Schlüsselleistung
Technische Daten
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electronic Fuel Injection → Injection
- Zündung
- Transistorized coil ignition → Digital TCI: Transistor Controlled Ignition with 32-bit ECU
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork, 43mm inner tube → Fork, 5.1-in travel
- Hinterradaufhängung
- Swingarm, linked monoshock with spring preload adjustment → Swingarm, Linked monoshock with spring preload adjustment, 5.1-in travel
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches) → —
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches) → —
- Vorderradbremse
- Double disc → Double disc. hydraulic discs
- Radstand
- 1460.00 mm → 1461.00 mm
- Länge
- 2140.00 mm → 2141.00 mm
- Höhe
- 1065.00 mm → 1064.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L → 17.03 L
- Gewicht
- 211.00 kg → 220.90 kg
- Trockengewicht
- 211.00 kg → —
Motor
- Hubraum
- 779 cc
- Leistung
- 106.0 ch @ 10000 tr/min (76.4 kW)
- Drehmoment
- 82.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 68.0 x 53.6 mm (2.7 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- Digital TCI: Transistor Controlled Ignition with 32-bit ECU
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Diamond
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multiple-disc coil spring
- Vorderradaufhängung
- Fork, 5.1-in travel
- Hinterradaufhängung
- Swingarm, Linked monoshock with spring preload adjustment, 5.1-in travel
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. hydraulic discs
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Radstand
- 1461.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2141.00 mm
- Breite
- 770.00 mm
- Höhe
- 1064.00 mm
- Tankinhalt
- 17.03 L
- Gewicht
- 220.90 kg
- Neupreis
- 7 999 €
Übersicht
Als Yamaha beschloss, die Lücke zwischen der einsteigertauglichen XJ6 und der wilden FZ1 zu schließen, versuchte der Hersteller nicht, das Rad neu zu erfinden. Die Yamaha FZ8 2011 übernimmt ohne Umschweife das Rezept ihrer großen Schwester, herunterskaliert auf 800er-Format. Eine bewusste, pragmatische Entscheidung, die an Kawasakis Strategie mit der Z750 und Z1000 erinnert. Das Ergebnis? Ein Roadster, der eine solide technische Basis erbt, ohne sich ständig beweisen zu müssen. Auf dem Papier beruhigt das Datenblatt der Yamaha FZ8: Aluminium-Diamantrahmen, 43-mm-Upside-down-Gabel, Vierkolben-Bremszangen, kräftige Schwinge. Das Fahrwerk ist nahezu eine Kopie der FZ1, und das ist durchaus eine gute Nachricht.

Der Reihenvierzylinder mit 779 cc ist das eigentliche Herzstück. Abgeleitet vom R1- und dann vom FZ1-Aggregat, behält dieser Motor den gleichen Kolbenhub (53,6 mm), reduziert aber die Bohrung auf 68 mm. Diese technische Entscheidung ist keineswegs bedeutungslos: Sie bevorzugt niedriges Drehmoment und Durchzug in allen Drehzahlbereichen gegenüber reiner Spitzenleistung. Das Ergebnis: 82 Nm bei 8.000 U/min und 106 PS bei 10.000 U/min. Das ist spürbar drehmomentstarker als die alte FZ6, und die Yamaha FZ8 zeigt sich in diesem Bereich geringfügig besser aufgestellt als die Kawasaki Z750. Für die Gemischaufbereitung setzt Yamaha auf Ansaugtrichter mit unterschiedlichen Längen je Zylinder – ein Kniff, der die Druckwellen nutzt, um die Zylinderfüllung zu optimieren. Das Sechsganggetriebe überträgt alles über einen klassischen Kettenantrieb ans Hinterrad, ohne unangenehme Überraschungen.
Was die Abmessungen betrifft, bringt die Yamaha FZ8 vollgetankt 220,9 kg auf die Waage, bei einem 17-Liter-Tank. Das ist ein moderates Gewicht für einen Roadster dieser Hubraumklasse, auch wenn man weit von einer reinrassigen Rennstreckenmaschine entfernt bleibt. Die Sitzhöhe von 815 mm stellt für durchschnittlich gewachsene Fahrer kein Problem dar, und der angegebene Verbrauch von 5,9 l/100 km lässt eine ordentliche Reichweite für leichtes Touring erwarten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h, ein ehrlicher Wert, der die Maschine gut einordnet: schnell genug für lange Überlandstraßen, nicht radikal genug, um den Sportler zu spielen. Die Bremsanlage besteht aus einer Doppelscheibe vorn und einer Einzelscheibe hinten, eine bewährte Konfiguration. Die Bereifung in 120/70 und 180/55 auf 17-Zoll-Felgen bietet eine große Auswahl an Reifen auf dem Yamaha FZ8-Ersatzteilmarkt.
Für wen ist diese Maschine gedacht? Die Yamaha FZ8 2011 richtet sich klar an den vielseitigen Motorradfahrer, der einen spritzigen Roadster sucht, ohne die mitunter überfordernde Leistung eines großvolumigen Motorrads. Sie eignet sich gleichermaßen für den täglichen Stadtverkehr wie für den Wochenendfahrer, der Landstraße um Landstraße aneinanderreiht. Achtung allerdings: Die Yamaha FZ8 ist nicht mit dem A2-Führerschein kompatibel, da ihre Leistung die 47,5-PS-Grenze deutlich überschreitet. An Zubehör bietet der Yamaha-Katalog einen Topcaseträger, Soziusgriffe, ein Windschild, Sturzpads und Sturzprotektoren, um die Maschine je nach Einsatzzweck zu individualisieren. Die verkleidete Version, die Yamaha FZ8 Fazer, erweitert das Spektrum zusätzlich in Richtung leichtes Reisen. Zum Neupreis von 7.999 Euro bei der Markteinführung angeboten, wird die FZ8 heute auf dem Yamaha FZ8-Gebrauchtmarkt zwischen 3.500 und 5.500 Euro gehandelt, je nach Baujahr und Zustand, ob Yamaha FZ8 2010, 2012 oder 2013.
Der Hauptkritikpunkt an dieser Maschine ist ihr Mangel an visueller Eigenständigkeit. Der aggressive Frontscheinwerfer unter der Verkleidung verleiht ihr Charakter, doch die restliche Silhouette verschmilzt zu sehr mit der FZ1. Die Yamaha FZ8 S und die SPR-Version haben daran grundsätzlich nichts geändert. Der empfohlene Reifendruck der Yamaha FZ8 sollte regelmäßig überprüft werden, Bremsscheiben und Batterie sind Verschleißteile, die bei älteren Exemplaren im Auge behalten werden müssen. Dennoch fällt die Gesamtbilanz deutlich positiv aus: eine großzügige Mechanik, ein gesundes Fahrwerk, ein vernünftiger Preis. Kein Paukenschlag, aber ein solides Werkzeug zum Fahren.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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