Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 183.0 ch @ 12400 tr/min (134.6 kW)
- Drehmoment
- 112.8 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13:1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 129 mm
- Hinterradaufhängung
- Suspension AR monoamortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 210 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Trockengewicht
- 192.00 kg
- Neupreis
- 21 990 €
Übersicht
312 km/h. Die Zahl prangt wie eine Provokation, eine Herausforderung an die Physik und den gesunden Menschenverstand. 2007 graviert MV Agusta diese Zahl in die Flanke ihrer F4 1000 und beansprucht nichts Geringeres als den Titel des schnellsten Serienmotorrads der Welt. Die Hayabusa, seit Jahren unbestrittene Königin des Sprints, wird von einer Italienerin mit vulkanischem Temperament bedrängt. Die Botschaft ist klar: Varese spielt nicht nach japanischen Regeln.

Man muss die Philosophie des Hauses verstehen, um die Ankunft dieser MV Agusta F4 1000 R 312 zu begreifen. Wo Honda, Yamaha oder Kawasaki Neugestaltungen im Industrietakt aneinanderreihen, pflegen die Italiener lieber eine gleiche Basis mit der Geduld eines Goldschmieds. Die F4 hat mehr Varianten erlebt als eine Verdi-Oper Akte zählt: Senna, Tamburini, Veltro, Mamba, Corse, und weitere. Jede Version verfeinert das Rezept, ohne jemals die ursprüngliche Architektur zu verleugnen. Die R 312 stellt den Gipfel dieser Logik kontinuierlicher Evolution dar, die Quintessenz einer Plattform, die die Zeit nicht aus der Mode zu bringen vermochte.
Unter der vom Wind geformten Verkleidung liefert der Reihenvierzylinder mit 998 cm3 Hubraum 183 PS bei 12.400 U/min. Das sind keine italienischen Schmalspurpferde: Der Leistungszuwachs gegenüber der R-Standardversion resultiert aus ernsthafter Arbeit an der Ansaugseite – mit verlängerten und von 46 auf 48 mm erweiterten Ansaugkanälen, Nockenwellen mit überarbeitetem Profil und Einlassventilen aus Titan. Die Magneti-Marelli-Einspritzung neuester Generation orchestriert das Ganze mit Präzision. Das Drehmoment gipfelt bei 112,8 Nm bei 10.000 U/min, eine Drehzahl, die daran erinnert, dass diese Mechanik in hohen Touren lebt und Gashand verlangt, um ihr Potenzial zu entfalten. Das Verdichtungsverhältnis von 13:1 bestätigt den radikalen Charakter des Gesamtpakets. Und trotz dieser Kavallerie bleibt die Schöne Euro-3-homologiert. Mit dem Gesetz spaßt man nicht, selbst wenn man die 312 Stundenkilometer anpeilt.
Das Fahrwerk zeigt sich der ballistischen Versprechung gewachsen. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl beherbergt eine 50-mm-Upside-down-Gabel von Marzocchi mit 129 mm Federweg, während das Heck auf ein Sachs-Federbein mit doppelter Druckstufendämpfung und 120 mm Federweg setzt. Die Bremsanlage besteht aus zwei 320-mm-Scheiben mit radialen Vierkolben-Sätteln, ergänzt durch eine einzelne 210-mm-Scheibe hinten. Die geschmiedeten Brembo-Aluminiumfelgen tragen dazu bei, das Trockengewicht auf 192 kg zu begrenzen – ein bemerkenswerter Wert für eine Maschine dieser Hubraumklasse. Der 21-Liter-Tank ermöglicht eine anständige Reichweite zwischen zwei Nervenkitzel-Sessions. MV Agusta fügt ein EBS-System hinzu, eine Art primitive, aber willkommene Traktionskontrolle, wenn 183 PS auf einen Hinterreifen der Dimension 190/55 losstürmen. Die Sitzbank thront in 810 mm Höhe und wird Fahrer mittlerer Statur nicht abschrecken, aber täuschen Sie sich nicht: Dieses Motorrad richtet sich an erfahrene Piloten, an jene, die einen spitzen Motor auszureizen und ein Rennfahrwerk zu bändigen wissen.
Mit 21.990 Euro im Jahr 2007 positioniert sich die MV Agusta F4 1000 R 312 als selbstbewusstes Objekt der Begierde, weit oberhalb einer CBR 1000 RR oder einer GSX-R 1000 derselben Ära. Der Aufpreis gegenüber der R-Standardversion rechtfertigt sich durch die verfeinerte Mechanik, die hochwertige Ausstattung und jene Aura, die nur eine Handvoll Motorräder besitzen. Es ist eine Maschine für wohlhabende Enthusiasten, die auf einem Kunstwerk fahren wollen, das den Besten auf der Rennstrecke die Stirn bieten kann. Sie ist weder die einfachste noch die vielseitigste unter den Hypersportlern, aber sie besitzt jenes gewisse Etwas an Seele, das Großserienfertigungen nicht herzustellen vermögen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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