Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 125 cc
- Leistung
- 11.6 ch (8.5 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Zündung
- ECU Coil
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Vorderradaufhängung
- Classic front fork
- Hinterradaufhängung
- Spiral – Oil
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Hinterreifen
- 110/70-17
Abmessungen
- Radstand
- 1440.00 mm
- Länge
- 2060.00 mm
- Breite
- 750.00 mm
- Höhe
- 1090.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
Übersicht
Motorrad: Bullit Bluroc 125 (2021)

Wer hätte gedacht, dass ein kleines 125-ccm-Motorrad sich ein 20-Liter-Tank leisten dürfte? Doch genau das wagt die Bullit Bluroc 125, dieser Scrambler mit Retro-Look, der sein Aussehen als echtes Motorrad konsequent unterstreicht. Mit einem Radstand von 1440 mm und Reifen im Format 110/70-17 an beiden Enden präsentiert sie eine ausgewogene, fast stämmige Silhouette, die sich von den Konventionen des Segments abhebt. Wo die Konkurrenz – die Honda CB125R oder die Yamaha MT-125 – auf sportliche Schärfe setzt, greift Bullit in die 1970er Jahre zurück mit einem runden Scheinwerfer, einem bistrefarbenen Sitz und Linien, die nach Leder und Asphalt duften. Der luftgekühlte Einzylinder-Viertaktmotor mit 125 ccm leistet 11,6 PS, ausreichend, um in der Stadt zu manövrieren, ohne auf der Autobahn zu zögern. Es ist kein Blitz, aber das ist nicht der Sinn der Sache.
Die klassische Gabel vorne und die Schraubenfedern hinten verraten eine einfache Philosophie: Es geht nicht um reine Leistung, sondern um Charakter. Die Bremsanlage, die durch eine einfache Scheibe an jedem Rad gewährleistet wird, ist mehr als ausreichend für das geringe Gewicht des gesamten Motorrads – obwohl Bullit die genaue Masse nicht angibt, vermuten wir ein leichtes, wendiges Motorrad, das für den täglichen Gebrauch gemacht ist. Das Chassis, dessen technische Daten die Art nicht detailliert angeben, wirkt robust ohne Anspruch. Der lange Radstand für die Kategorie verspricht eine Stabilität bei niedrigen Geschwindigkeiten, die kleine Urban-Trails nicht immer bieten. Kurz gesagt, die Bluroc 125 ist kein Rennmotorrad, sondern eine stimmungsvolle Maschine, eine Einladung, cool zu fahren, ohne sich zu verkopfen.
Der 20-Liter-Tank ist das Detail, das den Unterschied ausmacht. Bei einem 125-ccm-Motorrad bedeutet dies eine potenzielle Reichweite von 400 bis 500 Kilometern, abhängig vom Verbrauch – eine Zahl, die viele Tourenmotorräder mit größerem Hubraum vor Neid erblassen lassen würde. Offensichtlich ist die Höchstgeschwindigkeit nicht hoch, aber man kann sich leicht vorstellen, dass der kleine Einzylinder die 100-110 km/h Spitze nicht überschreiten wird, was diese Reichweite auf der Autobahn fast theoretisch macht. Auf Landstraßen oder in der Stadt ist es jedoch ein erheblicher Vorteil. Vorbei sind die Tankstopps alle 150 Kilometer. Bullit hat verstanden, dass der Reiz eines 125-ccm-Motorrads nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der Freiheit liegt, lange ohne Einschränkungen zu fahren.
Optisch setzt die Bluroc 125 auf einen zugänglichen Scrambler-Look. Die Dual-Sport-Reifen, die hohen Kotflügel, der breite Lenker und der flache Sitz erinnern an die Customs der Sechziger. Aber Vorsicht, es ist keine reine Verkleidung. Die aufrechte und entspannte Fahrposition passt gut zur klassischen Gabel und den Schraubenfedern. Man sitzt wie auf einem Straßenrad, die Arme gespreizt, der Rücken gerade, bereit, Kreisverkehre ohne Zwang zu bewältigen. Ein Windschutzschild gibt es nicht, der Wind im Helm gehört zum Spiel. Es ist ein Motorrad, das man erlebt, mehr als dass man es misst, und das ist seine größte Stärke.
Für wen ist also diese Bullit Bluroc geeignet? Für den jungen A1-Führerscheinbesitzer, der ein Motorrad will, das optisch Eindruck macht, ohne sich mit Wartungskosten zu ruinieren, für den erfahrenen Biker, der eine zweite Maschine zum Sonntagsausflug sucht, oder für den Nostalgiker der 1970er Jahre, der reine Linien und voluminöse Tanks mag. Die Bluroc 125 ist nicht das schnellste oder technologisch fortschrittlichste Motorrad. Aber sie hat dieses gewisse Etwas, diese rohe Authentizität, die einen zweimal hinsehen lässt. Und wenn man 20 Liter im Tank hat, kann man sich etwas Zeit nehmen.
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