Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 865 cc
- Leistung
- 69.0 ch @ 7400 tr/min (50.7 kW)
- Drehmoment
- 67.7 Nm @ 5800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre Vertical, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.9 : 1
- Bohrung × Hub
- 90 x 68 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 106 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 255 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-18
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 16.60 L
- Gewicht
- 230.00 kg
- Trockengewicht
- 205.00 kg
- Neupreis
- 10 490 €
Übersicht
Stellen Sie sich London in den frühen Sechzigerjahren vor, eine Bande von Rockern in Perfecto-Lederjacken, die sich auf der North Circular Road duellieren, die Nadel am Anschlag und der Klang eines Parallel-Twin, der zwischen den Fassaden widerhallt. Genau diese Bilderwelt ruft Triumph mit seiner Thruxton 900 des Jahrgangs 2015 herauf, und mehr noch mit dieser auf den Namen ACE getauften Sonderserie, eine offen gezeigte Hommage an den Londoner Tempel des Café Racers. Nur hundert Exemplare, keines mehr, für die Treuen, die ein Stück Legende mit einem auf den Tank geklebten Echtheitszertifikat haben wollen.

Optisch wird die Augenzwinker-Übung ohne Zittern durchgezogen. Das Kleid in Pure White & Jet Black greift die grafische Signatur des Etablissements in Stonebridge auf, die Oxblood-Sitzbank fügt jenen bordeauxfarbenen Touch hinzu, der nach dem Leder riecht, das von tausend Starts patiniert wurde, und die Lenkerenden beherbergen authentische kleine Rückspiegel, die einen zwingen, sich vorzubeugen, um zu prüfen, wer einem im Nacken sitzt. Die ACE-Cafe-Aufkleber zieren die Attrappenvergaser und die Flanke des 16,6-Liter-Tanks, während eine Gedenkplakette auf der oberen Gabelbrücke thront. Bekennender Fetischismus, und das ist auch gut so.
Unter dieser Ausstattung findet sich die von der Bonneville bekannte Mechanik, nämlich der vertikale Zweizylinder mit 865 cm³, schön englisch quadratischer Bohrung-Hub von 90 zu 68 mm, luftgekühlt und mit vier Ventilen pro Zylinder bekrönt. Die Kavallerie bleibt bei 69 PS bei 7400 Umdrehungen stehen, das Drehmoment gipfelt bei 67,7 Nm schon ab 5800 Umdrehungen, und die Höchstgeschwindigkeit pendelt sich um die 190 km/h ein. Auf dem Papier macht eine Kawasaki W800 weniger, eine Moto Guzzi V7 spielt im selben Hof, und eine Ducati Scrambler derselben Epoche verpasst in puncto reiner Leistungsausbeute eine Ohrfeige. Doch die Thruxton auf eine Zahlentabelle zu reduzieren, hieße, am Thema vorbeizuschrammen.
Der Doppelschleifen-Stahlrahmen, die telehydraulische 41-mm-Gabel und die beiden seitlichen Federbeine im alten Stil bekennen sich zu ihrer Fahrlinie, jener des sauberen und fließenden Rollens statt der Jagd nach der Rundenzeit. Mit 230 kg vollgetankt ist sie keine Feder, und das Fünfganggetriebe erinnert daran, dass man nicht auf einer modernen Sportmaschine sitzt. Die Bremsanlage, eine 320-mm-Scheibe vorn, die von einem Zweikolbensattel gezwickt wird, verrichtet ihre Arbeit ohne zu glänzen, vor allem gegenüber der deutschen Konkurrenz, die serienmäßig mit ABS und Radialsätteln ausgestattet ist. Die Sitzhöhe von 820 mm bleibt zugänglich, doch die halbliegende Position auf den Stummellenkern bricht einem nach zwei Stunden Autobahn das Kreuz. Hiermit gewarnt.
Bei 10.490 Euro lässt sich der Tarif für eine nummerierte Serie verteidigen, und man bleibt weit von den üblichen spekulativen Auswüchsen bei dieser Art von Marketingübung entfernt. Das anvisierte Publikum ist glasklar, nämlich der urbane Dreißig- oder Vierzigjährige, der ein Motorrad zum Anschauen ebenso wie zum Fahren will, der häufiger für einen Espresso anhält als in die Kurve taucht, und der sich zur modischen Seite bekennt. Wer moderne Schärfe sucht, wird eben bei Triumph schauen gehen, aber bei der Street Triple. Für die anderen, jene, die beim Gedanken an ein Ace Cafe Reunion in Brighton erschauern, hat diese Sonderedition ihre Wette bereits gewonnen, bevor sich auch nur ein Rad gedreht hat.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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