Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 98.0 ch @ 11000 tr/min (71.5 kW) → 97.0 ch @ 11000 tr/min (70.8 kW)
- Drehmoment
- — → 73.0 Nm @ 9000 tr/min
- Kühlung
- — → Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- — → 11.5:1
- Bohrung × Hub
- — → 88.0 x 61.5 mm (3.5 x 2.4 inches)
- Nockenwellen
- — → 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- — → Injection
- Steuerung
- — → Desmodromic valve control
- Starter
- Electric → —
- Rahmen
- — → treillis en tube d\'acier
- Vorderradaufhängung
- — → Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 127 mm
- Hinterradaufhängung
- — → mono-amortisseur, déb : 130 mm
- Federweg vorne
- — → 127 mm (5.0 inches)
- Federweg hinten
- — → 130 mm (5.1 inches)
- Vorderradbremse
- Dual disc → Double disc
- Vorderreifen
- — → 120/60-ZR17
- Vorderreifendruck
- — → 2.10 bar
- Hinterreifen
- — → 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- — → 2.20 bar
- Radstand
- — → 1410.00 mm
- Länge
- — → 2030.00 mm
- Höhe
- — → 1080.00 mm
- Tankinhalt
- — → 17.00 L
- Gewicht
- — → 210.00 kg
- Trockengewicht
- 200.00 kg → 196.00 kg
- Neupreis
- — → 11 585 €
Motor
- Hubraum
- 748 cc
- Leistung
- 97.0 ch @ 11000 tr/min (70.8 kW)
- Drehmoment
- 73.0 Nm @ 9000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 88.0 x 61.5 mm (3.5 x 2.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Desmodromic valve control
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 127 mm
- Hinterradaufhängung
- mono-amortisseur, déb : 130 mm
- Federweg vorne
- 127 mm (5.0 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/60-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Radstand
- 1410.00 mm
- Länge
- 2030.00 mm
- Höhe
- 1080.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 210.00 kg
- Trockengewicht
- 196.00 kg
- Neupreis
- 11 585 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch daran, dass Ducati Ende der 90er Jahre die geniale Idee hatte, seine legendäre 916 als Mittelklasse-Version aufzulegen? Die Ducati 748 im Jahrgang 2003 stellt den Schwanengesang einer Baureihe dar, die eine ganze Generation von Rennstreckenfahrern geprägt hat. Mit ihrem 748-ccm-V2 im 90-Grad-Winkel, 97 PS bei 11.000 U/min und einem Drehmoment von 73 Nm ab 9.000 Touren spielt diese Italienerin nicht in derselben Liga wie die japanischen 600er jener Zeit. Sie bietet etwas anderes. Etwas Sinnlicheres, aber auch Anspruchsvolleres. Das Datenblatt verrät eine auf Effizienz ausgelegte Mechanik: Verdichtungsverhältnis von 11,5:1, vier Ventile pro Zylinder, überquadratische Bohrung von 88 mm bei kurzem Hub von 61,5 mm. Ein Motor, der eindeutig hohe Drehzahlen liebt.

Auf dem Papier bieten die Ducati 748 S oder die Ducati 748 R noch schärfere Ausstattung mit Leichtbauteilen und einem Leistungsplus. Doch selbst in der Standardversion ist die 748 alles andere als eine zahme Maschine. Ihr Gitterrohrrahmen aus Stahl, das Markenzeichen aus Bologna, umschließt eine 43-mm-Upside-Down-Gabel und ein Federbein mit jeweils 127 und 130 mm Federweg. Das Ganze bei einem Trockengewicht von 196 kg, also 210 kg fahrfertig mit dem 17-Liter-Tank. Für die Rennstrecke ist sie ein beeindruckend effizientes Werkzeug. Die Ducati 748 auf der Piste – das ist ihr natürliches Revier. In langen Kurven zeigt sich das Fahrwerk von absoluter Präzision. In engen Kurvenkombinationen muss man sie mit Armen und Hüfte dirigieren, die Maschine fordert ihren Fahrer schonungslos. Die Lenkpräzision kompensiert den körperlichen Einsatz bei Weitem.
In der Stadt ist es eine andere Geschichte. Die auf 790 mm thronende, brettharte Sitzbank in Kombination mit den tief angesetzten Stummellenklern verwandelt jeden Stau in eine Kraftübung für die Handgelenke. Die Kupplung ist schwergängig, der Zweizylinder bockt unter 4.000 Touren, der Wendekreis gleicht dem eines Sattelschleppers und in den Rückspiegeln sieht man nur die eigenen Ellbogen. Die Ducati 748 im Alltag – das grenzt eher an Askese als an Komfort. Doch sobald die Straße sich öffnet und die Drehzahlnadel den Arbeitsbereich erreicht, liefert der V2 einen kraftvollen Schub, deutlich drehmomentstärker als jeder 600er-Vierzylinder. Die 245 km/h Höchstgeschwindigkeit erzählen nicht die ganze Geschichte: Es ist die Art, wie die Leistung einsetzt, begleitet von diesem rauen Klang und den so typischen Vibrationen italienischer Twins, die süchtig macht.

Das Sechsganggetriebe gibt keinen Anlass zur Kritik, der Kettenantrieb erfüllt seinen Zweck, und die doppelte Bremsscheibe vorn sorgt für wirkungsvolle Verzögerung. Was die Zuverlässigkeit betrifft, verlangt die Ducati 748 gewissenhafte Wartung: Zahnriemensteuerung mit regelmäßiger Kontrolle, wiederkehrende Ventileinstellungen und einige konstruktive Eigenheiten wie der Seitenständer mit automatischer Rückstellung – eine regelrechte Umkippfalle beim Parken – oder der Kotflügel, der keinen Platz für ein Bügelschloss lässt. Eine gebrauchte Ducati 748 zu suchen erfordert Geduld und ein geschultes Auge für bereits ersetzte Ducati-748-Teile. Auch die Ducati-748-Batterie ist ein Verschleißteil, das Aufmerksamkeit verdient, besonders bei Maschinen, die den Winter über stehen.
Bleiben die Sammlerversionen. Die Ducati 748 SPS, die Ducati 748 Senna mit ihrer ikonischen schwarz-grauen Lackierung, die Ducati 748 Biposto für jene, die behaupten, auf diesem Gerät einen Beifahrer mitnehmen zu können. Und dann gibt es die Ducati-748-Café-Racer-Projekte, die in Garagen entstehen – der Beweis, dass Tamburinis Linienführung mit seltener Eleganz altert. Zum Neupreis von 11.585 Euro im Jahr 2003 war sie bereits eine Investition aus Leidenschaft. Heute eine gebrauchte Ducati 748 R oder gar eine gelbe Ducati 748 in gutem Zustand zu finden, gleicht einer Schatzsuche. Dieses Motorrad richtet sich weder an Anfänger noch an Sonntagsfahrer. Es verlangt Einsatz, Fahrkönnen und ein für die Wartung gerüstetes Budget. Doch wer sich auf ihre Bedingungen einlässt, dem bietet sie ein rohes, egoistisches Fahrvergnügen, das nur sehr wenige moderne Maschinen zu reproduzieren vermögen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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