Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 748 cc
- Leistung
- 116.0 ch @ 10500 tr/min (85.3 kW)
- Drehmoment
- 82.4 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3:1
- Bohrung × Hub
- 90 x 58.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d\'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Showa Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Showa, déb : 128 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 14 695 €
Übersicht
Wie sieht eine italienische Sportmaschine aus, wenn sie sich weigert, der Herde der japanischen Vierzylinder zu folgen? Die Ducati 749 S, insbesondere die Modelle von 2003 bis 2006, liefert eine scharfsinnige, fast philosophische Antwort. Hier setzt man nicht auf die einfache Bedienung eines Motors mit hohem Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen, sondern auf die Anforderungen eines Charakters, der für Liebhaber von ungefilterten Empfindungen geschmiedet wurde. Ihr L-förmiger Testastretta-Zweizylinder mit 748 cm³ ist ein mechanisches Uhrenstück, das beansprucht wird. Mit 116 Pferdestärken bei 10.500 U/min und 82,4 Nm Drehmoment erscheinen die Zahlen im Vergleich zu einer GSX-R 750 der damaligen Zeit fast bescheiden. Aber das ist die Kunst von Ducati: Die Leistung ist nur ein Teil der Gleichung. Man muss in die Höhe drehen, über 8.000 U/min, damit der V2 seine wahre Wut entfesselt, begleitet von einem Grollen, das mehr Gänsehaut verursacht als ein japanisches Pfeifen.

Die Magie wirkt vor allem, wenn man die erste Kurve nimmt. Mit einem Gitterrahmen und einem Trockengewicht von 186 kg zeigt die 749 S eine Katzenagilität. Die Showa-Telegabel mit 43 mm und der gleichwertige Hinterradstoßdämpfer bieten eine ausgefeilte, fast rennstreckenorientierte Abstimmung, die jede Unebenheit der Fahrbahn vermittelt. Es ist ein Motorrad, das keine Nachsicht mit Trägheit kennt, es verlangt eine engagierte Fahrweise, eine totale Symbiose mit seinem Fahrer. Wer einen elektronischen Assistenten sucht, sollte weitergehen. Hier geht es um das rohe Gefühl, die radial befestigte Bremse mit doppelten 320-mm-Scheiben, die mit chirurgischer Präzision beißt, und eine Kettenantrieb, die bei jeder Beschleunigung daran erinnert, dass man auf einer lebenden Maschine sitzt.
Im Vergleich zu ihren Zeitgenossen spielt die Ducati 749 S nicht im selben Spiel. Ein Honda CBR600RR oder ein Yamaha YZF-R6 sind zugänglicher, vielseitiger und oft schneller auf der Rennstrecke. Die Ducati hingegen ist ein Lieblingsobjekt, eine mechanische Wette. Ihr 15,5-Liter-Tank und ihr 780-mm-Sattel machen sie zu einer schwierigen Begleiterin für die Stadt oder lange Strecken. Sie ernährt sich von engen Kurven und bewundernden Blicken. Es ist das Sportmotorrad für den Ästheten, den Rennfahrer, der Charakter über Einfachheit bevorzugt, oder den Sammler, der eine gut erhaltene Ducati 749 S gebraucht findet.
Mit einem Neupreis von etwa 14.700 Euro sprach sie bereits eine erfahrene Kundschaft an. Heute stellt eine gut gewartete Ducati 749 S von 2005 oder 2006 eine Gelegenheit dar, um das Wesen einer Ära einzufangen, in der die Elektronik noch nicht alles gezähmt hatte. Es ist ein Motorrad mit hartem Charakter, unvollkommen, manchmal eigensinnig, aber terribel charismatisch. Für diejenigen, die bereit sind, ihr Spiel mitzuspielen, ist die Belohnung ein reines Fahrerlebnis, das nur wenige moderne Maschinen noch bieten können.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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