Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 125 cc
- Leistung
- 9.5 ch @ 8000 tr/min (6.9 kW)
- Drehmoment
- 9.5 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.0:1
- Bohrung × Hub
- 54.0 x 54.0 mm (2.1 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Delphi
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- CDI
- Starter
- Electric & kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Steel tube
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork, 37 mm
- Hinterradaufhängung
- Twin shocks
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. 2-piston calipers
- Hinterradbremse
- Single disc. Single piston
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Hinterreifen
- 130/70-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Bodenfreiheit
- 160.00 mm
- Länge
- 2040.00 mm
- Breite
- 800.00 mm
- Höhe
- 1100.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Trockengewicht
- 124.00 kg
Übersicht
Auf dem Papier scheint die Orcal Astor 125 eine Frage zu beantworten, die niemand gestellt hat: Was passiert mit einer klassischen Tourenbasis, wenn man sie mit einem 125-cm³-Eilmzylinder kombiniert? Das Ergebnis ist ein Kontrastexperiment, eine imposante Silhouette für eine bescheidene Mechanik, die mehr Fragen aufwirft als sie auf den ersten Blick verführt. Mit ihren Neo-Retro-Linien und dem großzügigen Radstand spielt sie eindeutig die Karte der Präsenz, ein gewagtes Unterfangen in einem Segment, das von leichten und sportlichen Modellen dominiert wird.

Ihr luftgekühlter, Viertakt-Eilmzylinder mit 125 cm³, der ein Bohrung und einen Hub von 54 mm aufweist, leistet seine 9,5 PS bei 8000 U/min. Die Leistung entspricht der A1-Grenze, aber es ist das Drehmoment, das mit 9,5 Nm bei 6500 U/min angegeben wird, das das Fahrverhalten diktiert. Man muss ihn in die Höhe drehen, um ihn atmen zu lassen, und das Fünfganggetriebe wird dann zu einem unverzichtbaren Zubehör, um die Drehzahl im nützlichen Bereich zu halten. Die Luftkühlung und die Delphi-Einspritzung gewährleisten eine erklärte mechanische Einfachheit, ein Argument für diejenigen, die der Komplexität entfliehen wollen.
Mit einem Trockengewicht von 124 kg und einer Sitzhöhe von 780 mm weist die Astor Maße auf, die sie Maschinen mit dem doppelten Hubraum nähern. Diese erreichbare Sitzposition und der niedrige Schwerpunkt versprechen Komfort in der Stadt, obwohl das Gewicht im Vergleich zu einem typischen japanischen 125er bei engen Manövern überraschen könnte. Der Bodenfreiheit von 160 mm und die Reifen in den Größen 110/70 und 130/70 kündigen eine gewisse Stabilität an, schränken aber die Geländebegierde ein.
Das Fahrwerkskonzept mit Stahlrohrrahmen, der 37-mm-Teleskopgabel und den beiden Hinterradstoßdämpfern zielt auf Komfort mehr als auf Agilität ab. Die Bremsanlage, die vorne und hinten aus einfachen Scheibenbremsen besteht, wird für die durch die Hubraumgrenze zulässigen Geschwindigkeiten ausreichen, erfordert aber Vorausdenken. Das Gesamtbild zeichnet das Porträt einer ruhigen Tourenmaschine, die dafür konzipiert ist, Départmentales ohne Eile zu bewältigen, anstatt Kurven zu umrunden.
Die Orcal Astor 125 richtet sich an einen bestimmten Fahrer: an denjenigen, der die Ästhetik und die Haltung eines klassischen Motorrads sucht, aber durch den A1-Führerschein eingeschränkt ist oder eine einfache Mechanik wünscht. Es ist eine ausgeprägte Stilwahl, ein Wetteinsatz auf das Aussehen mehr als auf die Leistung, für Strecken, bei denen die Ankunft weniger wichtig ist als die Art und Weise, wie man dorthin gelangt. Man ist weit entfernt von der Aufregung der Sportmotorräder oder der Effizienz der Roadster; hier fährt man für das Vergnügen des Fahrens, und das ist das Ende der Geschichte.
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