Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 212.0 ch @ 13300 tr/min (155.9 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 74,5 x 57,3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Showa Ø 42 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Showa
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (monoblocs)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
Abmessungen
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Trockengewicht
- 163.00 kg
- Neupreis
- 100 000 €
Übersicht
Kann eine Rückbesinnung auf die Grundlagen ausreichen, um eine Maschine wieder auf Kurs zu bringen, die gegenüber einem immer stärker werdenden Wettbewerb an Boden verloren hat? Im Jahr 2010 scheinen Suzuki und das Team Alstare daran zu glauben. Mit einer GSX-R 1000 Factory SUPERBIKE, die auf dem Papier weder das Fahrwerk noch den Motor revolutioniert, verfolgt man eher einen Ansatz des geistigen Erneuerungsprozesses. Nach turbulenten Partnerschaften trägt das Verkleidungsblech nun die Logos von VIRU, einem estnischen Bier, und LOCTITE, das für Motorradbegeisterte bekannter ist. Aber die wahre Veränderung für uns in Frankreich ist die Ankunft von Sylvain Guintoli im Team von Francis Batta, begleitet von Leon Haslam. Dieses Paar soll einen neuen Schwung in die WSBK bringen und eine Maschine wieder aufwecken, die trotz ihrer 212 PS bei 13300 Umdrehungen manchmal von den Yamaha R1, Ducati 1198 R, Aprilia RSV4 und BMW S 1000 RR in den Schatten gestellt wurde.

Das Herzstück dieser Superbike ist weiterhin der große 999-ccm-Viertaktmotor in Reihenbauweise, eine legendäre Architektur, die mit einem Verdichtungsverhältnis von 13,5:1 pulsiert. Suzuki gibt 212 PS an, eine Leistung, die die Maschine in den sehr exklusiven Kreis der Hypersportler einordnet, aber auf der Rennstrecke hatte sie Schwierigkeiten, mit der aktuellen Elite mitzuhalten. Das Perimeter-Aluminiumrahmen, die 42-mm-Upside-Down-Gabel Showa und der Monoschwingarm Showa bilden eine solide Basis, die hier durch Racing-Ausrüstung wie Vierkolben-Monoblock-Bremssättel, 320-mm-Bremsscheiben und eine Arrow-Auspuffanlage ergänzt wird. Das Trockengewicht von 163 kg und der 23-Liter-Tank zeichnen eine aggressive Silhouette, die bereit für den Kampf ist, aber die Frage der Geschwindigkeit auf der Strecke bleibt offen.
Zu einem Preis von 100.000 Euro ist diese Factory SUPERBIKE Alstare keine Maschine für den Durchschnittsmotorradfahrer. Sie richtet sich explizit an die Kundenrennwelt und an wohlhabende Amateurfahrer, die ein Trackday-Motorrad mit WSBK-Pedigree suchen. Im Vergleich zu ihren Konkurrenten bietet sie eine möglicherweise traditionellere Philosophie, weniger radikal in ihren elektronischen oder architektonischen Innovationen. Ihr Motor, der der GSX-R-Linie treu bleibt, ist ein Rennpferd, das eine Nutzung bei hohen Drehzahlen erfordert, während das bekannte Fahrwerk den erfahrenen Fahrern sofort Vertrauen vermittelt.
Für die Saison 2010 feiert Suzuki mit dieser Alstare-Version das 25-jährige Bestehen der GSX-R-Saga. Das Ziel ist klar: die verlorene Ehre in der WSBK zurückzugewinnen. Die Voraussetzungen sind gegeben: eine brutale Leistung, ein ausbalanciertes Fahrwerk und jetzt ein Team, das von Guintoli und Haslam angeführt wird. Aber in der Arena der Hypersportler, in der jedes Jahr technologische Sprünge mit sich bringt, kann Konservatismus ein Hemmschuh sein. Diese GSX-R 1000 Factory muss beweisen, dass ihr Charakter und ihre Rückbesinnung auf die grundlegenden Werte das Fehlen bahnbrechender Neuheiten ausgleichen können. Sie bleibt ein Superbike mit reinem Blut, aber sie muss jetzt zeigen, dass sie immer noch Rennen gewinnen kann, nicht nur Nostalgie.
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