Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 776 cc
- Motortyp
- Twin, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8:1
- Bohrung × Hub
- 84.0 x 70.0 mm (3.3 x 2.8 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Forced feed circulation, wet sump
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Twin-spar aluminum-alloy
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multiplate
- Vorderradaufhängung
- Inverted telescopic, coil spring, oil damped
- Hinterradaufhängung
- Link type, coil spring, oil damped with spring preload and compression adjuster
- Federweg vorne
- 220 mm (8.7 inches)
- Federweg hinten
- 220 mm (8.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Nissin 4-piston calipers. ABS.
- Hinterradbremse
- Single disc. 1-piston. ABS.
- Vorderreifen
- 110/80-R19
- Hinterreifen
- 150/70-R17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Radstand
- 1515.00 mm
- Bodenfreiheit
- 185.00 mm
- Länge
- 2255.00 mm
- Breite
- 905.00 mm
- Höhe
- 1355.00 mm
- Tankinhalt
- 20.06 L
- Gewicht
- 223.00 kg
Übersicht
Als Suzuki die V-Strom 800 D.E. auf den Markt brachte, stand die Frage nicht im Raum: Dieses Motorrad zielte auf Wege, Pfade und die ausgewaschenen Bergstraßen ab. Das 21-Zoll-Rad, die 220 mm Federweg, die Motorschutzplatte – alles sprach für ein echtes Abenteuer. Aber nicht alle potenzielle Käufer träumen von Furtüberquerungen. Manche wollen einfach einen sportlichen Trail, der komfortabel auf der Straße liegt und in der Lage ist, Kilometer zu verschlingen, ohne den Fahrer in eine Salzstatue zu verwandeln. Hier kommt die Suzuki V-Strom 800 SE mit dem Suffix „Sport Explorer“ ins Spiel, die die Rezeptur mit einem anderen Leistungsauftrag neu interpretiert.

Die Änderungen zwischen den beiden Versionen sind auf den ersten Blick nicht sofort erkennbar. Dann schaut man genauer hin. Das Vorderrad ändert sich von 21 auf 19 Zoll, mit einem breiteren 110/80-Reifen. Der Federweg reduziert sich auf 150 mm. Die Sitzhöhe bleibt bei 805 mm, ist aber bereits ziviler als bei der Geländegängigen. Das Lenkrad wird um 23 mm nach vorne und leicht nach unten verlegt, die Fußrasten werden nach hinten und oben versetzt; das Fahrwerkstschell kippt nach vorne, was eine dynamischere, straßenorientiertere Haltung ergibt. Nissin-Bremssättel greifen 310-mm-Scheiben mit radialer Befestigung vorne und einen einzelnen 260-mm-Kolbenbremsen hinten, und das ABS überwacht das Ganze. Es handelt sich nicht mehr um einen Trail-Raid in Verkleidung, sondern um einen echten Tourenmotorrad mit vielseitigem Anspruch.
Unter dem Aluminium-Doppelrohrrahmen liefert der 776 cm³-Parallel-Twin, der in einem Winkel von 270 Grad steht, 84 PS bei 8.500 U/min und 78,5 Nm bei 6.800 U/min. Dieser Motor, den sie sich mit der D.E. und dem Roadster GSX-8S teilen, ist nicht der stärkste in seiner Klasse: Eine Honda Transalp 750 oder eine KTM 790 Adventure spielen in schärferen Bereichen. Aber die Suzuki V-Strom 800 gleicht dies mit einer offenen Verfügbarkeit und einem zahmen Charakter aus, der beruhigt, ohne zu langweilen. Das Sechsganggetriebe mit bidirektionalem Quickshifter erleichtert die Progression, die Low RPM Assist vermeidet Standgasabwürge in der Stadt. Wie hoch ist der Preis der Suzuki V-Strom 800 aus dem Jahr 2024? Suzuki gibt 10.499 Euro an, was etwa tausend Euro weniger als die D.E. sind, wobei sich der Unterschied auf weniger einstellbare Federungen und das Fehlen von Geländeschutzblechen zurückzuführen ist. Angesichts der direkten Konkurrenz ist sie preislich sinnvoll positioniert.
Die bordeigene Elektronik heißt SIRS, für Suzuki Intelligent Ride System. Drei Fahrmodi steuern sowohl die Ride-by-Wire-Drosselklappenantwort als auch den Eingriff des Traktionskontrollsystems: vom lebhaften Modus A bis zum sehr progressiven Modus C, für Regen oder Fahranfänger. Es ist weniger konfigurierbar als ein KTM- oder BMW-System, deckt aber das Wesentliche ab, ohne den Fahrer mit Menüs zu überfordern. Das 7-Zoll-Farbtouchscreen-Display ist dank zweier grafischer Themen sowohl bei Tag als auch bei Nacht gut ablesbar. Es bestätigt, dass Suzuki bei der Instrumentierung nicht gespart hat, um die anderweitigen Einsparungen auszugleichen. Der USB-Anschluss ist vorhanden, ebenso der Gepäckträger. Die auf 3 cm verstellbare Blase ist ein nettes Detail; sie bietet angemessenen Schutz, wenn sich die Morphologie des Fahrers dafür eignet, nicht mehr.
Mit einem Radstand von 1.515 mm und 223 kg vollgetankt liegt die Suzuki V-Strom 800 in Bezug auf die Masse im oberen Mittelfeld der Klasse. Sie ist nicht die leichteste, aber die Fahrposition und der gut platzierte Schwerpunkt gleichen diesen Nachteil im realen Einsatz aus. Der 20-Liter-Tank in Kombination mit einem angegebenen Verbrauch von rund 4,5 l/100 km verspricht eine seriöse Reichweite, ein entscheidendes Argument für lange Autobahnfahrten oder die Durchquerung von Regionen mit wenigen Tankstellen. Wer eine Suzuki V-Strom 800 gebraucht sucht, wird die ersten Einheiten des Baujahres 2023 zu attraktiven Preisen finden, wobei sich die Mechanik bewährt hat, ohne strukturelle Mängel zu melden. Für einen fortgeschrittenen Fahrer, der einen vielseitigen Trail ohne die Einschränkungen eines echten Abenteuerbikes sucht, erfüllt diese V-Strom 800 SE die Anforderungen ehrlich, ohne so zu tun, als wäre sie etwas anderes, als sie ist.
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