Schlüsselleistung

65 ch
Leistung
🔧
853 cc
Hubraum
⚖️
210 kg
Gewicht
🏎️
170 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
785 mm
Sitzhöhe
15.0 L
Tankinhalt
💰
10 999 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2016 2024
Hubraum
850 cc 853 cc
Leistung
55.0 ch @ 6250 tr/min (40.1 kW) 65.0 ch @ 6800 tr/min (47.8 kW)
Drehmoment
64.4 Nm @ 3000 tr/min 73.5 Nm @ 5000 tr/min
Motortyp
V2, four-stroke Bicylindre en V transversal à 90°, 4 temps
Kühlung
Air combiné air / huile
Kraftstoffsystem
Injection Injection Ø 38 mm
Starter
Electric
Getriebe
5-speed boîte à 6 rapports
Endantrieb
Shaft drive (cardan)   (final drive) Cardan
Vorderradaufhängung
Hydraulic telescopic fork Fourche téléhydraulique Ø 40 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
Dual shocks 2 amortisseurs latéraux, déb : 97 mm
Federweg vorne
116 mm (4.6 inches)
Vorderradbremse
Single disc. ABS Freinage 1 disque Brembo Ø 320 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Single disc. ABS Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
100/90-16 130/90-16
Hinterreifen
150/80-16 150/80-16
Sitzhöhe
810.00 mm 785.00 mm
Radstand
1478.00 mm
Gewicht
200.00 kg 210.00 kg
Trockengewicht
199.00 kg 194.00 kg
Neupreis
10 390 € 10 999 €

Motor

Hubraum
853 cc
Leistung
65.0 ch @ 6800 tr/min (47.8 kW)
Drehmoment
73.5 Nm @ 5000 tr/min
Motortyp
Bicylindre en V transversal à 90°, 4 temps
Kühlung
combiné air / huile
Verdichtungsverhältnis
10.5:1
Bohrung × Hub
84 x 77 mm
Ventile/Zylinder
2
Kraftstoffsystem
Injection Ø 38 mm

Fahrwerk

Rahmen
Cadre tubulaire en acier
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Cardan
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 40 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 97 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Brembo Ø 320 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
130/90-16
Vorderreifendruck
2.50 bar
Hinterreifen
150/80-16
Hinterreifendruck
2.80 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
785.00 mm
Tankinhalt
15.00 L
Gewicht
210.00 kg
Trockengewicht
194.00 kg
Neupreis
10 999 €

Übersicht

Wer kauft eine Moto Guzzi V9 Bobber wegen ihrer reinen Leistung? Niemand. Und genau das macht diese Maschine in der heutigen Motorradlandschaft so einzigartig. Seit ihrem Erscheinen 2016 pflegt die V9 Bobber eine Kunst des Gegenentwurfs, die nur wenige Hersteller noch zu vertreten wagen. Ihr quer eingebauter 90°-V-Twin mit 853 cm3, ausgelegt auf Bohrung und Hub von 84 x 77 mm, jagt keinem Rekord hinterher. Mit 65 PS bei 6800 U/min und 73,5 Nm bei 5000 U/min liegt sie weit entfernt von den überdrehten japanischen Roadstern. Doch auf der Straße erzählt dieser Twin eine Geschichte, die Zahlen nicht wiedergeben können. Das berühmte Kippmoment, dieses seitliche Schaukeln, das den quer eingebauten V-Twins aus Mandello eigen ist, begrüßt einen schon beim ersten Gasgeben im Stand. Es ist ein Ritual, eine Signatur. Wer schon Guzzi gefahren ist, versteht; alle anderen müssen es selbst erleben, um zu begreifen, was „Motorcharakter" wirklich bedeutet.

Moto Guzzi V9 Bobber

Die Version 2024 erbt die Weiterentwicklungen, die mit der Euro5-Umstellung kamen. Der Motor profitierte von technischen Anleihen aus der V85 TT und gewann dabei rund zehn PS sowie ein Drehmomentplus gegenüber den ersten V9 Bobber von 2016 und 2017. Der Kompromiss? Das Drehmomentmaximum wandert höher in die Drehzahlen, was die Fahrweise im Vergleich zu den Jahrgängen 2018 oder 2019 leicht verändert. Der Stahlrohrrahmen wurde im Bereich des Lenkkopfs versteift, um den Leistungszuwachs aufzufangen. Auf der Stilseite trägt der Full-LED-Scheinwerfer die Adler-Lichtsignatur, ein Detail, das die visuelle Persönlichkeit der Maschine unterstreicht. Überarbeitetes Cockpit, seitliche Aluminiumpaneele, gekürzter Schutzblech, Fußrasten auf Silentblöcken: Moto Guzzi modernisiert, ohne das Erbe zu verleugnen. Die V9 Bobber Centenario hatte bereits bewiesen, dass die Marke ihre Vergangenheit mit Eleganz zu feiern weiß.

Die Ergonomie polarisiert – und das ist gewollt. Die niedrige Sitzbank auf 785 mm beruhigt kleinere Fahrer und macht diese Moto Guzzi V9 Bobber A2-tauglich (mit Drosselung) – reizvoll für alle, die Charakter ohne Brutalität suchen. Der flache Lenker im Café-Racer-Stil, eher vom Roadster als vom reinen Custom entlehnt, neigt den Oberkörper nach vorn. Vom Sessel einer Harley Sportster ist man weit entfernt. Die hervorstehenden Zylinder zwingen zudem dazu, die Beine zurückversetzt zu positionieren – ein Merkmal, das bereits 2017 durch weiter hinten montierte Fußrastenplatten korrigiert wurde. Die Sitzposition bleibt eigen, auf halbem Weg zwischen zwei Welten. Auf langen Strecken erinnert die schmale und wenig gepolsterte Sitzbank der Moto Guzzi V9 Bobber schnell daran, dass Komfort nicht die Priorität der Entwicklungsabteilung war. Die Federung – eine hydraulische Telegabel mit 40 mm vorn und zwei Federbeine hinten mit begrenztem Federweg von 97 mm – filtert Unebenheiten nur mäßig. Der breite Vorderreifen in 130/90-16, optisches Markenzeichen des Bobber-Genres, macht die Lenkung schwerfälliger und verlangt engagiertes Fahren in Kurvenkombinationen. Das ist kein Mangel, wenn man weiß, was einen erwartet; es ist eine Falle, wenn man es ignoriert.

Auf der Technologieseite gibt sich diese Italienerin keineswegs primitiv. Die zweistufig deaktivierbare Traktionskontrolle MGCT, Zweikanal-ABS, USB-Anschluss und LCD-Instrumentierung ergeben eine ordentliche Ausstattung für eine Maschine zum Preis von 10 999 Euro. Das optionale MIA-System verbindet das Motorrad mit dem Smartphone. Dem digitalen Cockpit fehlt vielleicht der Old-School-Charme, den man von einer Bobber erwarten würde, doch es punktet mit Ablesbarkeit. Gegenüber einer leistungsstärkeren Triumph Bonneville Bobber oder einer zugänglicheren Kawasaki Vulcan S spielt die Guzzi eine andere Karte aus. Die des rohen Temperaments, des wartungsfreien Kardanantriebs ohne Kettenpflege und eines hundertjährigen mechanischen Erbes, das nur wenige Konkurrentinnen für sich beanspruchen können.

Man schaut nicht ins Datenblatt der Moto Guzzi V9 Bobber, um sich zu überzeugen. Man schaut erst danach hinein, um zu verstehen, warum man schwach geworden ist. Mit ihren 210 kg fahrfertig, dem 15-Liter-Tank, der die Reichweite begrenzt, und einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h gewinnt sie keinen Zahlenvergleich. Sie gewinnt den des Fahrgefühls. Auf dem Gebrauchtmarkt stellen die Jahrgänge 2020 und 2021 einen ausgezeichneten Kompromiss zwischen dem aufgewerteten Euro5-Motor und einem vernünftigen Wertverlust dar. Individualisierungsfans finden zudem einen ausreichenden Zubehörkatalog für die Moto Guzzi V9 Bobber Custom, um die Maschine nach eigenem Bild zu formen. Diese Bobber besitzt ein Temperament, das sich nicht in PS messen lässt. Sie ist ein Motorrad, das man aus dem Bauch heraus wählt, nicht mit einer Tabellenkalkulation.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS
  • Jantes aluminium
  • Prise USB
  • Contrôle de traction

Praktische Infos

  • Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
  • La moto est accessible aux permis : A, A2

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.31 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.35 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
75.1 ch/L
In der Kategorie Allround · Hubraum 427-1706cc (1884 verglichene Motorräder)
Leistung 64 ch Top 48%
16 ch Median 62 ch 139 ch
Gewicht 210 kg Leichter als 53%
168 kg Median 211 kg 261 kg
L/G-Verhältnis 0.31 ch/kg Top 56%
0.13 Median 0.33 0.54 ch/kg

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