Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 921 cc
- Leistung
- 129.0 ch @ 10500 tr/min (94.2 kW)
- Drehmoment
- 95.0 Nm @ 8100 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Oil & air
- Verdichtungsverhältnis
- 13.0:1
- Bohrung × Hub
- 73.0 x 55.0 mm (2.9 x 2.2 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Mikuni
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- Magneti Marelli 5SM
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- ALS steel tubular trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Upside-down telescopic hydraulic fork with rebound-compression damping and spring preload adjustment
- Hinterradaufhängung
- Progressive, single shock absorber with rebound compression damping and spring preload
- Federweg vorne
- 125 mm (4.9 inches)
- Federweg hinten
- 120 mm (4.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. 4-piston
- Hinterradbremse
- Single disc. 4-piston
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Radstand
- 1430.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2045.00 mm
- Breite
- 775.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Trockengewicht
- 183.00 kg
- Neupreis
- 11 990 €
Übersicht
Wer hätte gedacht, dass es eines Tages möglich sein würde, sich eine MV Agusta Brutale 920 zum gleichen Preis wie eine Kawasaki Z1000 oder einen Triumph Speed Triple 1050 zu leisten? 2012 hat Varese beschlossen, die eigenen Regeln zu durchbrechen und dieses Roadster-Motorrad MV Agusta Brutale 920 auf den Markt zu bringen – eine zugänglichere Version seiner berühmten italienischen Naked. Die Wette ist einfach: das Prestige der Brutale-Linie bewahren und gleichzeitig den Einstiegspreis unter die Marke von 12 000 Euro drücken, auf genau 11 990 Euro. Um das zu erreichen, haben die Ingenieure mit chirurgischer Präzision gearbeitet und gerade so viel weggelassen, wie nötig war, ohne jemals das Wesentliche anzutasten.

Optisch verleugnet diese MV Agusta Brutale 920 2012 nichts von ihren Ursprüngen. Das von Tamburini gezeichnete Design ist unangetastet, die Einarmschwinge nach wie vor vorhanden, die Speichenfelgen, die schräg geschnittenen Auspuffendstücke und dieser unverkennbare Frontscheinwerfer. Die Einsparungen verstecken sich in den Details: klassische Blinker statt der in die Spiegel integrierten, ein vereinfachter Hinterraddämpfer mit ausschließlich Vorspannungs- und Zugstufeneinstellung, nicht aus einem Stück gefertigte Bremssättel. Der Gitterrohrrahmen aus ALS-Stahl bleibt identisch mit dem der 990 und 1090, was hinsichtlich Steifigkeit und Fahrverhalten durchaus beruhigend ist. Mit einem Radstand von 1 430 mm und 183 kg Trockengewicht verspricht das Datenblatt der MV Agusta Brutale 920 ein wendiges und kompaktes Gerät.
Der Reihenvierzylinder mit 921 ccm ist vom 1078-ccm-Aggregat der höheren Versionen abgeleitet. Das Rezept? Eine von 79 auf 73 mm reduzierte Bohrung bei gleichbleibendem Hub von 55 mm. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13:1 und der Marelli-Einspritzung leistet dieser Motor 129 PS bei 10 500 U/min und 95 Nm Drehmoment bei 8 100 U/min. Zahlen, die mit denen einer Honda CB1000R vergleichbar sind, doch der Vergleich endet hier. Das Temperament des italienischen Vierzylinders hat nichts von einem ruhigen Fluss. Jeder Test der MV Agusta Brutale 920 bestätigt es: Der Motor hat Biss, manchmal sogar etwas zu viel für ungeübte Fahrer. Die achtstufige Traktionskontrolle und die zwei Motorkennfelder sind dazu da, diese Energie zu kanalisieren, doch erwarten Sie keinen zahmen Motor. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 265 km/h gibt den Ton an.
Was diesen Testbericht der MV Agusta Brutale 920 interessant macht, ist genau diese Positionierung zwischen Zugänglichkeit und Charakter. Die auf 825 mm abgesenkte Sitzbank und weicher abgestimmte Federelemente öffnen die Tür für ein breiteres Publikum, einschließlich Motorradfahrer, die einen alltagstauglichen Roadster suchen, ohne auf starke Emotionen zu verzichten. Der 23-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite, auch wenn der Verbrauch der MV Agusta Brutale 920 im Auge behalten werden sollte, sobald man den Vierzylinder fordert. Für diejenigen, die sie auf der Rennstrecke bewegen möchten, genügen ein paar Klicks an der Upside-Down-Gabel und am Federbein, um sie straffer abzustimmen. In Rennstreckenkonfiguration bieten die doppelten vorderen Bremsscheiben mit Vierkolben-Bremssätteln und das Hinterrad in 180/55 ZR17 ein sehr ordentliches Brems- und Haftungspotenzial für diese Kategorie.
Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt die MV Agusta Brutale 920 ein verführerisches Angebot für jeden, der die Eigenheiten der Marke akzeptiert. Die Zuverlässigkeit der MV Agusta Brutale 920 wird in den Foren diskutiert, und die Wartung der MV Agusta Brutale 920 kostet mehr als bei einer vergleichbaren Japanerin. Einige Besitzer berichten von Elektronikproblemen oder kleinen Verarbeitungsmängeln, die in den MV Agusta Brutale 920 Foren regelmäßig auftauchen. Eine Leistungssteigerung der MV Agusta Brutale 920 ist angesichts der bereits verfügbaren 129 PS wenig sinnvoll. Was die Auspuffanlage der MV Agusta Brutale 920 betrifft, setzt eine Komplettanlage ein paar zusätzliche Pferdestärken frei und vor allem einen raueren Klang. Gegenüber einer Monster 1100 oder einem Speed Triple spielt diese Brutale die Karte der italienischen Exklusivität zu einem Preis, der ausnahmsweise das Vergnügen nicht nur den gut gefüllten Geldbörsen vorbehält.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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