Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 182.0 ch @ 12500 tr/min (133.9 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.7:1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Deltabox en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 206.00 kg
- Neupreis
- 15 999 €
Übersicht
Man stelle sich die Szene vor: Ein Samstag im Mai, inmitten des Trubels der Boxengasse von Le Mans, und Jorge Lorenzo höchstpersönlich überreicht einem die Schlüssel zu einer Yamaha YZF-R1 mit genau der gleichen Lackierung wie sein MotoGP M1. Im Jahr 2011 hat Yamaha France das Konzept der limitierten Serie mit diesem Replica auf die Spitze getrieben. Es ist mehr als nur ein Sticker-Kit, es ist ein umfassendes Erlebnis, fast ein Reisepass in die Welt des Grand Prix. Zum gleichen Preis wie eine Standard R1 der damaligen Zeit, also 15.999 Euro, wurde der Käufer mehr als nur ein einfacher Kunde.

Unter dem Racing-Blau oder den schwarz-silbernen Farben des Tech 3 Teams schlug das unerbittliche Herz des Crossplane-Blocks. Dieser 998 cm³ Vierzylinder, mit seinen 182 PS, die bei 12.500 U/min heulen, und seinem charakteristischen Drehmoment von 108 Nm, hatte nichts zu beneiden an der Serienproduktion. Das Deltabox-Chassis, die 43-mm Upside-Down-Gabel und die riesige doppelte 310-mm-Bremsscheibe vorne waren identisch. Das angegebene Gewicht von 206 kg fahrfertig bestätigte, dass es sich um ein echtes, anspruchsvolles Sportgerät für die Rennstrecke handelte. Die Sitzhöhe von 835 mm machte keine Zugeständnisse an den Komfort, was daran erinnerte, dass hier die Leistung im Vordergrund steht.
Doch das Marketing-Genie, denn das ist es gewiss, lag im Paket. Neben der spezifischen Lackierung eines der vier Fahrer – Lorenzo, Spies, Crutchlow oder Edwards – wurde das Motorrad mit einem YEC Racing-Hebel-Kit, Fanartikeln und vor allem mit zwei Boxengassen-Pässe für den GP von Frankreich geliefert. Die Verbindung war direkt, greifbar. Yamaha fügte sogar einen Tag des Fahrens auf der Rennstrecke mit seinen Instruktoren hinzu. Ein Teil des Preises wurde sogar an das Rote Kreuz gespendet. Man war in reiner Emotion, weit über die technische Daten hinaus.
Im Vergleich zu einer Honda CBR1000RR oder einer Suzuki GSX-R1000 der damaligen Zeit, so leistungsstark sie auch sein mögen, bewegte sich die R1 Replica auf einem ganz anderen Terrain. Sie beanspruchte nicht, schneller oder wendiger zu sein. Sie verkaufte einen Traum, einen Bruchteil der MotoGP-Aura. Für den wohlhabenden Streckenrennfahrer oder den Sammler war dies eine einmalige Gelegenheit. Für den Reisenden oder den Anfänger war es offensichtlich eine völlig ungeeignete, wenn nicht sogar einschüchternde Maschine.

Letztendlich bleibt diese Yamaha YZF-R1 MotoGP Replica 2011 ein einzigartiges Objekt in der Geschichte der Sportmotorräder. Sie fasst wunderbar den Geist einer Ära zusammen, in der die Serienproduktion versuchte, die Magie der Rennprototypen einzufangen. Es war nicht das technisch ausgereifteste Motorrad seiner Generation, aber wahrscheinlich das, das im Showroom das stärkste Herz zum Schlagen brachte. Ein genialer Marketing-Coup, unterstützt von einer bereits legendären Mechanik.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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