Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 65.0 ch @ 6800 tr/min (47.8 kW) → 55.0 ch @ 6250 tr/min (40.1 kW)
- Drehmoment
- 73.0 Nm @ 5000 tr/min → 62.0 Nm @ 3000 tr/min
- Bohrung × Hub
- 84.0 x 77.0 mm (3.3 x 3.0 inches) → 84 x 77 mm
- Nockenwellen
- — → 1 ACT
- Getriebe
- 6-speed → 5-speed
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive) → Shaft drive (cardan) (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Hydraulic telescopic fork, 40mm → Hydraulic telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Swingarm Twin-sided with two spring preload adjustable shock absorbers → Dual shocks
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches) → 116 mm (4.6 inches)
- Federweg hinten
- 99 mm (3.9 inches) → —
- Vorderradbremse
- Single disc. ABS. Brembo opposed four-piston callipers. → Single disc. ABS
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. 2 pistons caliper. → Single disc. ABS
- Vorderreifen
- 130/90-16 → 100/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16 → 150/80-16
- Sitzhöhe
- 785.00 mm → 780.00 mm
- Radstand
- 1465.00 mm → 1478.00 mm
- Länge
- 2185.00 mm → —
- Breite
- 840.00 mm → —
- Höhe
- 1160.00 mm → —
- Gewicht
- 210.00 kg → 199.00 kg
- Trockengewicht
- 194.00 kg → 199.00 kg
- Neupreis
- 10 999 € → 10 500 €
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 55.0 ch @ 6250 tr/min (40.1 kW)
- Drehmoment
- 62.0 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5:1
- Bohrung × Hub
- 84 x 77 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Weber-Marelli electronic fuel injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- ALS steel twin tube cradle frame
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Hydraulic telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Dual shocks
- Federweg vorne
- 116 mm (4.6 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. ABS
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS
- Vorderreifen
- 100/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1478.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 199.00 kg
- Trockengewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 10 500 €
Übersicht
Was treibt einen hundertjährigen Hersteller dazu, ein puristisches, fast karges Motorrad zu formen, wenn der Markt nach Elektronik und Farbdisplays verlangt? Bei Moto Guzzi lässt sich die Antwort in zwei Worten zusammenfassen: Charakter und Erbe. Die Moto Guzzi V9 Bobber, 2016 vorgestellt und ab dem Modelljahr 2017 verfeinert, verkörpert diese Philosophie bis in die letzten Winkel ihrer quer liegenden Zylinderköpfe. Während ihre Schwester Roamer auf die Karte des zugänglichen, unbeschwerten Roadsters setzt, bevorzugt die V9 Bobber abgewetztes Leder, einen flachen Lenker und dunkle Lackierung. Eine radikale ästhetische Haltung, die polarisiert, aber eine Kundschaft anspricht, die mechanische Authentizität sucht statt ein Wettrüsten um Pferdestärken.

Unter dem 15-Liter-Tank schlägt ein V-Twin mit 853 cm3, im 90-Grad-Winkel angeordnet, treu der Haustradition. Die Zahlen sprechen für sich: 55 PS bei 6 250 U/min und vor allem 62 Nm Drehmoment, die bereits ab 3 000 Touren bereitstehen. Von einer Sportmaschine ist man weit entfernt, und genau darum geht es. Dieser Zweizylinder mit zwei Ventilen pro Zylinder und einem Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 strebt nicht nach roher Leistung. Er setzt auf Durchzugskraft und Charakter. Jede Beschleunigung wird von jenem typischen seitlichen Schaukeln der Guzzi begleitet, dieser Signatur, die weder Triumph mit der Street Twin noch Ducati mit dem Scrambler nachahmen können. Der Kardanantrieb und das Fünfganggetriebe vervollständigen ein Paket, das auf wartungsarmes Fahren ausgelegt ist. Das Datenblatt der Moto Guzzi V9 Bobber offenbart zudem ein moderates Gewicht von 199 kg, was sie sowohl in der Stadt als auch auf kurvigen Landstraßen handlich macht. Mit einer Drosselung für den A2-Führerschein zugelassen, öffnet die Moto Guzzi V9 Bobber A2 jungen Führerscheininhabern die Tür zum Guzzi-Universum, die ausgetretene Pfade verlassen wollen.
Der Rahmen, ein Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, umfasst vorne eine hydraulische Teleskopgabel und hinten zwei Federbeine. Nichts Ausgeklügeltes, aber ein stimmiges Gesamtpaket, das zur Bestimmung der Maschine passt. Die Bremsanlage beschränkt sich auf eine einzelne Scheibe pro Rad mit serienmäßigem ABS. Ausreichend für die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h, doch eine Doppelscheibe vorne hätte man sich gewünscht, um bei starken Bremsmanövern mehr Biss zu erzielen. Die Sitzbank, auf 780 mm Höhe positioniert, ermöglicht eine niedrige Sitzposition, die auch kleineren Staturen Sicherheit gibt. Auf dem Gebrauchtmarkt hält die Moto Guzzi V9 Bobber übrigens einen stabilen Kurs – ein Beweis dafür, dass die Maschine gut altert und ihre Besitzer an ihr hängen. Die Modelljahre 2018 und 2019 sind zu vernünftigen Preisen zu finden, für alle, die eine charaktervolle Italienerin suchen, ohne sich finanziell zu übernehmen.
Das wahre Revier dieser Moto Guzzi V9 Bobber, die im Herzen sportlich ist, bleibt die Ausfahrt. Nicht die Langstreckenreise – der Radstand von 1 478 mm und der bescheidene Tank verlangen kurze Etappen. Eher die Sonntagstour, bei der man die Strecke des Streckenverlaufs wegen wählt und nicht wegen des Ziels. Die Bordelektronik bleibt dezent, aber durchdacht: Traktionskontrolle mit zwei Kennfeldern, ABS, USB-Anschluss und die Möglichkeit, die Multimedia-Plattform MG-MP zu verbinden. Genug, um modernen Ansprüchen gerecht zu werden, ohne den minimalistischen Geist zu verraten. Die Version Centenario, in einer Sonderlackierung zum hundertjährigen Jubiläum der Marke gestaltet, oder die Custom-Varianten, die dank eines umfangreichen Zubehörkatalogs entstehen, zeugen von der Vielseitigkeit der Plattform. Lenkerendenspiegel, gefräste Zylinderkopfschützer, dezentes Windschild: Jeder Besitzer kann seine V9 Bobber nach eigenem Maß zuschneiden.
Mit 10 500 Euro Neupreis bei ihrer Markteinführung positionierte sich die Moto Guzzi V9 Bobber 2017 gegenüber der Triumph Street Twin und der Yamaha XSR700. Weniger leistungsstark als ihre Konkurrentinnen, in mancher Hinsicht auch weniger modern, kompensiert sie durch eine Persönlichkeit, die Großserienprodukte nur schwer erreichen. Eine Probefahrt mit der Moto Guzzi V9 Bobber reicht in der Regel aus, um sich zu entscheiden: Entweder spricht einen der Charakter des quer eingebauten Twins an, oder er lässt einen kalt. Halbe Sachen gibt es bei einer Guzzi nicht. Die Meinungen der Besitzer stimmen in diesem Punkt überein. Dieses Motorrad wählt man nicht anhand einer Vergleichstabelle. Man wählt es beim ersten Druck auf den Anlasser, wenn der V-Twin zum Leben erwacht und der Lenker leicht zwischen den Händen vibriert.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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