Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1103 cc
- Leistung
- 218.5 ch @ 13500 tr/min (160.7 kW)
- Drehmoment
- 122.1 Nm @ 11250 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en L à 90°, 4 temps, calage de type Twin Pulse - 0° - 90° - 290° - 380°
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 14 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 53.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- semi-périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins NPX 25/30 préssurisée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (Hypure monobloc)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/60-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 185.00 kg
- Neupreis
- 74 400 €
Übersicht
Wenn zwei Kulturen des Exzesses aufeinandertreffen, kommt niemand unversehrt davon. Ducati und Lamborghini teilen weit mehr als die Geografie der Poebene: Sie teilen eine Philosophie, in der Zurückhaltung niemals einen Platz hatte. Diese Panigale V4 in der Lamborghini-Edition ist ihre dritte Zusammenarbeit, nach der Diavel und der Streetfighter V4, und treibt das Vorhaben noch weiter in die Extreme. Das stilistische Leitmotiv ist der Revuelto, dieses hybride Monster mit 6,5-Liter-V12, das dank drei Elektromotoren 1015 PS freisetzte. Das Motorrad spielt naturgemäß nicht in dieser Hubraumklasse, doch seine 218,5 PS bei 185 Kilogramm verleihen ihm ein Leistungsgewicht, das der Supersportwagen schlicht nicht erreichen kann.

Die Genese der gewählten Zahlen sagt viel über den Geist des Projekts aus. Limitierte Auflage von 630 Einheiten, dazu 63 weitere Exemplare in der Ausführung „Speciale Clienti" – beide verweisen auf 1963, das Jahr, in dem Ferruccio Lamborghini beschloss, Ferrari zu brüskieren und seine eigene Marke zu gründen. Sechzig Jahre später nimmt der spirituelle Erbe dieser Provokation die Form einer Supersportlerin für 74.400 Euro an, geliefert in einer Holzkiste. Die Verpackung selbst ist ein Verkaufsargument. Weit entfernt vom Standard-Karton befinden wir uns in der Inszenierung eines Sammlerobjekts, noch bevor wir es als Streckenwerkzeug betrachten.
Technisch basiert diese Panigale V4 Lamborghini auf der S-Version und ergänzt diese um eine Liste von Teilen, die das Motorrad zu einem industriellen Schaufenster macht. Die vollständige Karbon-Verkleidung, die geschmiedeten Aluminiumfelgen, deren Speichen das Design der Revuelto-Räder aufgreifen, die neu gestalteten Winglets, die Trockenkupplung STM EVO-SBK, der Akrapovic-Auspuff, der dem desmodromischen 1103-cc-V4 zusätzliche 2,5 PS entlockt: Jedes Detail ist darauf ausgelegt, den Preisunterschied zu einer klassischen Panigale V4 S zu rechtfertigen. Die lasergravierten Seriennummern auf dem Gabelbrücken sind in Bezug auf die Leistung eine Kleinigkeit, sagen aber alles über die Zielgruppe aus. Die Öhlins-NPX- und TTX36-Federelemente, die Brembo-Hypure-Monoblock-Bremsen, die Rennsportelektronik – all das gab es bereits an der S. Hier kauft man die Seltenheit ebenso wie die Technik.

Das Zielpublikum rekrutiert sich weder in Touringclubs noch unter Nachwuchsfahrern. Man muss bereits eine hochklassige Sportmaschine beherrschen, um nicht von 218,5 PS bei 13.500 U/min, einem Drehmoment von 122,1 Nm bei 11.250 U/min und einem Sattel auf 850 mm Höhe überfordert zu werden. Die Panigale V4 Lamborghini richtet sich an Sammler, die fahren, nicht an Sammler, die ausstellen – auch wenn die Holzkiste Zweifel aufkommen lässt. Gegenüber einer BMW M 1000 RR oder einer Kawasaki Ninja ZX-10R positioniert sie sich in einer preislichen Stratosphäre, die keinen direkten Vergleich zulässt. Ihre ernsthaftesten Konkurrentinnen sind die anderen Ducati-Sondereditionen selbst, was von einer Segmentsättigung zeugt, die die Marke aus Bologna offenbar bewusst orchestriert.

Der Vorwurf, den man ihr machen kann, ist genau dieser: Durch die Abfolge limitierter Editionen, jede exklusiver als die vorherige, verwässert Ducati den Überraschungseffekt ein wenig. Die Panigale V4 Lamborghini ist unbestreitbar ausgereift, visuell kohärent mit ihrer vierrädrigen Inspiration und mit einer scheinbar makellosen Ausstattung versehen. Doch bei mindestens 74.400 Euro – und mehr für die 63 „Speciale Clienti", die Lamborghini-Besitzern vorbehalten sind, die die Farben ihres Autos übernehmen können – spricht man nicht mehr wirklich von einem Motorrad. Man spricht von einer Skulptur, die 300 km/h fährt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Race eCBS
- Nombre de mode de conduite : 5
- Taille de l'écran TFT couleur : 17,53 cm / 6.9 pouces
- Jantes forgées
- ABS Cornering
- Contrôle de traction
- Shifter
- Embrayage anti-dribble
- Freinage combiné
- Contrôle anti wheeling
- Contrôle du frein moteur
- Contrôle de glisse
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Suspensions réglables électroniquement
- Indicateur de vitesse engagée
- Limitateur de vitesse dans les stands
- Repose-pieds réglables
- GPS
- Embrayage à sec
- Echappement Akrapovic
- Carénage carbone
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Fabriqué en 630 exemplaires
- Pays de fabrication : Italie
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