecke hinaus inspiriert. Was die Zuverlässigkeit betrifft, verlangt die Ducati 749 eine gewissenhafte Wartung, insbesondere bei der Ventilsteuerung, zeigt sich aber robust, wenn die Intervalle eingehalten werden. Die Version Ducati 749 Biposto ermöglicht die Mitnahme eines Beifahrers, auch wenn der Komfort hinten eher symbolisch bleibt. Die Versionen Ducati 749 R und 749 RS richten sich an Puristen auf der Suche nach Spitzenleistung.
Im Grunde verkörpert die Ducati 749 2006 eine Philosophie, die sich mit Excel-Tabellen nicht messen lässt. Weniger leistungsstark als ihre Konkurrentinnen, dazu teurer – sie kompensiert mit einem Fahrspaß von seltener Intensität. Sie ist ein Motorrad, das man sich verdienen muss, das Einsatz verlangt, aber dafür jede Kurve genussvoller macht als die vorherige. Dennoch sei gewarnt: Die 749 ist trotz ihrer moderaten Leistung keine Anfängermaschine. Sie richtet sich an Fahrer, die bereits einige Saisons Erfahrung mitbringen und das italienische Sporterlebnis kosten wollen – ohne die Brutalität eines Literbikes. Für diese Motorradfahrer gibt es nur wenige Maschinen, die mithalten können.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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