Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 748 cc
- Leistung
- 97.0 ch @ 11000 tr/min (70.8 kW)
- Drehmoment
- 73.0 Nm @ 9000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 88.0 x 65.5 mm (3.5 x 2.6 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 127 mm
- Hinterradaufhängung
- mono-amortisseur, déb : 130 mm
- Federweg vorne
- 127 mm (5.0 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Dual disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/60-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Radstand
- 1410.00 mm
- Länge
- 2030.00 mm
- Höhe
- 1080.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 210.00 kg
- Trockengewicht
- 196.00 kg
- Neupreis
- 11 585 €
Übersicht
Was unterscheidet ein einfach schnelles Motorrad von einer Maschine, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis brennt? Die Ducati 748 liefert im Jahrgang 2002 ihre eigene Antwort. In diesem Jahr verliert die Verkleidung ihre seitlichen Lufteinlässe und übernimmt die Silhouette der 998. Das Ergebnis: Ohne das Logo auf dem Heckbürzel zu lesen, verwechselt selbst ein geschultes Auge die beiden Schwestern. Und die Ähnlichkeit beschränkt sich nicht auf das Kleid. Mit ihrem auf 90 Grad versetzten V2 mit 748 cc, 97 PS bei 11.000 U/min und einem Drehmoment von 73 Nm bei 9.000 Touren leiht sich die kleine Ducati vieles von der großen Schwester. Der Gitterrohrrahmen aus Stahl, die 43-mm-Upside-down-Gabel, das Zentralfederbein hinten, die Doppelscheiben vorne: Das Datenblatt der Ducati 748 atmet Wettbewerb. Kein Wunder, denn sie wurde für die Rennstrecke konzipiert, bevor sie Blinker und ein Bremslicht erhielt.

Auf der Straße muss man den Vertrag akzeptieren. Die auf 790 mm thronende Sitzbank, so schmal wie eine im Toaster vergessene Scheibe Brot, die Stummellenker knapp unter der Gabelbrücke verschraubt, die Kupplung, die den Griff eines Schmieds verlangt: Die Ducati 748 Strada oder Biposto macht dem Alltag keinerlei Zugeständnisse. In der Stadt ist sie eine Bußübung. Der Zweizylinder bockt unter 4.000 Touren, der Wendekreis würde einen Sattelschlepper zum Lachen bringen, und die Spiegel zeigen nur die eigenen Ellbogen. Doch sobald die Straße sich öffnet und der Drehzahlmesser die Mitte überschreitet, ändert sich alles. Der V-Twin erwacht mit trockenem Biss, einem entschlossenen Schub, der den Oberkörper an den 17-Liter-Tank presst. Die 210 kg vollgetankt lassen sich dank eines bemerkenswert steifen Fahrwerks und eines kurzen Radstands von 1.410 mm vergessen. In schnellen Kurven ist die Stabilität absolut. In engen Kurvenkombinationen verlangt die Maschine körperlichen Einsatz beim Einlenken, belohnt aber jede Anstrengung mit chirurgischer Präzision. Die Pirelli in 120/60 und 180/55 auf 17-Zoll-Felgen übertragen jede Information des Asphalts ungefiltert.
Gegenüber den japanischen 600er-Supersportlern jener Ära ist die Positionierung einzigartig. Weniger PS als eine R6 oder eine CBR 600 RR, aber ein unvergleichlicher Motorcharakter. Das Drehmoment des italienischen Twins bietet mehr Fülle im mittleren Drehzahlbereich, mehr Schubgefühl, ohne die Mechanik bis in den roten Bereich peitschen zu müssen. Der raue Klang und die Vibrationen, die durch die Fußrasten aufsteigen, erinnern permanent daran, dass Bologna keine sterilen Maschinen baut. Das Sechsganggetriebe zeigt sich präzise, die Doppelscheibenbremsanlage vorne flößt Vertrauen ein. Die Ducati 748 bleibt bis heute eine erstklassige Basis für Trackdays, mit echtem Aufrüstungspotenzial.

Für alle, die weiter gehen wollen, bieten die Varianten Ducati 748 S und Ducati 748 R hochwertigere einstellbare Federelemente, Leichtbauteile und mehr Leistung. Die höchst exklusive Ducati 748 RS, dem Wettbewerb vorbehalten, sowie die limitierten Serien wie die Ducati 748 Senna oder die Ducati 748 SP verleihen eine Sammler-Dimension. Auf dem Gebrauchtmarkt der Ducati 748 bleiben die Preise für einen charakterstarken italienischen Twin moderat, doch Vorsicht bei der Zuverlässigkeit der Ducati 748: Die Wartung ist anspruchsvoll, die Inspektionsintervalle eng getaktet, und einige Konstruktionsdetails nerven – etwa der Seitenständer mit automatischer Rückstellung, der das Motorrad beim kleinsten Versäumnis umzulegen droht, oder der Kotflügel, der keinen Platz für ein Bügelschloss lässt. Ducati 748 Ersatzteile sind noch erhältlich, doch manche Referenzen werden rar. Die Ducati 748 Batterie etwa verdient bei Modellen, die länger gestanden haben, einen vorbeugenden Austausch. Was Umbauten betrifft, begeistert die Ducati 748 Café Racer die Aufbauer dank der natürlichen Schönheit des freiliegenden Gitterrohrs und der Kompaktheit des V2.
Neu verkauft für rund 11.585 Euro im Jahr 2002, zieht die Ducati 748 in Gelb oder Rot heute ein ganz bestimmtes Publikum an: Enthusiasten, die bereit sind, sich auf ein exklusives Temperament einzulassen, um zum Kern des italienischen Sports vorzudringen. Eine gebrauchte Ducati 748 beim Spezialisten oder auf dem Gebrauchtmarkt zu suchen bedeutet, zu akzeptieren, dass ein Motorrad zugleich unbequem, anspruchsvoll und zutiefst fesselnd sein kann. Keine Maschine für Anfänger, kein Spielzeug für den gemütlichen Sonntagsausflug. Ein Objekt der Leidenschaft, schlicht und einfach.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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