Schlüsselleistung

110 ch
Leistung
🔧
955 cc
Hubraum
⚖️
217 kg
Gewicht
🏎️
230 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
800 mm
Sitzhöhe
18.0 L
Tankinhalt
💰
11 500 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2001 2000
Sitztyp
Selle biplaces

Motor

Hubraum
955 cc
Leistung
110.0 ch @ 9200 tr/min (80.9 kW)
Drehmoment
93.2 Nm @ 5800 tr/min
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
11.2 : 1
Bohrung × Hub
79 x 65 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection

Fahrwerk

Rahmen
Périmétrique multitubulaire en alu
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 120 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 140 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.50 bar
Hinterreifen
190/50-17
Hinterreifendruck
2.90 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
800.00 mm
Sitztyp
Selle biplaces
Tankinhalt
18.00 L
Gewicht
217.00 kg
Trockengewicht
196.00 kg
Neupreis
11 500 €

Übersicht

Was trieb einen Motorradfahrer um die Jahrtausendwende dazu, eine Engländerin statt einer überzüchteten Japanerin zu wählen? Die Antwort liegt in drei Zylindern, 955 cm3 und einer gehörigen Portion Charakter. Die Triumph 955i Speed Triple Jahrgang 2000 hat nie versucht, es allen recht zu machen. Sie hat sich für ein Lager entschieden – das der bösen Roadster, der Maschinen, die im Standgas grollen und ab der Drehzahlmitte zubeißen.

Triumph 955i SPEED TRIPLE

Ihr eingespritzter Dreizylinder leistet 110 PS bei 9200 U/min, mit einem Drehmoment von 93,2 Nm, das bereits bei 5800 Touren anliegt. Auf dem Papier nichts Überirdisches gegenüber einer Suzuki GSX-R oder einer Kawasaki Z1000. Doch der Dreizylinder spielt eine Partitur, die Reihenvierzylinder nicht kennen. Der Schub ist rund, fleischig, ohne Löcher und ohne Lastwechselreaktionen. Unter 4000 Touren lässt sich der Motor klaglos durch die Stadt schleppen. Über 6000 wechselt er die Stimme und zieht mit einer Rock'n'Roll-würdigen Aggressivität bis in den roten Bereich. Dieser 12-Ventiler mit 79 mm Bohrung und 65 mm Hub ist auf Drehfreude ausgelegt. Die Verdichtung von 11,2:1 bestätigt die sportliche Berufung der Maschine. Das Sechsganggetriebe erledigt seine Arbeit ohne besondere Genialität, doch der Kettenantrieb bleibt die logische Wahl, um die Pferdestärken zu verkraften.

Beim Fahrwerk prägt der perimeterische Aluminium-Gitterrohrrahmen die visuelle Identität von Triumph. Dieses sichtbare Fachwerk verleiht der Speed Triple ein Gesicht, das niemand mit der Konkurrenz verwechselt. Und es geht nicht nur um Optik. Die Steifigkeit des Rahmens bändigt die 110 PS souverän, selbst wenn der Fahrer beschließt, eine kurvige Landstraße anzugreifen. Die Einarmschwinge, ein Erbe der T595-Linie, bringt einen Hauch von Distinktion und setzt die hintere Felge mit der Bereifung in 190/50-17 gekonnt in Szene. Die 45-mm-Telegabel und das Zentralfederbein bieten Federwege von 120 bzw. 140 mm. Die Abstimmung ist straff, sehr straff. Auf schlechten Straßen leidet der Rücken. Lange Ausfahrten verlangen entweder einen guten Osteopathen oder einen Besuch beim Fahrwerksspezialisten, um das Setup geschmeidiger zu machen. Das ist der Preis für eine Straßenlage, die so manche vollverkleidete Sportlerin vor Neid erblassen ließe. Mit 217 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 800 mm bleibt die Triumph 955i Speed Triple auch für durchschnittlich gewachsene Fahrer zugänglich.

Die Vorderradbremse macht der Kategorie alle Ehre. Zwei 320-mm-Scheiben mit Vierkolben-Bremszangen bieten überzeugende Bremsleistung und gute Dosierbarkeit. Die Hinterradbremse hingegen enttäuscht offen. Ihre einzelne 220-mm-Scheibe lässt Biss und Progressivität vermissen – ein wiederkehrender Mangel dieser Generation, den Triumph erst bei den späteren Jahrgängen behoben hat, insbesondere bei der Triumph 955i Speed Triple 2004 und 2005. Das ist ein Punkt, den man bei einer gebrauchten Triumph 955i Speed Triple prüfen sollte, denn die hinteren Bremsbeläge werden von den Besitzern oft vernachlässigt, da sie fast ausschließlich die Vorderradbremse nutzen.

Mit einem Preis von 11 500 Euro im Jahr 2000 positionierte sich die Speed Triple gegenüber der Ducati Monster 900 und der ersten KTM Super Duke. Weniger exotisch als die Italienerin, zivilisierter als die Österreicherin, besetzte sie eine besondere Nische. Die des nervösen Roadsters mit echter Persönlichkeit, alltagstauglich, ohne jede Fahrt zur Tortur zu machen. Sie richtet sich an Fahrer, die bereits einige Saisons in den Handschuhen haben und Charakter wollen, ohne die Zwänge einer reinrassigen Sportmaschine. Der erhöhte Lenker sorgt für eine natürliche Sitzposition und ein willkommenes Plus an Wendigkeit, in der Stadt wie auf der Landstraße. Heute bestätigt eine Probefahrt auf der Triumph 955i Speed Triple, was die Besitzer seit zwanzig Jahren wiederholen: Dieses Motorrad hat Temperament, ein echtes – nicht jenes, das in Werbeprospekten erfunden wird. Sie kratzt, sie verführt, und sie entschuldigt sich nie dafür, das zu sein, was sie ist.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.50 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.43 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
113.6 ch/L
In der Kategorie Naked bike · Hubraum 478-1910cc (3687 verglichene Motorräder)
Leistung 109 ch Top 39%
48 ch Median 98 ch 175 ch
Gewicht 217 kg Leichter als 37%
183 kg Median 211 kg 256 kg
L/G-Verhältnis 0.50 ch/kg Top 37%
0.23 Median 0.44 0.82 ch/kg

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