Schlüsselleistung

129 ch
Leistung
🔧
921 cc
Hubraum
🏎️
265 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
825 mm
Sitzhöhe
23.0 L
Tankinhalt
💰
11 990 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
921 cc
Leistung
129.0 ch @ 10500 tr/min (94.9 kW)
Drehmoment
93.2 Nm @ 8100 tr/min
Motortyp
4 cylindres en ligne, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
13 : 1
Bohrung × Hub
73 x 55 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection

Fahrwerk

Rahmen
Treillis tubulaire relié à des platines en alu
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 125 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 120 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 210 mm, étrier 4 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Hinterreifen
180/55-17

Abmessungen

Sitzhöhe
825.00 mm
Tankinhalt
23.00 L
Trockengewicht
190.00 kg
Neupreis
11 990 €

Übersicht

Wer hätte gedacht, dass Varese eines Tages auf die Karte der Zugänglichkeit setzen würde? Seit ihrem Erscheinen im Jahr 2003 hat sich die Brutale den Ruf einer rollenden Skulptur erarbeitet, ein Roadster, dessen bloßer Anblick den Eintrittspreis rechtfertigte. Mit der MV Agusta Brutale 920, Jahrgang 2011, wagt die italienische Marke ein gewagtes Spiel: die Brutale-DNA ohne den schwindelerregenden Preis anzubieten. Für 11 990 Euro betritt man eine Zone des direkten Kampfes mit der Kawasaki Z1000, der Triumph Speed Triple 1050 oder der Ducati Monster 1100. Und das ist eine kleine Revolution aus der Lombardei.

MV Agusta Brutale 920

Optisch verleugnet dieses Roadster-Motorrad MV Agusta Brutale 920 nichts von seiner Abstammung. Das Design von Tamburini ist unangetastet, die Einarmschwinge nach wie vor vorhanden, die schräg geschnittenen Auspuffanlagen bleiben auf ihrem Posten. Einzige Anzeichen einer Rationalisierungskur: klassische Blinker statt in die Spiegel integrierter Einheiten und ein vereinfachter Dämpfer, der sich auf Vorspannungs- und Zugstufeneinstellung beschränkt. Die Farbvarianten Mattschwarz oder Weiß entbehren vielleicht des Glanzes der üblichen Lackierungen der höheren Baureihe und erinnern an die „Dark"-Philosophie, wie sie Ducati pflegt. Aber das Wesentliche ist gerettet. Die radial montierten Brembo-Sättel beißen vorne in zwei 310-mm-Scheiben, die 50-mm-Upside-down-Gabel flößt Vertrauen ein, und dieser so charakteristische Scheinwerfer prägt weiterhin die Identität der Maschine. Das Datenblatt der MV Agusta Brutale 920 bestätigt ein ernstzunehmendes Chassis: verschraubter Gitterrohrrahmen auf Aluminiumplatten, 190 kg Trockengewicht und ein 23-Liter-Tank, der eine ordentliche Reichweite zwischen zwei Stopps verspricht.

Auf der mechanischen Seite entsteht der Reihenvierzylinder mit 921 ccm durch einen chirurgischen Eingriff am 1078-ccm-Block der großen Schwestern. Die Bohrung sinkt von 79 auf 73 mm, der Hub bleibt bei 55 mm, und das Verdichtungsverhältnis klettert auf 13:1. Ergebnis: 129 PS bei 10 500 U/min und 93,2 Nm Drehmoment bei 8 100 Touren. Zahlen, die mit denen einer Honda CB1000R vergleichbar sind, doch das Temperament hat nichts damit gemein. Dieser italienische Vierzylinder bleibt ein Charakterkopf, nervös und ausdrucksstark, die Art Motor, die bei Regen Fingerspitzengefühl verlangt und den aufmerksamen Fahrer am Kurvenausgang belohnt. Die achtstufige Traktionskontrolle und die zwei Motorkennfelder bieten ein willkommenes Sicherheitsnetz, doch täuschen Sie sich nicht: Diese Maschine bewahrt jenen Funken Wahnsinn, der MV eigen ist. Wer nach einem Testbericht zur MV Agusta Brutale 920 sucht – es ist genau dieser Charakter, der in sämtlichen Rückmeldungen wiederkehrt, in Foren wie in Videotests.

MV Agusta hat auch an den Alltagskomfort gedacht. Die auf 825 mm abgesenkte Sitzbank und weicher abgestimmte Federelemente als bei den Modellen 990 und 1090 machen die Brutale 920 einladender für den Mischbetrieb aus Stadt und Landstraße. Sportfahrer werden nicht vergessen: Ein paar Klicks an der Einstellung genügen, um das Fahrwerk zu straffen und die Kurbs anzugreifen. Das Sechsganggetriebe überträgt die Leistung über eine klassische Kette, und die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 265 km/h positioniert die Maschine klar in der Oberliga der Streetfighter. Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt die MV Agusta Brutale 920 ein verführerisches Angebot, vorausgesetzt man achtet auf die Wartung – ein wiederkehrend heikler Punkt in Forumsdiskussionen. Die Zuverlässigkeit der MV Agusta Brutale 920 hat sich über die Jahre verbessert, doch eine sorgfältige Überwachung von Steuerzeiten und Einspritzung bleibt unerlässlich. Beim Verbrauch ist mit rund 6,5 Litern auf hundert Kilometer im Mischbetrieb zu rechnen, was für einen Vierzylinder dieser Hubraumklasse vertretbar bleibt.

Unter dem Strich stellt die Brutale 920 in der Version 2011 oder 2012 das cleverste Eintrittsticket in die Welt von MV Agusta dar. Sie ist weder eine abgespeckte Version noch ein beschämender Kompromiss. Es ist eine Brutale mit dem Wesentlichen, verkauft zum Preis einer japanischen Premium-Maschine. Für den Motorradfahrer, der sich von der Masse abheben will, ohne seine Garage zu verpfänden, ist sie eine sehr ernsthaft zu erwägende Option – sei es als Neufahrzeug oder auf der Suche nach einer gut gepflegten MV Agusta Brutale 920 aus zweiter Hand. Eine Leistungsfreigabe und die Wahl eines Aftermarket-Auspuffs entlocken diesem ohnehin sehr ausdrucksstarken Vierzylinder noch ein wenig mehr Stimme.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
138.1 ch/L
In der Kategorie Naked bike · Hubraum 461-1842cc (3774 verglichene Motorräder)
Leistung 127 ch Top 24%
48 ch Median 98 ch 173 ch

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