Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 996 cc
- Leistung
- 125.0 ch @ 9200 tr/min (91.9 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.6:1
- Bohrung × Hub
- 98 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- multitubulaire en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 10 000 €
Übersicht
Motorrad: Suzuki SV 1000 SZ Special Edition (2005)

Erinnern Sie sich an dieses Kribbeln, diese Mischung aus Nervosität und Verlangen, wenn ein Motorrad Sie aus dem Wohnzimmer heraus anstarrte. Die Suzuki SV 1000 SZ bewirkte 2005 genau das. Es war nicht einfach nur eine weitere SV, sondern eine Kampfansage, eine Maschine, die italienische und österreichische Konkurrenten direkt ansah. Unter ihrer brandneuen Vollverkleidung und dem GSX-R-Look verbarg sie das Herz eines Kraftpakets, dieses 996 cm³ V-Twin, den einige als zu rustikal empfanden. Mit 125 Pferdestärken bei 9200 Touren setzte sie nicht auf brute Gewalt, sondern auf diese besondere Alchemie des Drehmoments, 98 Nm, die ab mittleren Drehzahlen verfügbar waren und Sie mit einem Gefühl organischer Traktion aus den Kurven katapultierten.
Der Vergleich mit einer Ducati 999 oder einer Aprilia RSV Milla der damaligen Zeit ist aufschlussreich. Während die Italiener auf extreme Nervosität und hohe Drehzahlen setzten, bot die SV SZ eine andere Philosophie. Ihr Motor war sehniger, zugänglicher, weniger anspruchsvoll. Man bestieg sie nicht, man schwang sich auf sie. Das perimeteriale Aluminiumchassis, geerbt von der Sportmaschine, bot eine Steifigkeit, die im Kontrast zu dem manchmal weichen Ruf der Twin-Roadster stand. Mit 189 kg Trockengewicht war sie kein Federgewicht, aber ihr Gewicht war gut platziert, was ihr eine überraschende Agilität für eine vollverkleidete Maschine verlieh.
Dennoch verbargen sich hinter diesem Fake-GSX-R-Look einige Kompromisse. Die 46-mm-Gabel und der Monodämpfer waren zwar ehrlich, aber es fehlte ihnen die Feinabstimmung und Raffinesse der Konkurrenz. Die Bremsanlage mit ihren zwei 310-mm-Scheiben vorne erledigte ihre Arbeit ohne zu zögern, aber ohne den Biss und die Progressivität radialer Systeme, die gerade begannen, aufzutauchen. Das war die Achillesferse dieses als Sportler getarnten Motorrads: Es hatte das Aussehen einer Champion, aber die Ausrüstung einer Arbeiterin. Für 10.000 Euro zur damaligen Zeit hatte man etwas mehr Finesse erwartet.
Für wen war diese SV 1000 SZ gedacht? Ganz klar für den sportlichen Tourenfahrer, der hunderte Kilometer ohne Ermüdung zurücklegt, der den relativen Komfort eines 80 cm hohen Sattels und die Sanftmut des Motors gegenüber Höchstleistungen bevorzugt. Es war auch ein ideales Übergangsmodell für den Sonntags-Rennfahrer, der auf die Rennstrecke gehen wollte, ohne die Risiken eines reinen Hypersportlers eingehen zu müssen. Sie verzeihte viel, ermutigte zum Driften, erreichte aber ihre Grenzen schneller als ein echtes Sportmotorrad. Ihre Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h fasste ihren Geist gut zusammen: schnell, aber nicht verrückt.
Heute pflegt diese Special Edition den Status eines besonderen Objekts. Sie ist seltener als die nackte SV 1000 N und stellt die Verbindung zwischen zugänglicher Sportlichkeit und emotionalem Roadster dar. Sie erinnert an eine Zeit, als Suzuki wagte, mit einer einzigen mechanischen Basis auf mehreren Brettern zu spielen. Es war ein ehrliches Motorrad mit seinen offensichtlichen Qualitäten in Bezug auf Motor und Fahrverhalten und seinen ebenso klaren Mängeln in Bezug auf die Ausstattung. Eine Maschine, die nicht betrog, und die man in einer heute oft aseptisierten Landschaft vermisst. Ein echtes Suzuki, kurz gesagt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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