Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1103 cc
- Leistung
- 214.0 ch @ 13000 tr/min (157.4 kW)
- Drehmoment
- 124.5 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 14 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 53.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- semi-périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 200/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.10 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 194.00 kg
- Trockengewicht
- 173.00 kg
- Neupreis
- 41 900 €
Übersicht
Fünfundzwanzig Jahre nachdem sie neu definiert hatte, was eine italienische Sportmaschine sein kann, erhält die 916 eine Hommage, die ihrem Status gerecht wird: eine Panigale V4 S in den Farben der Legende, in einer Auflage von 500 Exemplaren und zum Preis von 41.900 Euro. Eine Zahl, die einem fast ebenso den Atem verschlägt wie die 214 PS, die der Desmosedici Stradale bei 13.000 U/min liefert.

Ducati hat es sich nicht leicht gemacht, indem man Carl Fogarty als Paten dieser Edition gewann. Vier Weltmeistertitel in der Superbike-WM, alle auf der roten 916 errungen – daran gibt es nichts zu rütteln. Der „King" war der Einzige, dem diese Ehre gebührte, und das kleine aufgeklebte Augenpaar an der Basis der Racing-Verkleidungsscheibe erinnert mit eleganter Zurückhaltung an die Foggy-Repliken vergangener Tage. Das ist keine billige Nostalgie; es ist eine bewusst gepflegte, fast familiäre Abstammung.
Technisch ist der Ausgangspunkt die Panigale V4 S mit ihren semi-aktiven Öhlins-Fahrwerkskomponenten, was bereits ein Ausstattungsniveau darstellt, das kaum ein Konkurrenzmodell auf dem Papier erreicht. Doch Ducati Corse hat nachgearbeitet und Komponenten der V4 R verpflanzt: allen voran den vorderen Rahmen, der nach reinen Rennspezifikationen gefräst wurde. Das Ergebnis ist ein Trockengewicht von 173 kg – ein Kilogramm weniger als die Standard-V4 S. In absoluten Zahlen wenig, symbolisch jedoch bedeutsam. Hinzu kommen geschmiedete Marchesini-Felgen aus Magnesium, eine Trockenkupplung mit ihrem charakteristischen, durchbrochenen Kupplungsdeckel, der im Leerlauf wie eine echte Ducati-Rennmaschine klappert, sowie eine straßenzugelassene Akrapovic-Auspuffanlage aus Titan. Der bereits ab Werk brutale Sound erreicht hier eine weitere Stufe.
Die vorderen 330-mm-Bremsen von Brembo mit radial montierten Vierkolben-Sätteln sorgen für das Verzögern der 194 kg im fahrbereiten Zustand, während die Reifendimension 120/70-17 vorne und 200/60-17 hinten dem Kategorie-Standard entspricht. Das 6-Gang-Getriebe profitiert vom Quick Shift EVO 2, und die Traktionskontrolle DTC EVO 2 ergänzt eine ohnehin umfangreiche Elektronikausstattung. Die hohe Sitzbank mit 830 mm Höhe wählt ihr Publikum von Natur aus aus: Das ist keine Maschine für Einsteiger, sondern eine Hochleistungssportmaschine für erfahrene Fahrer, die wissen, was sie suchen – und die finanziell stark genug sind, den Preis zu tragen.
Dieser Preis verdient es, genauer betrachtet zu werden. Mit 41.900 Euro übertrifft die 25° Anniversario sogar die V4 R, die eigentlich die radikalste Version des laufenden Katalogs ist. Bei BMW bleibt eine gut ausgestattete M 1000 RR darunter. Der Unterschied liegt in dem, was man tatsächlich kauft: nicht nur eine hochkarätige Sportmaschine mit 14:1 Verdichtungsverhältnis und einem 90-Grad-V4 mit 1.103 cc, sondern ein nummeriertes Sammlerstück – mit gefräster Gabelbrücke, die die Seriennummer der 500 Exemplare trägt, einer maßgeschneiderten Schutzabdeckung, dem Ducati Data Analyzer Kit mit GPS, Carbondeckeln und Aluminium-Spiegelkappen. Der typische Käufer ist wahrscheinlich nicht derjenige, der sie jeden Wochenende auf die Rennstrecke bringt. Es handelt sich eher um einen passionierten Enthusiasten der ersten Stunde, der die originale 916 vielleicht Ende der 90er Jahre im Schauraum erlebt hat, der Fogarty in der Superbike-WM verfolgte und der in diesem nummerierten Exemplar eine Möglichkeit sieht, ein Stück dieser Geschichte zu besitzen. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h wird er wohl nie ausreizen. Aber sie zählt trotzdem.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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