Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 750 cc
- Leistung
- 92.0 ch @ 8750 tr/min (67.7 kW)
- Drehmoment
- 82.4 Nm @ 4500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 92 x 56.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 160 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 160 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 870.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 212.00 kg
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 8 999 €
Übersicht
Wenn Aprilia beschließt, im Supermoto-Segment mit einem echten Hubraum einzuschlagen, entsteht etwas ziemlich Radikales. Die Aprilia SMV 750 Dorsoduro versucht nicht, es allen recht zu machen: Sie kommt mit ihren 750 cc L-Zweizylinder im 90-Grad-Winkel, ihrer Raubtieroptik und 92 PS bei 8.750 U/min, um sich dort zu positionieren, wo bei der Marke noch niemand gewagt hatte hinzugehen. Zwischen der allzu braven Pegaso Strada und der SXV 550, die Piloten vorbehalten ist, die wissen, was sie tun, fehlte ein zugängliches, nervöses und glaubwürdiges Supermoto. Diese Lücke ist nun mit einer gewissen italienischen Brutalität geschlossen.

Der Motor ist der der Shiver, jedoch neu kartografiert für seine Rolle. Die 82,4 Nm Drehmoment liegen bereits ab 4.500 U/min an, was den Charakter der Maschine grundlegend verändert. Wo die Roadster-Version auf Vielseitigkeit setzt, bläht die Dorsoduro die Zwischengasstöße im mittleren Drehzahlbereich für ein raueres, unmittelbareres Temperament auf. Das Ride-by-Wire managt die Übergänge, lässt aber den Biss nicht verschwinden. Mit einem Bohrung-Hub-Verhältnis von 92 x 56,4 mm und einer Verdichtung von 11:1 dreht der Twin kräftig hoch, ohne bei niedrigen Drehzahlen an Muskelkraft einzubüßen. Gegenüber einer schwereren und teureren KTM 950 SM oder einer Ducati Hypermotard, die in einer anderen Preisklasse spielt, findet die Aprilia eine relevante Nische. Und für diejenigen, denen eine 660 XT-X etwas zu zahm ist, stellt die Dorsoduro einen qualitativen und sensorischen Sprung dar, den man schwer ignorieren kann.
Das Fahrwerk enttäuscht nicht. Der Stahlrohrrahmen, verbunden mit zwei Aluminiumplatten, bietet eine gut abgestimmte Steifigkeit mit einer einstellbaren 43-mm-Upside-down-Gabel und einem Federweg von 160 mm an beiden Enden. Die 186 kg Trockengewicht bleiben für eine so gut ausgestattete Maschine vertretbar. Die vorderen Brembo-Radialbremsanlagen mit zwei 320-mm-Scheiben, gebissen von Vierkolben-Bremssätteln, bewegen sich im sportlichen Bereich, ohne überdimensioniert zu sein. Die Pirelli SuperCorsa-Reifen in 120/70-17 und 180/55-17 bestätigen, dass Aprilia nicht auf Sonntagsausflügler abzielt.
Die Aprilia SMV 750 Dorsoduro ist auch eine Frage des Blickwinkels. Das Design lässt niemanden gleichgültig: die goldenen Felgen mit Y-Speichen, der Heckausleger mit seiner markanten Geometrie, die unter dem Sattel platzierten Auspuffanlagen mit ihren seitlichen Kiemen, die roten Zylinderkopfabdeckungen, die an bestimmte renommierte Italienerinnen erinnern. Das Ensemble strahlt eine visuelle Kohärenz aus, die für eine Serienmaschine selten ist. Man spürt ein Designbüro, das eine echte Idee im Kopf hatte, nicht nur ein Brief zum Abarbeiten. Der Sattel auf 870 mm ist nicht für kleinere Statur gedacht, und der 12-Liter-Tank verlangt auf längeren Strecken eine gewisse Disziplin, aber die Dorsoduro hat nie behauptet, ein GT zu sein.

Mit einem Einführungspreis von 8.999 Euro klärt sich die Frage der Positionierung recht schnell. Wer sich fragt, was eine Aprilia SMV 750 Dorsoduro auf dem Gebrauchtmarkt kostet, wird gut erhaltene Maschinen je nach Kilometerstand und Baujahr für rund 5.000 bis 6.500 Euro finden, was dem Leistungsniveau entspricht. Dieses Supermoto richtet sich an einen fortgeschrittenen bis erfahrenen Fahrer, der eine scharfe Maschine für den Alltag möchte, die auf kurvenreichen Nebenstraßen Spaß macht, ohne zur Qual zu werden, sobald die Straße gerade wird. Kein Fahrzeug für Anfänger, aber auch kein unlenkbares Wettkampfbiest. Eine charaktervolle Italienerin, beherrschbar und in ihren Versprechen durchaus ehrlich.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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