Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 11 499 € → 10 999 €
Motor
- Hubraum
- 445 cc
- Leistung
- 28.5 ch @ 6000 tr/min (21.0 kW)
- Drehmoment
- 34.3 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Structures en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- fourche à balancier Ø 41 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
Abmessungen
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 342.00 kg
- Neupreis
- 10 999 €
Übersicht
Stellen Sie sich einen amerikanischen Soldaten des Zweiten Weltkriegs vor, der seine Ranger gegen einen Motorradsattel eingetauscht hat. Ungefähr diesen Eindruck hinterlässt der Side Force 445 auf den ersten Blick. Der burgundische Hersteller aus Beaune wechselt mit diesem neuen Seitenwagen das Register: Schluss mit dem ruhigen Sonntagsausflug, Platz für etwas deutlich Abenteuerlicheres, zwischen Waldwegen und zerschlissenen Straßen. Der Family Side servierte Kaffee, dieser will Sibirien durchqueren.

Der Einfluss ist eindeutig. 41-mm-Langschwingergabel, Profilreifen, Khaki-Lackierung im Stil eines sowjetischen Panzers, am Beiwagen befestigtes Reserverad, massiver Stoßfänger: Der Side Force steht in offenem Dialog mit dem Ural Ranger, dem berühmten russischen Seitenwagen aus Irbit. Der Vergleich endet auf mechanischer Ebene, aber optisch gleichen sich die beiden Maschinen wie zwei Schützengrabenbr üder. Wasserdichte Patronentaschen an den Seiten des Beiwagens, Gitter vor dem runden Scheinwerfer, zweigeteilte Doppelsitzbank im Belle-Époque-Stil, falsches Nummernschild am Vorderkotflügel. Jedes Detail erzählt eine Geschichte. Das Problem ist, dass einige Kapitel an Kohärenz vermissen lassen, insbesondere dieser kleine digitale Tacho, entliehen vom Roadster 400 Force, der in dieser sorgfältig gepflegten Militaria-Atmosphäre wirklich fehl am Platz wirkt.
Unter dem 13-Liter-Tank schlägt der auf 445 cm³ aufgebohrte 4-Takt-Einzylinder, eine Weiterentwicklung des Vorgängerblocks, der auf 28,5 PS bei 6000 U/min und 34,3 Nm Drehmoment bei 5500 U/min kommt. Die Euro-5-Konformität ist gewährleistet. Das ist nicht nichts, aber klar nicht genug. Mash hätte gerne seinen neueren 650-cm³-Einzylinder integriert, doch der Stahlrohrrahmen ließ dafür keinen Platz. Ergebnis: Man findet sich mit einem Mittelklasse-Triebwerk auf einem Fahrzeug wieder, das vollgetankt 342 kg auf die Waage bringt. Der Massenunterschied zum Family Side beträgt 113 kg, und das spürt man bereits am ersten Anstieg. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit beträgt 110 km/h, aber seien wir ehrlich: In der Praxis wird man eher bei rund 90 km/h gedeckelt sein.
Woher kommt all dieses Gewicht? Die Langschwingergabel ist konstruktionsbedingt schwerer als eine konventionelle Gabel. Dazu kommen zwei Gepäckträger, ein Reserverad, das mit jedem Rad des Beiwagens austauschbar ist, ein Trittbrett, Kofferraumstützen, ein Stoßfänger und ein vollständig aus Metall gefertigter Beiwagen. Die Ausstattungsliste erklärt jedes einzelne Kilogramm. Und man muss anerkennen, dass die Langschwingergabel im Gegenzug einen echten Vorteil bietet: Das Fahren ist zugänglicher, stabiler und weniger kraftraubend als mit einem herkömmlichen System.
Zu 10.999 Euro richtet sich der Mash Side Force 445 weder an Unentschlossene noch an Eilige. Es ist eine Charaktermaschine, konzipiert für jene, die langsam reisen und die Kulisse ebenso schätzen wie das Ziel. Der Rückwärtsgang, der nun über den Vorderradbremshebel anstatt über einen unpraktischen zentralen Schalter bedient wird, und der vor dem Motor hinzugefügte Ölkühler zeugen von echter Entwicklungsarbeit. Die direkte Konkurrenz bleibt der Ural, leistungsstärker, teurer, aber auch ikonischer. Der Side Force spielt eine andere Karte: der zugängliche Seitenwagen mit durchdachtem Look, ohne internationale Ambitionen. Für Liebhaber von Feldwegen und neugierigen Blicken auf Caféterrassen ist das ein Angebot, das trägt – solange man nicht versucht, die 90 km/h zu überschreiten.
Serienausstattung
- Jantes à rayon
- Prise USB
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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