Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 1130 cc
- Leistung
- 163.0 ch @ 10500 tr/min (119.9 kW)
- Drehmoment
- 121.6 Nm @ 8000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 62 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier relié à des éléments de fonderie
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 195.00 kg
- Neupreis
- 14 980 €
Übersicht
Als Pesaro beschließt, nachzubessern, macht es das ohne halbe Maßnahmen. Die 900er-Version der Tornado hatte auf dem Papier alles, was man sich wünscht: einen klangvollen Dreizylindermotor, eine italienische Sportlerlinie, die sich vom Einheitsbrei der japanischen Vierzylinder abhob. Doch 138 PS gegenüber den CBR, R1 und GSX-R jener Ära war, als würde man ein Meisterschaftsspiel mit einem Mann weniger bestreiten. Benelli hat die Lehren aus diesem Ungleichgewicht gezogen, und die Antwort heißt Benelli Tornado 1130.

Die Lösung kam aus der eigenen Familie. Der große 1130-cm³-Dreizylindermotor, der bereits den TnT-Roadster antrieb, wurde in den Stahlrohrrahmen der Sportlerin verpflanzt – nicht ohne einige auf hohe Drehzahlen ausgerichtete Überarbeitungen erhalten zu haben. Ergebnis: 163 PS bei 10.500 U/min und 121,6 Nm Drehmoment bei 8.000 U/min, und das alles in einem Fahrwerk, das im Trockenen lediglich 195 kg wiegt. Ein Leistungsgewicht, das es wert ist, genauer betrachtet zu werden – zumal das Sechsganggetriebe dank eines kurzen Hubs von 62 mm bei einem Bohrungsdurchmesser von 88 mm und einem auf 13:1 angehobenen Verdichtungsverhältnis über eine großzügige Nutzbreite verfügt. Die 50-mm-Upside-down-Gabel, radial verschraubte Vierkolbenbremssättel an 320-mm-Scheiben vorne sowie 190/50-Reifen im 17-Zoll-Format runden ein Paket ab, das klar auf das obere Segment des Sportbereichs abzielt.
Was diesen Motor von den japanischen Vierzylindern unterscheidet, ist sein Charakter. Im TnT zeigte sich dieser Dreizylindermotor bereits bei mittleren Drehzahlen großzügig, mit einem Leistungsaufbau, der seinesgleichen unter vergleichbar konfigurierten Hubräumen sucht. Unter die Verkleidung der Tornado verpflanzt, lässt sich berechtigterweise eine Maschine erwarten, die die angegebenen 290 km/h erreicht und dabei auf offener Straße beherrschbar bleibt – was die japanischen Hypersportler jener Zeit für nicht-professionelle Fahrer nicht immer leicht machten.
Die Weiterentwicklungen gegenüber der 900er-Version bleiben überschaubar: Die radial verschraubten Bremssättel stellen den greifbarsten Fortschritt dar, zusammen mit jenen 25 zusätzlichen PS und einem überarbeiteten Farbschema. Der hohe Sattel auf 810 mm und der 18-Liter-Tank stehen in der Kontinuität des Vorgängers. Von einer vollständigen Überarbeitung kann keine Rede sein, sondern von einer gezielten Aufrüstung. Wer heute eine Benelli Tornado 1130 gebraucht sucht, findet eine Maschine, die eine starke Identität bewahrt hat – die einer europäischen Sportlerin, die sich weigerte, die asiatischen Rezepte nachzuahmen, auf Kosten einiger Kompromisse bei Verarbeitung und wahrgenommener Zuverlässigkeit, die historisch auf den Wiederverkaufswert gedrückt haben. Für denjenigen, der diesen vollends ausgelebten lateinischen Charakter akzeptiert, stellt die Benelli Tornado 1130 zum Verkauf eine aufrichtig andere Alternative in einem Segment dar, in dem sich am Ende alle immer ähnlicher zu werden schienen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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