Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 185.0 ch @ 12000 tr/min (136.1 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 73.4 x 59 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Suspension AR monoamortisseur, déb : 135 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 172.00 kg
- Neupreis
- 13 499 €
Übersicht
Eine MotoGP-Lackierung für die GSX-R 1000 im Jahr 2008 zu wählen, ist eine fragwürdige Entscheidung. Suzuki kehrte damals mit echten Ambitionen in die Weltmeisterschaft zurück, doch die Ergebnisse auf dem Startraster erzählten eine andere Geschichte: achtbar, nie überragend, weit entfernt von der Dominanz, die die Tifosi der Marke erhofft hatten. Eine Sonderserie in den Farben eines Programms zu gestalten, das noch nach seiner Linie suchte, heißt auf ein Prestige zu setzen, das noch im Aufbau begriffen war.

Die Maschine selbst hingegen sucht nicht nach ihrer Linie. Die GSX-R 1000 dieser Generation leistet rund 185 PS bei 12.000 U/min bei einem Drehmoment von 107,9 Nm, das bei 10.000 Touren anliegt. Untergebracht in einem Aluminium-Brückenrahmen, der trocken 172 kg auf die Waage bringt – ein Wert, der die Suzuki ins Spitzenfeld ihrer Kategorie stellt. Bei einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h bewegt man sich eindeutig nicht im Bereich des Sonntagsausflugs. Die 43-mm-Upside-down-Gabel, die radialen Bremssättel, die an zwei 310-mm-Scheiben vorne beißen, der hintere Monodämpfer mit 135 mm Federweg: Alles hier spricht die Sprache der Rennstrecke.
Das Problem ist also nicht das Motorrad. Es ist die Kommunikationsstrategie. Suzuki verfügt 2008 auf der Seite der Superbike-Weltmeisterschaft über ein symbolisch deutlich stärkeres Kapital. Das Alstare-Team, seine auf den ersten Blick erkennbaren blau-weißen Dekore, seine Fahrer, die Ducati und Honda in der Meisterschaft das Fürchten lehren konnten: Das wäre eine sportliche Legitimation gewesen, die auf einer Sonderserie Sinn ergeben hätte. Die GSX-R hat einen Teil ihrer Geschichte in der Superbike-WM geschrieben, nicht in den MotoGP-Paddocks, wo sie eine Außenseiterin bleibt. Das Tier in einem Replica-Look der Meisterschaft zu kleiden, in der es leidet, statt in einer Hommage an jene, in der es glänzt, bedeutet, die Aspiration der Realität vorzuziehen.
Für den Käufer hält die Überlegung dennoch stand. Zu einem Preis von 13.499 Euro positioniert sich die GSX-R 1000 in der erwarteten Preisspanne für eine Supersportlerin dieses Kalibers gegenüber der Yamaha R1, Honda CBR1000RR und Kawasaki ZX-10R der damaligen Zeit. Die Sitzbankhöhe von 810 mm und der 18-Liter-Tank erinnern daran, dass es sich um eine reinrassige Supersportlerin handelt, keine verkleidete GT. Der Käufer, der auf diese Replica-Version hereinfällt, weiß, was er tut: Er kauft eine GSX-R in Bestform mit einem Erscheinungsbild, das die Zugehörigkeit zur Welt des Motorsports beansprucht. Die MotoGP-Lackierung ist auf einem Parkplatz stets besser lesbar als eine Standardausführung.
Die verpasste Chance bleibt trotzdem real. Eine Version in Alstare-Farben hätte eine solidere sportliche Kohärenz und eine in der Geschichte der GSX-R verwurzeltere Identität besessen. Diese Wahl hätte die echten Kenner angesprochen, jene, die wissen, was die Marke über die Jahre in der Superbike-WM aufgebaut hat. Mit der Entscheidung für das MotoGP-Design spricht Suzuki ein breiteres Publikum an, jenes, das die Ergebnisse der Weltmeisterschaft liest, ohne notwendigerweise zwischen den Kategorien zu unterscheiden. Das ist eine nachvollziehbare kommerzielle Logik. Die mutigste ist sie nicht.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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