Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 182.0 ch @ 12500 tr/min (133.9 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.7:1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Deltabox en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 206.00 kg
- Neupreis
- 19 990 €
Übersicht
Vier Motorräder. Das ist alles. Das ist die Anzahl der Chancen, im Jahr 2009 die Hand auf eines der begehrtesten Objekte zu legen, die jemals von Yamaha gezeichnet wurden. Es handelt sich nicht um ein einfaches R1-Modell mit Aufkleber-Kit, nein. Es handelt sich um eine Serienmaschine, die in eine lebende Ikone verwandelt wurde, geschmückt mit den exakten Farben der M1 von Rossi und Lorenzo. Eine Marketingaktion, gewiss, aber von solcher Größenordnung, dass sie an ein historisches Ereignis grenzt. Die Idee war einfach und genial: den Grand Prix de France zu feiern, indem vier wohlhabende, begeisterte Fans das ultimative Erlebnis geboten wurde, vom Paddock bis zur Schlüsselübergabe durch die Helden höchstpersönlich.

Technisch gesehen schlägt unter dem blau-weißen Fiat-Scheinwerfer oder dem blau-gelben von Lorenzo das Herz eines Standard-R1-Modells von 2009. Und das ist bereits ein Monster. Sein Reihenvierzylinder mit Crossplane-Steuerung, eine Revolution für die damalige Zeit, spießt 182 brüllende Pferdestärken bei 12500 U/min aus. Das Drehmoment, kraftvoll mit 107,9 Nm, ist so präsent wie unerwartet auf einer reinen Sportmaschine. Das Deltabox-Chassis und die 43-mm-Upside-Down-Gabel sorgen für ein chirurgisch präzises Fahrverhalten. Mit 206 kg vollgetankt ist sie nicht das Leichteste ihrer Klasse, aber ihre Agilität in Kurven lässt die Zahl auf der Waage in den Hintergrund treten. Sie konnte die 300 km/h erreichen, eine Leistung, die auch heute noch Respekt einflößt.
Aber die eigentliche Debatte, hier, liegt nicht in den technischen Vergleichen mit einer Fireblade oder einer GSX-R1000 der damaligen Zeit. Diese Rivalen hatten vielleicht ein Pferd mehr oder ein Kilo weniger. Die Stärke dieser Replica liegt in der reinen Emotion, im materialisierten Traum. Für 19.990 Euro kaufte man nicht nur ein Motorrad. Man kaufte ein Sesam: einen Paddock-Pass für den GP von Le Mans, eine Schlüsselübergabezeremonie am Startplatz vor 150 Yamaha-Fahrern und sogar eine Spende von 1000 Euro an eine Vereinigung. Die Replika des Fahrerhelms und die nummerierte Plakette sollten diesen Pakt zwischen Fan und Legende besiegeln.

Für wen war sie gedacht? Sicher nicht für den Sonntags-Streckenrennfahrer auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses Schmuckstück richtete sich an den Sammler, den MotoGP-Enthusiasten, der die Mittel für seinen Traum hatte. Es war ein Glaubensakt, eine Hommage. Die schwierigste Wahl war nicht zwischen verschiedenen Federungen, sondern zwischen der Nummer 46 und der 99. Zwischen dem Doktor und seinem zukünftigen Rivalen. Letztendlich bleibt diese R1 MotoGP Replica ein einzigartiger Fall in der Geschichte: eine limitierte Serie, bei der der Mehrwert nicht in Pferdestärken, sondern in Schauern gemessen wurde. Sie bewies, dass ein Motorrad mehr als nur eine Ansammlung von Teilen sein kann; es kann ein Ticket zum Eintritt in die Mythologie sein.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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