Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 916 cc
- Leistung
- 110.0 ch @ 9750 tr/min (80.9 kW)
- Drehmoment
- 91.2 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.1:1
- Bohrung × Hub
- 94 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 148 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 803.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 207.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 18 000 €
Übersicht
Dreihundert Exemplare. Nicht eines mehr. Als Ducati beschloss, den Namen von Carl Fogarty, vierfacher Superbike-Weltmeister, mit seiner Monster S4 zu verbinden, wusste der Hersteller aus Borgo Panigale, dass er einen Sammler-Coup in der Hand hielt. Um diesen außergewöhnlichen Roadster im Jahr 2001 zu ergattern, musste man nicht nur 18 000 Euro auf den Tisch legen, sondern sich auch am Stichtag, dem 20. Juni, im Internet gegen eine Armee von Enthusiasten durchsetzen, deren Geldbeutel ebenso heiß war wie der L-Twin im Stahlgitterrohrrahmen. Ein Modell organisierter Frustration, ganz nach dem Muster, das Ducati bereits mit der 996 R oder der 900 MHe praktiziert hatte.

Unter dem rot-weißen Kleid, das an die Rennfarben des Kings erinnert, begnügt sich die Foggy nicht mit einem einfachen Gedenkemblem. Carbon überzieht die Maschine mit einer für die damalige Zeit seltenen Großzügigkeit: Vorderradschutzblech in Infostrada-Farben, Lufteinlass des hinteren Zylinders, Ritzelabdeckung, Kupplungsdeckel, Motorschutz, Kühlerverkleidung. Letztere verdient besondere Aufmerksamkeit, da sie direkt aus der 998-Baureihe stammt. Eine logische Wahl, wenn man bedenkt, dass der desmodromische L-Zweizylinder mit 916 cm3 hier 110 PS bei 9 750 U/min leistet – neun mehr als die Serien-Monster S4. Das Drehmoment steigt auf 91,2 Nm bereits bei 7 000 Touren, genug, um bei jedem Gasaufreißen die Halswirbel durchzuschütteln. Diese zusätzliche Leistung verdankt man dem Auspuff-Kit. Die beiden hochmontierten Schalldämpfer verwandeln die Silhouette des Roadsters, machen sie kompakter, aggressiver, und sparen dabei fast fünf Kilogramm auf der Waage. Mit 189 kg trocken bleibt die Foggy eine Maschine, die Respekt einfordert, doch ihr Leistungsgewicht hebt sie klar über die Masse der Roadster ihrer Epoche hinaus.
Der Gitterrohrrahmen nimmt eine 43-mm-Upside-down-Gabel und ein Federbein mit 148 mm Federweg auf – ein Fahrwerk, das auf sportlichen Einsatz abgestimmt ist, ohne in die Härte einer reinen Rennmaschine zu verfallen. Die Bremsanlage folgt derselben Logik mit zwei 320-mm-Scheiben, die vorn von Vierkolben-Bremssätteln gepackt werden. Ducati hat außerdem die Getriebeübersetzung kürzer gestuft und einen Lenkungsdämpfer aus Carbon und Aluminium verbaut. Die Botschaft ist klar: Diese Monster richtet sich an jene, die sonntags die Randsteine beißen wollen, ohne unter der Woche auf die aufrechte, dominante Haltung des Roadsters zu verzichten.
Gegenüber einer Aprilia Tuono oder einer KTM Super Duke der ersten Generation spielt die S4 Foggy eine andere Karte aus. Sie sucht weder rohe Leistung noch radikalen Purismus. Sie setzt auf Exklusivität, die mechanische Raffinesse des Vierventil-Desmo und ein Prestige, das um die Jahrtausendwende nur wenige Naked Bikes für sich beanspruchen konnten. Ihre moderate Sitzhöhe von 803 mm und der 16-Liter-Tank machen sie sogar für ausgedehnte Touren denkbar – vorausgesetzt, man akzeptiert die leicht geneigte Sitzposition und das nervöse Ansprechverhalten des italienischen Twins.
Bleibt die heikle Frage: Mit 18 000 Euro im Jahr 2001 richtete sich die Foggy ebenso an Sammler wie an Fahrer. Fünfundzwanzig Jahre später steigt ihr Marktwert unaufhörlich. Wer ein Stück Ducati-Geschichte sucht, einen Roadster, der 240 km/h erreicht und dabei die Unterschrift einer Superbike-Legende trägt, für den ist die Monster S4 Foggy die Eintrittskarte in einen sehr exklusiven Club. Dreihundert Mitglieder, nicht eines mehr.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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