Schlüsselleistung
Technische Daten
- Rahmen
- Cast aluminum frame and Controlled-Fill aluminum die-cast swingarm → type Diamant en alu
- Kupplung
- — → Multiplate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork, adjustable compression and rebound, 5.1-in travel → Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Single shock, adjustable preload and rebound damping, 5.1-in travel → Single shock
- Federweg vorne
- — → 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- — → 130 mm (5.1 inches)
- Vorderradbremse
- Double disc. Hydraulic disc. → Double disc. Floating discs w/4-piston calipers
- Tankinhalt
- 17.03 L → 17.00 L
- Gewicht
- 211.80 kg → 211.00 kg
- Trockengewicht
- — → 211.80 kg
- Neupreis
- 8 399 € → 7 999 €
Motor
- Hubraum
- 779 cc
- Leistung
- 106.0 ch @ 10000 tr/min (78.0 kW)
- Drehmoment
- 82.4 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 68.0 x 53.6 mm (2.7 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- Digital TCI: Transistor Controlled Ignition with 32-bit ECU
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- type Diamant en alu
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multiplate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Single shock
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Floating discs w/4-piston calipers
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Radstand
- 1461.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2141.00 mm
- Breite
- 770.00 mm
- Höhe
- 1064.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 211.00 kg
- Trockengewicht
- 211.80 kg
- Neupreis
- 7 999 €
Übersicht
Was bewegt einen Hersteller dazu, eine Maschine zu ersetzen, die sich 250.000 Mal verkauft hat? Bei Yamaha lautet die Antwort in drei Buchstaben und einer Zahl: FZ8. Jahrgang 2012, löst diese Yamaha FZ8 die FZ6 ab – mit einem klaren Ziel: das Herzstück der Roadster-Palette zwischen der braven XJ6 und der brachiale FZ1 zu besetzen. Eine strategische Positionierung in einem Segment, in dem die Kawasaki Z750 seit Jahren den Ton angab.

Beim Design hat Yamaha das Rad nicht neu erfunden. Die Yamaha FZ8 2012 gleicht ihrer großen Schwester FZ1 wie zwei Tropfen Motoröl. Diamantrahmen aus Aluminium, goldene Upside-down-Gabel, massiver Schwingarm: das Rezept ist identisch. Nur der aggressive, teilverkleidete Scheinwerfer verleiht ihr eine eigene Identität. Die übrigen Unterschiede liegen im Detail – überarbeitete Seitenverkleidungen, Wegfall des EXUP-Systems, dezentere Kühlerlufteinlässe. Hier wird bewusst industrielle Rationalisierung betrieben, keine stilistische Revolution. Nicht unbedingt ein Vorwurf: Die Basis ist solide, und die gelungene Frontpartie verleiht dem Ganzen Charakter.
Unter dem Alurahmen führt der Reihenvierzylinder mit 779 ccm eine im Yamaha-Katalog bisher unbekannte Hubraumgröße ein. Dieser Motor leitet sich direkt vom 1000er der R1 ab, mit einem beibehaltenen Kolbenhub von 53,6 mm und einer auf 68 mm reduzierten Bohrung. Diese technische Entscheidung ist nicht zufällig: Sie bevorzugt Drehmoment im unteren Bereich und spontane Gasannahme gegenüber reiner Spitzenleistung. Das Ergebnis: 106 PS bei 10.000 U/min und vor allem 82,4 Nm Drehmoment bei 8.000 U/min. Das sind ein paar Newtonmeter mehr als bei der Kawasaki Z750 und deutlich besser als bei der alten FZ6. Das Ansaugsystem mit Ansaugtrichtern variabler Länge – 125 mm für die äußeren Zylinder und 150 mm für die inneren – optimiert die Füllung ohne auf das EXUP-Ventil zurückzugreifen. Das Sechsganggetriebe und der Kettenantrieb vervollständigen ein solides mechanisches Gesamtpaket mit einer Verdichtung von 12:1, die hochwertiges Superbenzin verlangt. Der angegebene Verbrauch von 5,9 l/100 km bleibt für einen Vierzylinder vernünftig, und der 17-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite zwischen zwei Tankstopps.
Das Fahrwerk übernimmt nahezu vollständig jenes der FZ1: Aluminium-Diamantrahmen mit dem Motor als tragendes Element, Upside-down-Telegabel, Monofederbein hinten, Doppelscheibenbremse vorne mit schwimmend gelagerten Scheiben und Vierkolben-Sätteln sowie eine einzelne Scheibe hinten. Die Bremssättel sind nicht radial montiert, was die Mittelklasse-Positionierung verrät, doch ihre Wirksamkeit steht außer Frage. Die Bereifung in 120/70-ZR17 und 180/55-ZR17 bietet einen guten Kompromiss aus Grip und Langlebigkeit. Der Reifendruck der Yamaha FZ8 verdient regelmäßige Kontrolle, um die Präzision der Lenkung zu erhalten. Mit 211 kg fahrfertig, einem Radstand von 1.461 mm und einer Sitzhöhe von 815 mm bleibt die Maschine zugänglich, ohne niedrig zu sein. Sie eignet sich sowohl für den täglichen Pendler als auch für den Wochenendfahrer, der auf Landstraßen Spaß haben will.
Der Neupreis der Yamaha FZ8 von 7.999 Euro stellte sie in direkte Konkurrenz zur Z750 und zur Suzuki GSR750. Heute ist sie als Gebrauchte eine kluge Wahl für alle, die einen vielseitigen und zuverlässigen Roadster suchen, ohne sich bei den leicht verfügbaren Yamaha FZ8 Ersatzteilen zu ruinieren. Die halbverkleidete Version Yamaha FZ8 Fazer erweitert das Spektrum zusätzlich in Richtung leichtes Touring. Ein Topcase-Träger für die Yamaha FZ8 und ein Sozius-Haltegriff genügen, um sie in eine Reisemaschine zu verwandeln. Die Yamaha FZ8 S und die Version SPR ergänzen die Palette für alle, die ein wenig mehr Ausstattung wünschen. Achtung allerdings: Sie ist nicht mit dem Führerschein A2 kompatibel – eine Yamaha FZ8 A2 mit werkseitig homologierter Drosselung existiert nicht, was Fahranfänger zur XJ6 lenkt. Für alle anderen offenbart dieses Datenblatt der Yamaha FZ8 einen Roadster ohne besondere Genialität, aber auch ohne echte Schwächen – direkter Erbe einer bewährten Linie. Ein effizientes Werkzeug, kein Objekt der Leidenschaft.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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