Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 487 cc
- Leistung
- 48.0 ch @ 9200 tr/min (35.3 kW)
- Drehmoment
- 40.2 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- Twin, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.0:1
- Bohrung × Hub
- 74.0 x 56.6 mm (2.9 x 2.2 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Carburettor
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Telescopic, oil damped
- Hinterradaufhängung
- Link type, 5-way adjustable preload
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 130/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Radstand
- 1405.00 mm
- Bodenfreiheit
- 120.00 mm
- Länge
- 2080.00 mm
- Breite
- 800.00 mm
- Höhe
- 1150.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 203.00 kg
- Trockengewicht
- 180.00 kg
- Neupreis
- 4 999 €
Übersicht
Motorrad: Suzuki GS 500 F (2005)

Erinnerst du dich noch an die Zeit, als ein erschwingliches Sportmotorrad kein Oxymoron war? Reise zurück ins Jahr 2005, als Suzuki seine GS 500 mit einer Vollverkleidung ausstattete und auf den Markt der kleinen Reiseenduros brachte. Es war keine Revolution, sondern ein geschickter Pinselstrich. Der 487 cm³-Zweizylinder, der seit Jahrzehnten im Dienst ist, erhielt lediglich einen Ölkühler und einen katalysierten Auspuff, um die Euro 2-Norm zu erfüllen. Das Rezept blieb entwaffnend einfach: 48 Pferde bei 9200 U/min, 40 Nm Drehmoment und ein Stahl-Doppelrohrrahmen, der nicht viel Aufsehen erregt. Für rund 5000 Euro Neupreis positionierte sich die Suzuki GS 500 F als glaubwürdige Alternative zu einer Kawasaki ER-5 oder einer 500 GPZ, mit einem Hauch von Modernität dank ihres Designs, das von den GSX-R der damaligen Zeit inspiriert war.
Auf der Straße offenbart diese Transformation in einen preisgünstigen Reiseenduro ihre Stärken und Schwächen. Die Verkleidung und die Scheibe bieten bis 150 km/h einen angemessenen Schutz, erzeugen aber ein aerodynamisches Rauschen, das auf der Autobahn die Ohren schädigt. Die Sitzposition ist aufrecht und entspannt, der 20-Liter-Tank ermöglicht eine Reichweite von fast 350 km, was die GS 500 F zu einer überraschend ernsthaften Reisebegleiterin macht. Aber Vorsicht vor Querwinden, wie im Rhône-Tal, wo das leichte und hohe Motorrad etwas verspielt werden kann. Es ist eher destabilisierend als wirklich gefährlich, ein Merkmal, das man kennen sollte, wer eine Suzuki GS 500 F gebraucht für lange Strecken sucht.
Der wahre Genuss, und hier findet dieses Motorrad sein Publikum, liegt in seiner täglichen Nutzung und seiner überraschenden Einfachheit. Mit ihrem Federgewicht von 180 kg im Trocken Zustand ist sie ein echtes Schweizer Taschenmesser für die Stadt. Der 79 cm hohe Sattel ist gut erreichbar, die Mechanik ist von bewährter Zuverlässigkeit und die Wartung bleibt kostengünstig. Das ist die Definition eines idealen A2-Motorrads für Anfänger: ausreichend leistungsstark zum Spaß, aber nie einschüchternd. Der flexible und sparsame Zweizylinder verschluckt die Kilometer mühelos, obwohl man ehrlich gesagt sagen muss, dass ihm Charakter fehlt und er bei starker Beanspruchung etwas vibriert.
Aber täusche dich nicht, es ist kein Sportmotorrad. Das Fahrwerk verrät seine grundlegenden Ursprünge. Die sehr weichen Federungen sind ein Komfortvorteil auf schlechten Straßen, aber ein Hemmnis für jede sportliche Ambition. Die Bremsanlage mit ihren einfachen Scheiben ist gut, aber das ausgeprägte Durchhängen der Gabel bei starker Beanspruchung schränkt die Präzision und das Vertrauen ein. Man wird nicht versuchen, mit diesem Motorrad die Kurven zu umrunden, aber man kann dynamische Ausflüge machen, ohne das Risiko eines Herzinfarkts einzugehen. Das ist der Geist der GSF 500: die Fähigkeiten eines Reiseenduros, die Leichtigkeit eines Roadsters und die Einfachheit eines Basismotorrads zu bieten, alles zu einem Schnäppchenpreis.
Heute ist es ein guter Plan, eine Suzuki GS 500 F von 2004 bis 2008 in gutem Zustand zu finden, für einen Neuling oder einen Motorradfahrer mit kleinem Budget. Es ist eine ehrliche, unprätentiöse Maschine, die alles gut macht, ohne irgendwo zu glänzen. Sie hat ihre Mängel, wie ihr Verhalten bei Seitenwind oder ihren zu weichen Federungen, aber ihre Qualitäten in Bezug auf Robustheit, Wirtschaftlichkeit und Erreichbarkeit bleiben unübertroffen. Im Vergleich zu ihren Konkurrenten der damaligen Zeit setzte sie auf Preis und Aussehen, und das ist es, was sie auf dem Gebrauchtmarkt immer noch so sympathisch macht. Ein Motorrad, das nicht viel Aufsehen erregt, aber einen treuen Dienst leistet, das ist das Fazit.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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