Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 55.0 ch @ 6250 tr/min (40.1 kW) → 65.0 ch @ 6250 tr/min (47.4 kW)
- Drehmoment
- 62.0 Nm @ 3000 tr/min → 73.0 Nm @ 3000 tr/min
- Trockengewicht
- 199.00 kg → 194.00 kg
- Neupreis
- 10 499 € → 10 949 €
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 65.0 ch @ 6250 tr/min (47.4 kW)
- Drehmoment
- 73.0 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5:1
- Bohrung × Hub
- 84 x 77 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Weber-Marelli electronic fuel injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- ALS steel twin tube cradle frame
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Hydraulic telescopic fork 40mm
- Hinterradaufhängung
- Swingarm with double shock absorber with adjustable spring preload. No rebound adjustment on rear shock.
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 99 mm (3.9 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. ABS. Brembo opposed four-piston callipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 808.00 mm
- Radstand
- 1465.00 mm
- Länge
- 2185.00 mm
- Breite
- 840.00 mm
- Höhe
- 1160.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 199.00 kg
- Trockengewicht
- 194.00 kg
- Neupreis
- 10 949 €
Übersicht
Was treibt einen hundertjährigen Hersteller dazu, an einem quer eingebauten V-Twin festzuhalten, während der Rest der Branche übermächtigen Vierzylindern und allwissender Elektronik hinterherjagt? Die Antwort lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Charakter. Die Moto Guzzi V9 Bobber 2021 verkörpert diese Philosophie bis ins Mark. Mit ihrem V2 von 853 cm3, ihren 65 PS bei 6250 U/min und vor allem ihren 73 Nm Drehmoment, die bereits ab 3000 U/min anliegen, versucht sie nicht, auf dem Datenblatt zu beeindrucken. Sie will einem die Eingeweide aufrütteln. Der Jahrgang 2021 markiert übrigens einen echten Wendepunkt für die V9-Baureihe: Die Euro-5-Umstellung geht mit einer mechanischen Transplantation einher, die vom Aggregat der V85 TT stammt und gegenüber der ursprünglichen Moto Guzzi V9 Bobber 2016 zehn zusätzliche Pferdestärken mitbringt. Der Stahlrohrrahmen wurde im Bereich des Lenkkopfs verstärkt, um den Leistungszuwachs zu verkraften, und Mandello hat die Gelegenheit genutzt, bei mehreren Details nachzubessern: Voll-LED-Scheinwerfer mit Adler-Lichtsignatur, LCD-Instrumentierung, Aluminium-Seitenverkleidungen, gekürzter Kotflügel. Die Moto Guzzi V9 Bobber – Custom in der Seele – modernisiert sich, ohne ihr Erbe zu verleugnen.

Im Sattel gibt die Maschine ihre Regeln vor. Die Sitzhöhe von nur 808 mm beruhigt, doch die flache und straffe Sitzfläche macht von Anfang an klar: Komfort hat keine Priorität. Die Sitzposition pendelt zwischen Custom und Roadster, mit einem flachen Lenker, der den Oberkörper nach vorne kippt – weit entfernt vom Sessel eines Harley Sportster. Die dicken 16-Zoll-Ballonreifen, visuelles Erkennungszeichen jeder Bobber, die etwas auf sich hält, machen die Lenkung schwerfällig und verlangen Engagement bei Richtungswechseln. Wer eine Probefahrt mit der Moto Guzzi V9 Bobber 2021 in Betracht zieht, sollte es wissen: Diese Italienerin lässt sich nicht unaufmerksam fahren. Das straffe Fahrwerk, bestehend aus einer 40-mm-Telegabel und einem doppelten Federbein hinten mit lediglich Vorspannungseinstellung, überträgt jeden Fahrbahnschaden ungefiltert. Auf längeren Strecken verdient der originale Moto Guzzi V9 Bobber Sitz einen raschen Austausch, und der Zubehörmarkt für die Moto Guzzi V9 Bobber bietet glücklicherweise genügend Abhilfe.
Wo diese Guzzi alles wieder wettmacht, ist ihr Motor. Dieser auf 90 Grad geöffnete V2, mit einem Verdichtungsverhältnis von 10.5:1 und seinen quadratischen Maßen von 84 x 77 mm, vibriert, pulsiert, atmet. Das Kippmoment, das die Maschine im Stand zum Schaukeln bringt, wenn man am Gasgriff dreht – dieses einzigartige Gefühl der quer eingebauten italienischen Twins – ist allein schon den Umweg wert. Der Kardanantrieb und das 5-Gang-Getriebe liefern ein schlagkräftiges pragmatisches Argument gegenüber der japanischen oder amerikanischen Konkurrenz: null Kettenpflege. Auf der Elektronikseite erledigen die abschaltbare Traktionskontrolle MGCT und das Zweikanal-ABS von Brembo ihre Arbeit, ohne sich aufzudrängen. Mit ihren drosselbaren 47,4 kW ist die Moto Guzzi V9 Bobber A2-kompatibel und stellt damit einen verführerischen Einstieg in die Guzzi-Welt für junge Führerscheininhaber dar, die ausgetretene Pfade verlassen wollen.
Für 10 949 Euro positioniert sich die Moto Guzzi V9 Bobber 2021 gegenüber der Triumph Bonneville Bobber und der Kawasaki Vulcan S, jedoch in einem grundlegend anderen Register. Man kauft sie nicht aufgrund eines Leistungsvergleichs, mit ihren 170 km/h Höchstgeschwindigkeit und 199 kg fahrfertig. Man wählt sie für das, was sie erzählt. Ein Jahrhundert Motorengeschichte, verdichtet zwischen zwei Zylindern, die zum Horizont zeigen. Die Moto Guzzi V9 Bobber als Gebrauchtmaschine zieht übrigens eine treue Gemeinschaft an – Beweis dafür, dass die Bindung weit über die Garantiezeit hinaus anhält. Wer die Jubiläumsversion sucht, die Moto Guzzi V9 Bobber Centenario, findet dasselbe Rezept in einer Gedenkfarblackierung, die die historische Verwurzelung noch stärker unterstreicht. Ihre Schwächen sind real: begrenzter Komfort, schwerfällige Lenkung, nur fünf Gänge im Jahr 2021. Doch dieses Motorrad besitzt etwas, das die meisten seiner Konkurrenten niemals haben werden: eine Seele.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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