Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 183.0 ch @ 12400 tr/min (134.6 kW)
- Drehmoment
- 112.8 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13:1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 129 mm
- Hinterradaufhängung
- Suspension AR monoamortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 210 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Trockengewicht
- 192.00 kg
- Neupreis
- 21 990 €
Übersicht
312 km/h. Die Zahl steht im Datenblatt wie eine Provokation, ein erhobener Finger gegen das brave Establishment der Straßenverkehrsordnung. Mit der MV Agusta F4 1000 R 312 des Jahrgangs 2009 begnügt sich die Firma aus Varese nicht damit, ihrer herrlichen Italienerin einen neuen Aufkleber zu verpassen. Sie beansprucht den Titel des schnellsten Serienmotorrads der Welt. Die Hayabusa kann ihre Argumente einpacken, die Ninja ZX-14 ebenso. Der Thron hat die Nationalität gewechselt.

Wo die japanischen Hersteller eine gut geölte Industriemechanik anwenden, mit einem Facelift alle zwei Jahre und einem neuen Modell alle vier, spielt MV Agusta eine andere Partitur. Die F4 1000 existiert seit Jahren und erfindet sich unaufhörlich in kleinen Nuancen neu, Variante um Variante. Die Version R 312 treibt diese Logik auf die Spitze. Unter der Verkleidung entwickelt der Reihenvierzylinder mit 998 cm3 Hubraum 183 PS bei 12 400 U/min und 112,8 Nm Drehmoment bei 10 000 U/min. Der Zugewinn gegenüber der Standard-R resultiert aus sorgfältiger Arbeit an der Ansaugseite, mit verlängerten Kanälen, von 46 auf 48 mm erweiterten Querschnitten, überarbeiteten Nockenwellen und Einlassventilen aus Titan. Die Magneti-Marelli-Einspritzung der neuesten Generation orchestriert das Ganze, und die Schöne bleibt Euro-3-homologiert. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13:1 und einer Bohrung/Hub von 76 x 55 mm ist dieser Motor ein Konzentrat aus Renntechnologie, angepasst an die Straße.
Das Fahrwerk bleibt der Hausphilosophie treu: edle Materialien ohne Kompromisse. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl nimmt eine 50-mm-Upside-down-Gabel von Marzocchi mit 129 mm Federweg auf, während das Zentralfederbein hinten 120 mm Federweg bietet. Für die Verzögerung sorgen vorne zwei radial montierte 320-mm-Bremsscheiben mit Vierkolben-Sätteln, ergänzt durch eine 210-mm-Scheibe mit Vierkolben-Sattel hinten. Brembo, geschmiedete Aluminiumfelgen. Wir sind weit entfernt vom Zubehörkatalog, alles ist ab Werk montiert. Mit 192 kg Trockengewicht bleibt die Maschine im Rahmen ihrer Kategorie, und der 21-Liter-Tank verspricht eine akzeptable Reichweite für eine Sportlerin dieses Kalibers.
Unter den bemerkenswerten Ergänzungen dieser Version 312 sichert ein EBS-Traktionskontrollsystem die brutalsten Lastwechsel ab. Die Sitzbank, auf 810 mm Höhe angesiedelt, bleibt für durchschnittliche Staturen zugänglich. Die Bereifung in 120/70-17 vorne und 190/55-17 hinten entspricht den klassischen Dimensionen im Hypersport-Segment. Optisch bietet MV drei Farbvarianten an, darunter ein Perlmutt-Weiß auf dunklem Grund, das der Maschine die Anmutung eines rollenden Konzeptfahrzeugs verleiht.
Der Preis hingegen erinnert daran, dass italienische Leidenschaft ihren Preis hat. Mit 21 990 Euro positioniert sich die MV Agusta F4 1000 R 312 deutlich oberhalb der japanischen Sportler, die vergleichbare Leistungen für mehrere tausend Euro weniger bieten. Doch diese Maschine allein auf dem Terrain des Preis-Leistungs-Verhältnisses mit einer CBR oder einer R1 zu vergleichen, hieße das Wesentliche zu verfehlen. Die F4 richtet sich an anspruchsvolle Enthusiasten, an jene, die auf einem mechanischen Meisterwerk fahren wollen und bereit sind, den Aufpreis für Exklusivität, handwerkliches Können und jenes besondere Kribbeln zu zahlen, das nur eine reinrassige Italienerin zu vermitteln weiß. Dies ist kein Motorrad für Anfänger, noch für den Alltagsverkehr. Es ist ein Objekt der Begierde, das man sich verdienen muss – auf offener Straße wie auf der Rennstrecke.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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