Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 42 790 € → 43 920 €
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 200.0 ch @ 13000 tr/min (147.1 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 9750 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13:1
- Bohrung × Hub
- 80 x 49.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en carbone relié à des platines latérales en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur Öhlins TTX
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage Brembo
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-200
Abmessungen
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 179.00 kg
- Neupreis
- 43 920 €
Übersicht
Motorrad: Bimota BB3 1000 (2016)

Stellen Sie sich vor, Sie geben 43.920 Euro für ein Motorrad aus, dessen Teil Sie selbst zusammenbauen müssen. Bei jedem anderen Hersteller würde dieses Angebot wie ein Betrug klingen. Bei Bimota ähnelt es eher einem Privileg. Die BB3 leitete Ende 2015 eine neuartige Formel ein: den Erwerb des kompletten Fahrwerks als Bausatz, gefolgt von der Selbstmontage des BMW S 1000 RR Blocks mit seiner Elektronik. Ein Initiationsritus für die auserwählten Glücklichen aus Rimini, eine Möglichkeit, ein bereits von Natur aus seltenes Objekt physisch in Besitz zu nehmen.
Diese dritte Zusammenarbeit zwischen Bimota und BMW trägt ihre Nummer zurecht. Die BB1 von 1995 wirkt heute mit ihrem 48-PS-Monozylinder, der von der F 650 GS entliehen wurde, anecdotisch, charmant zwar zu ihrer Zeit, aber leicht im Vergleich zu dem, was die italienische Firma zwanzig Jahre später bauen würde. Die BB2 war nur ein Prototyp, eine Skizze. Die BB3 hingegen ist das Ergebnis: Bimota hat den üblichen Verbindungen zu Ducati-Boxermotoren den Rücken gekehrt, um zu holen, was München produziert – das Brutalste. Der Reihenvierzylinder mit 999 cm³, gebohrt mit 80 mm Durchmesser und 49,7 mm Hub, verdichtet im Verhältnis 13:1, leistet 200 PS bei 13.000 U/min und ein Drehmoment von 111,8 Nm bei 9.750 U/min. Diese Zahlen, auf einem Fahrgestell mit 179 kg Trockengewicht, geben dem Fahrer eine Vorstellung davon, was ihn nach dem Kurvenausgang erwartet. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit übersteigt 300 km/h, was diese Maschine in eine Kategorie stellt, in der sich nur wenige Gegner trauen, mitzuhalten.
Was die BB3 von jeder modifizierten S 1000 RR eines Tuners unterscheidet, ist gerade alles, was den Motor umgibt. Das Rahmenrohr aus Kohlefaser mit Aluminium-Nebenträger bildet eine strukturelle Lösung, die in Großserien nicht angeboten wird, weder von Ducati mit seiner Panigale R noch von Aprilia mit seiner RSV4. Der monolithische Schwingarm aus massivem Aluminium, die zahlreichen Karosserieteile aus Kohlefaser, die Öhlins-Federungen vorne und hinten mit einem TTX-Dämpfer im Superbike-Standard, die Brembo-Bremssättel an OZ Racing-Rädern aus geschmiedetem Aluminium: jede Komponente wurde an der Spitze ihrer Klasse ausgewählt. ABS und Traktionskontrolle ergänzen eine Elektronik, die weitgehend von der S 1000 RR übernommen wurde, einschließlich des Armaturenbretts. An diesem Punkt kann man an der mangelnden Originalität diskutieren, aber es ist schwer, Bimota dafür zu kritisieren, eines der fortschrittlichsten Systeme auf dem Markt gewählt zu haben.
Die Zielgruppe ist nicht der Sonntagsfahrer, der ein vielseitiges Sportmotorrad sucht. Die BB3 richtet sich an einen erfahrenen Sammler, der fahren, nicht nur ausstellen möchte. Sie hat ihre Wettbewerbsfähigkeit zudem bewiesen, indem sie mit dem Alstare-Team die Superbike-Weltmeisterschaft bestritt und in der Evolution-Kategorie ehrenwerte Platzierungen erreichte. Für Bimota stellte dieser Einstieg in die internationale Motorsportmeisterschaft sowohl eine technische Herausforderung als auch eine Legitimierungsmaßnahme dar. Das Ergebnis ist nuanciert: Die Marke mangelt es noch an Ressourcen, um regelmäßig mit den Werksmannschaften mithalten zu können, aber sie beweist, dass ihre Ingenieur-Entscheidungen über die Kataloge hinaus Bestand haben.
Bleibt die Frage des Preises. Bei fast 44.000 Euro positioniert sich die BB3 weit über einer Ducati 1299 Panigale S oder einer BMW S 1000 RR Factory. Man zahlt für Exklusivität, Handarbeit, High-End-Komponenten und das Rimini-Emblem. Das ist ein Argument, das einen rationalen Käufer niemals überzeugen wird, und genau das ist es, was Bimota seit vierzig Jahren bezaubernd macht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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