Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 165.9 ch @ 11500 tr/min (122.0 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 9000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 50.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 212.00 kg
- Neupreis
- 15 999 €
Übersicht
Was macht man, wenn man eine R1 in der Garage stehen hat und der Roadster-Markt nach Muskeln verlangt? Man reißt ihr die Verkleidung ab, gestaltet die Front neu und lässt das Monster auf die Straße los. Yamaha wendet dieses Rezept seit 2016 mit der MT-10 an, und der Jahrgang 2023 markiert eine ernsthafte Überarbeitung. Der Cross-Plane-Reihenvierzylinder mit 998 cm3 gewinnt einige PS und erreicht nun 165,9 PS bei 11 500 U/min, bei 111,8 Nm Drehmoment ab 9 000 Touren. Die Leistung der Yamaha MT-10 1000 platziert sie in der Spitzengruppe gegenüber der Triumph Speed Triple 1200 RS, der Aprilia Tuono V4 oder der BMW S 1000 R. Das sind keine schüchternen Gegner – die Japanerin auch nicht.

Die Cross-Plane-Kurbelwelle bleibt das Killerargument. Kein anderes Hyper-Naked-Bike auf dem Markt bietet diese Architektur, die direkt von der Renn-R1 stammt. Das Ergebnis spürt man in den Händen: ein Drehmoment, das unregelmäßig, fast organisch ansteigt, mit einem rauen Klang, den die neue Auspuffanlage aus Titan noch präsenter macht. Zwischen 4 000 und 8 000 U/min wurde der Drehmomentbereich gegenüber dem Vorgängermodell verbreitert. Bei zartem Gasbefehl am Kurvenausgang ist der Unterschied zu einem klassischen Vierzylinder frappierend. Die elektronische Gasgriffsteuerung bietet vier Leistungskennfelder, von der rohen Ansprache für die Rennstrecke bis hin zu einem sanften Modus für nassen Asphalt. Genug, um diejenigen zu beruhigen, die sich fragen, wie viele PS die Yamaha MT-10 1000 hat und ob sie im Alltag beherrschbar ist: ja, vorausgesetzt man wählt den richtigen Modus.
Beim Styling hat Yamaha radikal durchgegriffen. Die Front verabschiedet sich von den kantigen Linien der ersten Generation zugunsten einer fließenderen Gestaltung, die besser zu den MT-07 und MT-09 passt. Die unschönen Anbauteile rund um den Kühler sind verschwunden, der 17-Liter-Tank erhält aufwendiger geformte Konturen. Das Ergebnis polarisiert weiterhin, aber weniger als zuvor. Die MT-10 bleibt ein Motorrad, das man sich optisch verdienen muss, besonders in der Lackierung Cyan Storm, wo die aggressive Seite voll zur Geltung kommt. Auf dem Sattel, der auf 835 mm thront, wurde die Sitzposition überarbeitet, um mehr Komfort zu bieten. Die 212 kg fahrfertig bleiben für eine Maschine dieser Klasse im Rahmen.
Das Fahrwerk schöpft aus derselben sportlichen DNA. Perimeterrahmen aus Aluminium, abgeleitet vom Supersportler, voll einstellbare KYB-Upside-Down-Gabel mit 43 mm, einstellbares Federbein, langer Aluminium-Schwingarm, der an Superbike-Maschinen erinnert. Der kompakte Radstand von 1 405 mm, kaum länger als der einer MT-07, verspricht eine seltene Agilität für eine Maschine dieses Kalibers. Die Bremsanlage macht dank eines radialen Brembo-Hauptbremszylinders einen Sprung nach vorn, mit zwei 320-mm-Scheiben, die von Vierkolben-Sätteln vorne gegriffen werden, und einer 220-mm-Scheibe hinten. Die Bridgestone S22-Bereifung rundet ein stimmiges und vertrauenerweckendes Gesamtpaket ab.

Die Elektronik macht einen gewaltigen Sprung. Das 4,2-Zoll-Farb-TFT-Display ersetzt das alte LCD, auch wenn das Format gegenüber den 5-Zoll-Bildschirmen mancher Konkurrentinnen bescheiden bleibt. Eine Sechs-Achsen-Inertialmesseinheit steuert nun die schräglagenabhängige Traktionskontrolle, die Schlupfregelung, die Motorbremskontrolle, das Anti-Wheelie-System und ein kurvenaktives ABS. Das YRC-System fasst alle diese Assistenzsysteme in vier anpassbaren Fahrmodi zusammen, von reinem Sport bis zur Regenkonfiguration. Der bidirektionale Quickshifter und der Tempomat vervollständigen die Ausstattung. Der Preis der Yamaha MT-10 1000 2023 liegt in Frankreich bei 15 999 Euro, ein Tarif, der durch dieses Ausstattungsniveau gerechtfertigt ist. Für die Jahrgänge 2024 und 2025 bleibt die preisliche Positionierung in diesem Bereich, da Yamaha die Leistung der MT-10 1000 und ihr technologisches Arsenal auf dem gleichen Niveau gehalten hat. Dieses Hyper-Naked-Bike richtet sich an erfahrene Fahrer, die das Temperament eines Sportlers ohne den Zwang der Sitzposition wollen. Ein radikaler Roadster, gemacht für schnelle Landstraßen ebenso wie für Trackdays, der nicht versucht, allen zu gefallen. Genau das macht seinen Reiz aus.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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