Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1103 cc
- Leistung
- 215.5 ch @ 13000 tr/min (158.5 kW)
- Drehmoment
- 123.6 Nm @ 9500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 14 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 53.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- semi-périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins NPX 25/30 Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/60-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 193.50 kg
- Trockengewicht
- 172.00 kg
- Neupreis
- 73 000 €
Übersicht
Zwei aufeinanderfolgende MotoGP-Weltmeistertitel verdienen eine gelbe Lackierung. Ducati hat das besser verstanden als irgendjemand sonst, und um den zweiten Triumph von Francesco Bagnaia zu ehren, bringt das Haus aus Bologna eine neue Panigale V4 S in limitierter Auflage heraus, gekleidet im Gelb "Giallo", das die Desmosedici GP beim Grand Prix von San Marino trug. Eine Farbe, die mit dem gewohnten Rot der Repliken bricht und daran erinnert, dass Pecco seine Lorbeeren redlich verdient hat.

Machen wir uns klar, was dieses Motorrad ist. Es handelt sich nicht um einen als Serienmodell verkleideten Rennprototypen, sondern um eine Panigale V4 S von höchster Qualität, auf ein Fertigungsniveau gehoben, das nur wenige Hersteller zu erreichen wissen. Der 90°-V4-Motor mit 1103 cc leistet 215,5 PS bei 13.000 U/min bei einem Drehmoment von 123,6 Nm bei 9.500 U/min, untergebracht in einem halbperimetralen Aluminiumrahmen, der das Trockengewicht bei 172 kg hält. Für eine Maschine, die an die 300 km/h herankommt, nötigt diese Zahl Respekt ab. Die halbaktiven Öhlins-Federelemente – vorne eine 43-mm-Gabel NPX 25/30, hinten ein Mono-Dämpfer TTX36 – arbeiten mit chirurgischer Präzision, während die geschmiedeten Marchesini-Felgen daran erinnern, dass man weit vom Standardkatalog entfernt ist.
Über die bereits bemerkenswerte Basis hinaus hat Ducati dieser Replika ein Ausstattungspaket aufgepfropft, das sie dem MotoGP-Paddock spürbar annähert. Die neunscheibige Trockenkupplung STM-EVO SBK ersetzt das Serienteil, und der straßenzugelassene Akrapovic-Auspuff spart zwei Kilogramm auf der Waage und bietet dabei eine deutlich engagiertere Klangsignatur. Die Brembo-Bremsanlage erhält Stylema-R-Bremszangen und einen MCS-Hauptbremszylinder mit versetzter Nachstellung – eine Kombination, die Superbike-Piloten gut kennen. Die einstellbaren Rizoma-Aluminium-Fußrasten, die Racing-Verkleidungsscheibe und die zahlreichen Kohlefaserteile – darunter die Lichtmaschinenabdeckung, der Hitzeschutzschild der Krümmer, das hintere Schutzblech und die Bremsschlauchschutzrohre – vervollständigen ein Bild, bei dem jedes Bauteil sowohl nach seinem Nutzen als auch nach seiner optischen Wirkung ausgewählt wurde. Der Schwingenschutz kombiniert Carbon und Titan, weil bestimmte Details keine halben Sachen kennen.
Was diese Edition wirklich von anderen hochwertigen Panigale-Modellen unterscheidet, sind einige symbolische, aber durchaus greifbare Elemente. Jedes der 263 Exemplare trägt Bagnaias handgeschriebene Unterschrift auf dem Tank, lackversiegelt, sowie eine Lasergravur auf der oberen Gabelbrücke mit Modellbezeichnung und Seriennummer. Auch das Cockpit spielt mit: Eine eigens entwickelte Animation erscheint beim Initialisierungsstart. Das integrierte GPS-Modul ermöglicht die direkte Anzeige von Rundenzeiten auf dem Display – was unmissverständlich zeigt, an wen sich diese Maschine richtet. Die Einsitzersitzbank trägt das Pilotenlogo wie am Werksrennmotorrad, und jedes Exemplar wird mit einem Echtheitszertifikat, einer Holzkiste mit spezieller Grafik und einer personalisierten Abdeckplane geliefert.
Der Preis versteckt sich nicht hinter Poesie. Mit 73.000 Euro – also 10.000 mehr als die Replika des Vorjahres bei technisch identischer Basis – lässt Ducati die gelbe Farbe und den Jahrgang des Titels bezahlen. Das ist eine Summe, die weder die Kawasaki H2 R noch die BMW M 1000 RR für ein vergleichbares Maß an Individualisierung verlangen. Das angesprochene Publikum zählt seine Euro nicht, es sammelt Rennwettbewerbs-Artefakte. Diese 263 Stück werden einen Käufer finden, bevor die Tinte trocken ist – das ist gewiss. Für den Motorradfahrer jedoch, der fahren statt ausstellen will, bietet eine Standard-Panigale V4 S zu rund 30.000 Euro weniger exakt dasselbe Fahrerlebnis. Der Unterschied ist die mitgelieferte Legende. Manche zahlen dafür, und Ducati hat das sehr genau erkannt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en curvas
- Nombre de mode de conduite : 4
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- Jantes aluminium
- Shifter
- Amortisseur de direction
- Indicateur de vitesse engagée
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Contrôle de traction
- Suspensions réglables électroniquement
- Contrôle anti wheeling
- Jantes forgées
- Contrôle de glisse
- Embrayage anti-dribble
- Contrôle du frein moteur
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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